Lars Reineke am 2. Oktober 2012
Nein, natürlich habe ich Dirk Bach nicht persönlich gekannt. Wer von uns hat das schon? Er war einer von rund 7 Milliarden Menschen. Aber eben nicht irgendeiner.
Ich habe seine Sendungen nicht verfolgt. Das Dschungelcamp entspricht nicht einmal entfernt meiner Vorstellung von einer interessanten Fernsehsendung, und davor war für mein Empfinden seine Bildschirmpräsenz immer ein Stückchen zu laut, zu überdreht, zu bunt.
Dennoch war ich gestern schockiert, als ich auf Twitter von seinem Tod erfahren habe, denn ich habe Dirk Bach immer für jemanden gehalten, dem es zuallererst darum ging, seinen Zuschauern und –hörern mit seiner Arbeit eine Freude zu machen. Und jemand, dem so viel an seinen Mitmenschen liegt, der sollte nicht mit 51 Jahren sterben müssen.
Dass er mit dem, was er tat, meist nicht meinen persönlichen Geschmack getroffen hat, war mein Problem, nicht seins. Bestimmt wird eines Tages, wenn meine Tochter etwas älter ist, in ihrem Kinderzimmer eines seiner Hörbücher laufen, und ich werde beim Hören seiner unverwechselbaren Knödelstimme sicherlich genauso traurig sein wie heute.
“Aber ist das nicht zu persönlich? Muss man sowas denn ins Internet schreiben?”
Na klar. Wenn nicht das, was denn dann?
2 Kommentare
Sehr schoen geschrieben.
von Alex am 2. Oktober 2012. Antworten #
Wahre Worte. Schön geschrieben Lars.
von Thorsten Ising am 3. Oktober 2012. Antworten #