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Der Fehler der Julia Schramm

Vorweg: Das wird ein Artikel über Datenschutz, Post-Privacy und die Piratenpartei. Wen das nicht interessiert, nicht ärgern: Gleich weiterblättern.

Ein kurzer Überblick, was bisher geschah: Julia Schramm, die im März 2011 ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit durch ein Interview erlangt hatte, das sie Spiegel Online gab, ist Vertreterin einer politischen Interessensgemeinschaft, die sich selbst den relativ beknackten Namen “datenschutzkritische Spackeria” gegeben hat. (Ich zähle mich selbst übrigens nicht dazu.)

Die darf man sich jetzt nicht als eine verschwörerische Geheimorganisation vorstellen. Das sind im Prinzip einfach nur Leute, die sich Gedanken über den Sinn und Unsinn von Datenschutz in unserer Zeit machen und bei denen einige der Piratenpartei nahestehen oder sogar dort Mitglied sind.

Das sorgt natürlich für Konfliktpotential, weil es bei den Piraten wiederum eine eher orthodoxe Fraktion gibt, die sich insbesondere den Kernthemen wie Datenschutz – je mehr, desto besser – widmen, und andere, die das Programm gerne erweitert sehen möchten.

Die orthodoxen Piraten fühlten sich durch das SpOn-Interview bereits reichlich angepisst, weil es einerseits auf den ersten Blick aussah, als präsentierte Julia Schramm dort verschiedene Forderungen als Ergebnis monatelanger Debatten – was sie nicht tat, denn schnell wurde klar, dass es sich bei der Spackeria tatsächlich nur um eine lose Gruppierung handelt, die im Prinzip erstmal nur abseits des bisherigen “Mehr-Datenschutz”-Dogmas herumdiskutiert.

Andererseits war Julia Schramm schon seit langem als Mitglied der Piratenpartei bekannt und wurde zudem von SpOn auch entsprechend vorgestellt, so dass man den Eindruck erhalten konnte, dass sie dort im Namen der Piratenpartei spricht, was ebenfalls nicht der Fall war, immerhin bekleidet sie kein herausgehobenes Amt innerhalb der Partei.

Soweit zur Vorgeschichte.

Jetzt hat sie für den Kaperbrief, dem Wahlkampfblatt der Berliner Piraten, einen Artikel zum Thema geschrieben, der dann auch in der “offiziellen” Piratenzeitung, der Flaschenpost, erschien.

Daraufhin hat sie von verschiedenen Seiten einen erheblichen Shitstorm eingefahren, der – unter anderem auch von Piraten, was mich wirklich erschüttert – teilweise deutlich unter die Gürtellinie ging, bis hin zur Aufforderung, “jemand möge sie mal bumsen.” (Es scheint vor allem bei Menschen, die nur äußerst selten bis gar keinen Sex haben, die Vorstellung zu existieren,  dass regelmäßiger Geschlechtsverkehr zum Verlust der eigenen Meinung führe. Ich kann versichern, dass das nicht der Fall ist.)

Wer sich den Artikel von Julia nun in Ruhe durchliest, stellt zwei Dinge fest. Erstens: Sie hat Recht. Warum, erkläre ich gleich.

Zweitens: Es ist schon ein sehr bemühtes Geschwurbel. Und zwar so bemüht und verklausuliert, dass beispielsweise der Kommentator Jörg Tauss, dem ich bisher schon zugetraut habe, auch komplizierte Satzkonstruktionen verstehen zu können, nicht in der Lage ist, daraus einfache und richtige Aussagen zu extrahieren, ohne einen mittelschweren Blutsturz zu erleiden.

Nehmen wir ihn also mal als Symbol dafür, dass die orthodoxen Datenschützer in dem Artikel nur gelesen haben, was sie glaubten, zu lesen.

Da steht:

“Die zentrale Bedrohung meiner Person ohne Datenschutz betrifft die soziale Existenz meiner Person und die Unabhängigkeit meines Geistes in der analogen Welt”.

Darauf antwortet Tauss:

Ähhh…wie bitte? Jetzt wird’s langsam zur Paranoia. Datenschützer bedrohen die “soziale Existenz” und die “Unabhängigkeit des Geistes”. Geht’s noch?

Wie er auf diese Schlussfolgerung kommt, bleibt rätselhaft. Denn es steht dort doch gerade, dass die Person ohne Datenschutz bedroht ist, wenn man sich das Soziologengeseiher mal wegdenkt.

Weiter:

“Datenschutz gilt immer noch als Ultima Ratio im Kampf dieser Spiegelung – bei gleichzeitiger Ignoranz gegenüber den wahren Problemen der Gesellschaft und zu Lasten einer freien Vernetzung und Kommunikation”.

Antwort Tauss:

Arroganz pur. Jeder mit anderer Auffassung ignoriert also die wahren Probleme der Gesellschaft.

Was natürlich vollkommener Unsinn ist und nahelegt, dass Tauss ihr absichtlich das Wort im Mund umdreht.

Der Fehler, den Julia Schramm gemacht hat: Sie hat diesen Artikel geschrieben, wie ihn eine Politikwissenschaftlerin schreiben würde, nicht wie jemand, dem man gerne zuhört.

Ihre Ausführungen (da ist sie bei der Spackeria übrigens nicht allein) lesen sich teilweise stilistisch, als hätte sie sich die Nacht davor sämtliche Pamphlete von Ulrike Meinhof in der Hörspiellangfassung reingezogen. Und dabei ist dieser Artikel noch relativ simpel gehalten.

Denn was sie eigentlich sagt, ist folgendes (auch noch mal extra fett, sicher ist sicher):

Nicht die Tatsache, dass jemand etwas über mich weiß, ist das Problem. Sondern, dass er die Macht hat, dieses Wissen gegen mich zu verwenden.

Die Frage ist jetzt also: Geht man den einen langen, ermüdenden und immer schwieriger werdenden Weg, zu verhindern, dass dieser jemand etwas über mich erfährt?

Mit der Folge, dass juristische Datenschutzhürden aufgebaut werden, die in langatmigen Datenschutzerklärungen auf Katzenblogs münden?

Oder geht man den anderen langen, ermüdenden und nicht minder schweren Weg, für eine Gesellschaft zu streiten, in der das Wissen des einen über den anderen nicht ausreicht, ihn sozial zu ächten oder seine Existenz zu gefährden?

Das war für einige jetzt vielleicht auch wieder zu kompliziert, deshalb nochmal ein paar ganz einfache Beispiele:

  • Wenn du völlig problemlos jederzeit einen neuen Arbeitsplatz finden könntest und dein jetziger Arbeitgeber froh ist, dass du bei ihm beschäftigt bist: Warum solltest du dich darum kümmern, ob dein Arbeitgeber deine Partyfotos sieht, die in deiner Freizeit entstanden sind?
  • Warum darf deine Versicherung nicht erfahren, ob du rauchst?
  • Wieso dürfen deine Kollegen nicht mitbekommen, dass du regelmäßig zum Psychotherapeuten gehst?

Wäre eine Welt nicht besser, in der wir uns Fehler erlauben können? In der Lebensläufe nicht immer glattgebügelt und lückenlos sein müssen, damit man einen Job bekommt? In der es selbstverständlich ist, dass niemand von uns perfekt ist?

Wir tun im Moment so, als müssten wir lediglich dafür sorgen, dass unsere Unvollkommenheiten niemandem bekannt werden, und schon ist alles prima geregelt. Hauptsache, die Fassade stimmt.

Julia Schramm hat lediglich gesagt, dass die Denkweise, Perfektion durch Datenschutz vorzutäuschen, zu kurz greift. Dass wir für eine andere Welt kämpfen sollten. Da gebe ich ihr uneingeschränkt Recht.

Ihr Fehler war nur, es viel zu aufgebläht zu formulieren.

72 Kommentare

  1. Moin!

    Ja, dieser Text von Julia ist in der Tat sehr krumm zu lesen. Vielleicht ist sie so ein bisschen selbstverliebt in ihre Worte – und hat vergessen, dass ihre erwünschte Zielgruppe sie auch verstehen soll.

    Michael

  2. Danke fuer deine Erklaerung und deine Hilfe beim lesen.

    Ich bin geneigt dir recht zu geben.

  3. Ja, eine Welt wäre mit Sicherheit besser, in der wir keine Angst haben müssten, dass der Besitz unserer privaten Daten keine Gefahr für uns selbst darstellte. Aber leider ist das schöne Utopie. Sozusagen postprivates Hippietum.

    Ja, lasst uns für eine bessere Welt streiten. Ich bin auch für Friede, Freude und Eierkuchen. Bis wir aber diese letzten bösen Arschkrampen beseitigt haben die uns das Leben schwer machen, sobald sie etwas über uns wissen, streite ich lieber weiter für mehr Datenschutz.

  4. Hallo Lars,

    Geschwurbel und Geisteswissenschaftlersprech hin oder her. Das rechtfertigt nicht Beleidigungen. Der einzige Fehler von Julia war vielleicht, sich trotz besseren Wissens noch immer mit den Piraten auseinander zu setzen.

    Gruß,

    Christopher

  5. Dies greift aus zwei Gründen zu kurz:

    (a) Relativiert es die unsägliche pubertäre Pöbelei einiger Piraten. Leider war das hier keine Ausnahme.

    (b) Entschuldigt das in den Raum stellen einer beliebig weit herbeigeträumten Utopie (hier: bessere Menschen werden bekannte Schwächen anderer nicht mehr zur Machtausübung über diese missbrauchen) *nicht* von der Anforderung, dass Forderungen (hier: de-Priorisierung des Datenschutzes) in der realen Welt heutiger Erwachsener realistisch erscheinen müssen, so sie ernstgenommen werden wollen.

  6. „Wissen ist Macht“.
    Eine Welt, in der jede(r) vieles bis alles über jede(n) weiß, es aber nicht gegen sie/ihn verwenden kann beziehungsweise es nicht zu ihrem/seinem Vorteil verwenden kann, existiert nicht. Ihre Erschaffung wäre nichts geringeres als die Realisierung einer Utopie.

  7. @Christopher Lauer: Du hast völlig Recht.

    Ich weigere mich aber, solchen Vollhonks, die glauben, Argumente durch Sexismus ersetzen zu können, mehr Aufmerksamkeit zuzugestehen, als sie verdienen.

    Deshalb nimmt dieser sehr beschämende Aspekt hier nicht so viel Raum ein, in der Hoffnung, dass es sich dabei um eine lautstarke Minderheit handelt.

  8. Habe ich nicht geschrieben, dass es auch doofe Datenschützer gibt? :) Mein Artikel scheint weniger aufmerksam gelesen worden zu sein als ich umgekehrt gelesen habe.

    Ansonsten sehe ich auch hier in diesem Beitrag wieder nur den Versuch, den „ewig gestrigen Orthodoxen“ aufzuzeigen, dass sie das alles nur nicht verstehen.

    Dabei entstehen wieder neue Verschwurbelungen. Habe ich mich irgendwo wegen der berühmten Partyfotos aufgeregt ? Ich sage bestenfalls, überlegt Euch, was ihr ins Netz stellt. Dieser Punkt verliert aber schon deshalb an Bedeutung, weil es auch von Personalchefs irgendwann Jugendfotos zu sehen geben wird. Wer will eigentlich den digitalen Radiergummi? Datenschützer oder eine Partei wie die CSU, die systematisch über Jahre hinweg eine Modernisierung des Datenschutzes verhindert hat?

    Spannender wird es bei der Frage mit den Therapeuten oder dem Rauchen. Julia und jede andere Person darf jeden Morgen ihre eigenen Krankenakten auf dem Marktplatz ausbreiten, Rolläden und Vorhänge an ihrem Schlafzimmer abmontieren, ihre Vorratsdaten bei der Polizeiwache abliefern und gerne auch qualmen. Interessiert mich alles nicht.

    Interessanter wird es mit der Macht am Raucherbeispiel, wenn das das eigtl. Problem sein soll: Wer Lungenkrebs hat, bekommt als Raucher i. d. R. keine Entschädigung von der Berufsgenossenschaft, selbst wenn er in der Gießerei an einem Schmutzarbeitsplatz arbeitete. Wie wollen wir mit dem Wissen also jetzt verfahren? Die BG muss jeden mit Lungenkrebs finanzieren, weil wir ihr die Macht nehmen, ihr Wissen einzusetzen? Wie realistisch ist das denn?

    Es geht um etwas völlig anderes: Es geht darum, mein Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung zu gewährleisten. Und das hat nichts, aber auch gar nichts, mit „Fassade“ zu tun. Dass es keine 100%ige Sicherheit gibt, wissen Datenschützer und halten es den Schilys und Friedrichs auch seit Jahren entgegen. Aber MEINE Privacy bestmöglich zu schützen, wenn ICH es will, das ist mein politischer Anspruch. Und der ist eben nicht 80iger.

  9. @tauss: Irgendeine Bezeichnung musste ich finden, und „Aluhüte“ finde ich noch respektloser.

    Habe ich mich irgendwo wegen der berühmten Partyfotos aufgeregt ?

    Es waren Beispiele. Mir war so, als hätte ich das erwähnt.

    Die BG muss jeden mit Lungenkrebs finanzieren, weil wir ihr die Macht nehmen, ihr Wissen einzusetzen? Wie realistisch ist das denn?

    Hervorragendes Beispiel!

    Du sagst, die Berufsgenossenschaft soll nicht wissen, dass der an Lungenkrebs erkrankte Gießer geraucht hat. (Oder?)

    Die Spackeria sagt (glaube ich, ansonsten sage ich das halt): Das ist vorgeschoben, wir wollen, dass niemand mehr einen Beruf ausüben muss, von dem man Lungenkrebs bekommt.

    Du sollst selbstverständlich weiterhin deine informationelle Selbstbestimmung bewahren und dafür kämpfen dürfen.

    Aber es ist doch nicht so abwegig, sich vorzustellen, dass es andere gibt, die – vielleicht auch gerade wegen ihres geringeren Alters – sich eine Welt denken können, die einen Schritt weiter geht, oder?

    Und ob man das nun „bedingungsloses Grundeinkommen“ nennt oder „Recht auf sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe“, ist mir persönlich erstmal egal. Ich finde Utopien wichtig – auch in der Piratenpartei.

  10. @tauss Der ‚Erfinder‘ des Begriffes „informationelle Selbstbestimmung“ weist schon seit Jahren daraufhin, dass die unsägliche Verknüpfung mit überzogenem Persönlichkeitsrecht die gesamte Idee des Datenschutzes ad absurdum führt. Der „privacy“-Wahn in Deutschland ist so in einer aufgeklärten Informationsgesellschaft keine Option, die zukunftsorientierte Handlungswege öffnet.

    @Dennis und andere Interessant zu sehen, wie ihr das Wort „Utopie“ einsetzt, um euch Gedankengänge zu verbieten. Solange ihr eure Energie auf eine Verbotsorientierte Datenschutzreligion verwendet, werdet ihr nicht an einer das positive fordernden Gesellschaft arbeiten. Mit anderen Worten, ihr lasst euch vom negativen Handeln anderer eure Lebensumstände diktieren. Eure geistige Unfreiheit, erkennbar an reflexartigen „Utopie“ und „Hippie“-Gebrüll, ist es, die Julia als erstes mal kritisch hinterfragen wollte. Aber sie vergisst eben, dass große Teile Nerdistans merkbefreit sind, eben wie es sich für Fanatiker gehört.

  11. Danke für die Erläuterung. Tauss Eintrag hat mich auch irritiert, ohne sicher zu sein, ob er oder ich mich irre.
    Es geht m.E. nicht nur darum, wie Informationen zum Nachteil anderer genutzt werden können und einer entsprechenden Kultur des Verzeihens und des sicher locker-machens.
    Ich finde Menschen sollen und müssen in sozialen Kontexten agieren können unbelaset durch sehr pivate Informationen. Es ist doch nicht so leicht unbefangen mit Menschen umzugehen, die traumatisches erlebt haben. Darunter leiden in der Regel beide Seiten.
    Und ich möchte Menschen die Einmöglichkeit einräumen immer wieder neu anfangen zu können, etwas hinter sich zu lassen. Deswegen bin auch für den digitalen Radiergummi.

  12. @Lars Reineke:

    Ich wäre der letzte, der sich trotz hohen Alters gegen „Neues“ stemmt ;) Wer mich kennt, kann das bestätigen. Viele meiner Altersgenossen und Gewerkschaftskollegen werten dass gelegentlich sogar als „orientierungslos“. Alberm.

    Aber das „Neue“ muss dann auch begründet daher kommen. Ein monatelanges Gejammer mit dem Mäntelchen „Analyse“ genügt mir da nicht, wenn gleichzeitig gesagt wird, Privacy sei von Gestern.

    Ich sehe zudem, dass die Probleme des Datenschutzes dem Datenschutz und nicht den Verursachern der Probleme angehängt werden. Ärgerlich ist, dass sich sogar Herr Friedrich zwischenzeitlich der ARGUMENTE der Spackeria bedient, wie dies Constanze Kurz in Bonn beim PC11 eindrucksvoll dargestellt hat. Nichts davon kommt bei Julia Schramm selbstkritisch an. Dass Friedrich dies zu Unrecht tut, sei dahingestellt. Dass man aber nicht einmal zu Klarstellungen der durch sich selbst verursachten Missverständnisse bereit ist, sondern vielmehr immer wieder Öl in längst ausdiskutierte Feuer gießt, ist das eigentlich Ärgerliche.

  13. @Jens Best:

    Der Erfinder des Begriffs hat sich keinesfalls vom Begriff „informationelle Selbstbestimmung“ abgewandt ;)

    Eine aufgeklärte Informationsgesellschaft ist ohne „Privacy“ dessen ungeachtet nicht denkbar. Das BVerfG hat hierzu dankenswert klar auch klar ausgeführt, dass es bereits grundgesetzwidrig ist, wenn jemand sein Verhalten an möglicher Überwachung ausrichtet.

  14. @tauss Wo schreibe ich, dass Lutterbeck sich vom Begriff „informationelle Selbstbestimmung“ abgewandt hat? Sie lesen offensichtlich tatsächlich nur, was sie lesen wollen. Auf der Basis lasst sich schwer diskutieren.

    @all
    Die aktuelle Doktrin des Datenschutzes IST mittlerweile mehr Teil des Peoblems als der Lösung. Die Trennschärfe zwischen privat und öffentlich war immer eine Illusion, die nur Bestand hatte in einer unterentwickelten Informationskultur. Damit ist nur im ersten Schritt die Möglichkeit der Informationserlangung gemeint. Viel wesentlicher ist der Umgang mit Information – denn darin entsteht Kultur.

    Die Verteidiger eines paternalistischen Datenschutzprinzips stehen auf der gleichen kulturellen Stufe wie die Friedrichs dieser Welt. Auf dieser Ebene ist keine Lösung mehr zu finden die den revolutionären Entwicklungen der Informationsgesellschaft gerecht werden.
    Es sind Abwehrkämpfe einer vergangenen Zeit, die sich erbärmlich lange an uns festkrallt, damit bloß alles so bleibe wie es ist. (Schon mal gefragt, warum Panik-Constanze ausgerechnet in der FAZ schreibt?)

    Der Umgang mit unseren sozialen Daten kann nur mit einem anderen Anspruch an den Umgang miteinander eingelöst werden. Das ist eine der größten Herausforderungen des Informationszeitalters, des InterNets an die Menschen. Das gelebte Überdenken sozialer Normen ist hierfür gefragt, nicht das weiterer Überdehnen von Paragraphenwüsten.

  15. @Jens Best
    Der Kampf für eine bessere Gesellschaft in Ehren, aber bis das so weit ist, fahre ich mit einer aufmerksameren Betrachtung des Datenschutzes besser. Wir befinden uns nicht im Jahr 2363, als die Menscheit sich von Kriegen, Hunger und dem schnöden Mammon verabschiedet hatte und Captain Picard mit der neuen Enterprise loszog, das Weltall zu erkunden.

  16. das interessanteste an diesem post ist das er haar genau die selben fehler macht die er richtigerweise herausstellt.

    womit wir zu dem fehler in diesem blogpost kommen:

    als da wäre der titel und somit das ganze thema,
    DEN fehler macht nicht julia schramm, diese eine person, sondern verdammt viele um nicht zu sagen alle, inklusive des verfassers der sich durch den post auch noch selbst QED’t

    sweet sweet irony, nicht wahr? :3

  17. @Dennis: Du sagst also, dass sich gefälligst nicht wir, sondern unsere Kinder darum kümmern sollen, dass unsere Welt eine bessere wird. Oder deren Kinder. Oder wer? Warum nicht wir?

    Es wird ja nicht mal verlangt, dass Du selbst etwas dafür tun sollst. Du sollst ja nur andere machen lassen, ohne sie gleich als Hippies zu brandmarken.

    @ringo: Wenn Dir natürlich selbst dieser Artikel zu kompliziert ist, dann kann ich auch nicht helfen.

  18. @Dennis Danke Dennis Knake, nun habe ich also gelernt, wie man nichts inhaltlich sagt und gleichzeitig seine eigene Scifi-Kulturprägung als Entschuldigung benutzen kann, zeitgenössisch sein Denken dumpf zu halten. Wenn da mal der alte Roddenberry nicht im Grabe routiert.

  19. @Jens Best:

    Lieber Jens Best, habe auch schon mal was von Rhetorik 1 gehört: Nenne die Autorität und bringe sie mit Deinem eigenen Gedankengang in Verbindung. Und wer dann noch immer dumm nachhakt, ist eben ein Merkbefreiter . Suche dann nach Begriffen, um den Kontrahenten zu treffen. Wer für einen modernen Datenschutz eintritt, ist so für Paragraphenwüsten. Und wer dann noch für die FAZ schreibt, hat bewiesen, dass er , respektive in diesem Falle sie, auf der verkehrten kulturellen Stufe steht. So vertuscht man dann auch erfolgreich, dass man nichts, aber auch gar nichts, zum Thema beizutragen hat. Das ist dann mal wieder von it’s best. LG Jörg Tauss

    PS. Bei der Trennung von Öffentlich und Privat geht es um Öffentlich und Wirtschaft. Aber auch über solche Kleinigkeiten kann man ja „galant“ hinweggehen, wenn man sich als Teil „höherwertiger“ Informationskultur begreift.

  20. @Lars Reinicke. Nein das sage ich nicht. Ich sage nur, ich glaube nicht an Friede Freude Eierkuchen. Nicht so lange das aktuelle globale Wirtschaftssystem, manche nennen es auch „Turbokapitalismus“, unser Leben bestimmt. Es wird nicht besser, es wird schlimmer. Und in diesen Zeiten schütze ich meine Daten lieber so gut es geht und wünschte mir, die Politik würde mich dabei unterstützen, statt mich zu hintergehen. Und wenn ich schon gewisse bereiche nicht verstecken kann, dann will ich wenigstens immer noch Einblick darüber haben, wer was wo über mich speichert. Und wenn es nicht mehr geht, dann streue ich halt ein paar Fehler hinein. Sollen sie doch an ihrer Sammelwut ersticken.

  21. @tauss:
    Also es gibt hin und wieder FDP-PolitikerInnen, die sich auch der Argumente der Gewerkschaften bedienen, wenn es darum geht die Wirtschaft noch effizienter und profitabler zu machen. So kommen doch die neuen Freiheiten an Arbeitsplätzen mit Projektarbeit unter anderem aus den Forderungen der Gewerkschaften nach selbstbestimmtem Arbeiten. Eine nach wir vor richtige Forderung die, aber unter anderem zu Phänomenen wie Selbstausbeutung führt.
    Das Beispiel zeigt, dass es nicht nur in der Debatte und Daten(-schutz) immer die Möglichkeit gibt, dass (gute und schlechte) Argumente von Menschen aufgegriffen werden, die dem eigentlichen Ziel zuwider sind. Für solche Sachverhalte lassen sich bestimmt noch ein Paar mehr Beispiele finden.

    Die Frage die sich daran anschließt ist doch, wie auf solch einen Fall reagiert werden kann/muss. Was vollkommen unzureichend wäre, wäre wenn „die Spackeria“ sagen würde, dass sie sich mit allem geirrt hat, nur weil Friedrich sich einiger ihrer Argumente bedient. Alle am Diskurs beteiligten sollten sich vielleicht überlegen, warum er das tut und warum er möglicherweise damit Erfolg hat. Denn wenn er den mit diesen Argumenten hat, dann scheint an diesen Argumenten doch was dran zu sein.
    Am Nachdenken um die Frage wie dem Problem begegnet werden kann müssen sich dann aber auch alle „Seiten“ beteiligen. Und das in ein einer kooperativen Art und Weise, jenseits von „Ihr seid doch alt und deswegen für Datenschutz“ und „ihr seid gegen jeglichen Datenschutz und wollt mir meine Selbstbestimmung nehmen“. (Zugegeben etwas zugespitzt am Ende)

  22. @Jens Best
    Wenn Du mir was vorwerfen willst, dann bitte mangelnden Glauben an das Gute im Menschen. Gene Roddenberry hat sich das Gute gewünscht und in seinem Universum zum Ausdruck gebracht. Aber auch er muss wohl geahnt haben, dass es in der Realität nicht ganz so einfach wird. In Sci-Fi steckt halt auch immer noch das Fi…

    Bevor sich auf diesem Planeten was zum Guten ändert, wird es noch mindestens einmal richtig knallen. Sieben Milliaren Menschen zum Guten zu bekehren halte ich für aussichtslos.

  23. @tauss Ach Herr Tauss, schließen Sie doch nicht immer von sich auf andere.
    Ich sehe das weniger als eine rhetorische Schlacht als vielmehr als den Versuch sich aus teilweise liebgewonnnenen teilweise verrosteten Denkstrukturen zu lösen, um die Gegenwart anders zu gestalten.

    PS: Da sie offensichtlich nicht vorurteilsfrei lesen können, ist ihr verzweifelter Vorwurf der Inhaltslosigkeit geradezu mitleidserregend.
    Aber wie man ja die Tage lernt ist diese geifernde Art Andersdenkende zu diskreditieren nun auch bei der Partei Nerdistans angekommen. Ich gähne and rest my case.

  24. PS: Wie wäre es mal mit einem Selbsttest: Einfach mal eine Woche lang zu jedem Menschen ehrlich sein. Keine einzige Lüge. Keine Notlüge. Immer die offene, nackte Wahrheit. Das sagen, was man gerade denkt. Zu Freunden, Kollegen, Mama, Papa, Partnerin oder Partner…

    Man wird sich wundern, wie schnell man seine Freunde los ist, geschieden und im Job gehasst wird…

    Das ist auch eine Art Datenschutz… und er ist recht nützlich.

  25. @Jens Best:

    Wird immer dünner. Hätte ich nicht nachweisbar in den letzten Jahren GEGEN sich widersprechende und nicht handhabbare Datenschutzgesetze und für Reformen des bereichsspezifischen Datenschutzes gestritten, wäre mein Heiterkeitsausbruch jetzt weit geringer ausgefallen. Und Geifer kann man gerne durch Inhalt ersetzen. Bin gespannt.

    LG Jörg Tauss

  26. @Dennis
    Du hast dir deine Argumente gut zurecht gerückt. „Wenn dies“ und „Wenn das“ und überhaupt muss es mindestens noch einmal „richtig krachen“ bevor der Mensch ‚gut‘ wird. Den allmächtigen Turbokapitalismus wollen wir nicht vergessen, wenn wir uns Denkverbote auflegen. Man ist so was von beschäftigt dass allerallerschlechteste zu verhindern, da können Leute, die irgendwie mal anders an die Sache rangehen, ja nur Utopisten oder so sein.
    Okay, du bist frustriert von der Welt, das haben wir jetzt mitbekommen. Bleibt nur die Frage, warum es dir so wichtig ist, diese Frustration gegen Leute zuverteidigen, die ‚die Sache‘ eben einfach mal anders angehen wollen. Naja, das ist, für mich zumindest, eine Info über dich, die mich nichts angeht. Aber lass andere doch einfach mal in Ruhe mit deinen emotionalen Einwürfen, die dienen der Sache nämlich nicht. Julia ist ja nicht Bundeskanzlerin, es wird also so schnell nichts passieren, was deine (un)heile Welt des Bösen und des fernen Guten infragestellen wird.
    Die einen träumen eben mit Star Trek und andere arbeiten an zeitgenössischen Themen der Informationsgesellschaft.

  27. Ich denke es geht hier nicht so sehr um böse Menschen und Unternehmen, die meine Daten zu meinem Nachteil nutzen können. Das interessiert mich nicht sonderlich.
    Google+ trägt doch genau dem Umstand Rechnung, dass wir in unterschiedlichen sozialen Kontexten agieren (circles) die wir nicht alle mit den gleichen Informationen versorgen wollen. Sehr private Informationen stellen ja eine gewisse Nähe her, die man mit bestimmten Menschen nicht haben möchte. Einfach weil es den sozialen Kontext in dem man miteinander agiert unnötig belastet. Naja gut, ich gehe da natürlich stark von meinen eigenen Erfahrungswerten aus.

  28. ahh gut alles richtig gemacht und nicht dieser Partei beigetreten.

    Zuviele gute Idee gehen durch dieses sinnloses zerreden wieder den Bach runter und dass das Gesprächsklima eher in Richtung der dummen Mitglieder als in den vernünftigen Austausch von Meinungen driftet, lässt sich ja an den Beschuldigen und Aussagen der Mitglieder gegenüber einer ihrer Gesichter sehen.

    Leider kommt nur großes BlaBla aus der Partei, ich hoffe wenigstens einige von euch werden im Kollektiv mehr reißen als in der Partei, die hat in den letzten Jahren zu keinem entscheidenden Punkt Stellung bezogen.
    Das wir in dieser Art nicht weiter wirtschaften können, würden wohl 90% der Piraten bestätigen, diesen offensichtlichen Mangel an Einsicht in der Bevölkerung zu wecken, sehen sie aber nicht, da sie Angst vor sich selbst haben.

    Traurigste Partei Geschichte Deutschlands.

  29. @Jens Best
    Also emotional finde ich eher Deine Posts hier.

    Ist ja schön wenn man mal „von der anderen Seite“ an die Sache ran will, aber man kann nicht das Ende des Alphabets erreichen, wenn man die Buchstaben dazwischen überspringt.

    In Zeiten, in denen allein schon Versicherungen gerne unsere Gendaten hätten, um ihre Verträge anzupassen, ist Datenschutz wichtiger denn je.

    Und bevor wir uns Gedanken darüber machen, wie wir in einer Welt leben können, in der Datenschutz überflüssig wird, weil wir uns alle nichts böses mehr wollen, sollten wir uns erstmal daran machen, den Leuten beizubringen, wie sie aus dem Wust an Daten, der ihnen jetzt schon zur Verfügung steht, gefälligst keine falschen oder vorschnellen Rückschlüsse ziehen.

    Ich sag nur „No-Fly-Liste“, „Schufa“ oder was weiss ich was noch… aber nichtmal das gelingt. Solange Menschen mit Daten überhaupt nicht umgehen können, sollten sie auch nicht darüber verfügen und müssen wir darauf achten, dass sie nicht alles in die Hände kriegen, was in die Hände zu kriegen ist. Hier sollte man erstmal ansetzen. Und danach können wir uns über den netten Umgang miteinander unterhalten.

  30. @traurig:

    Zu keinem entscheidenden Punkt Stellung bezogen? Auf dem Mond gewesen oder wie? Und dann: Der Partei nicht beigetreten und nun von „WIR“ reden? Finde ich immer lustig. Habe das mal als „Zuschauerdemokratie“ bezeichnet. Leute, die von oben das Spiel betrachten und immer genau wissen wie es besser geht. Da sind mir streitende und fetzende Piraten wie Julia – mit Verlaub – unter dem Strich dann doch lieber.

  31. @Mithos: Mit welcher Begründung?
    Der Begriff „Utopie“ wird andauernd in einem negativen Kontext benutzt. Alle Ansätze, eine „bessere Welt“ zu schaffen, werden als utopisch und damit unrealistisch, sogar naiv abgetan.
    Nach einer Utopie streben, heißt zwar nicht, dass man sie erreicht, das würde schließlich einen unabänderlichen Zustand bedeuten. Trotzdem lassen sich dadurch Dinge verändern und verbessern.

  32. „Und während der Kontrollverlust in den Machtetagen dieser Welt (vom Bürger) begrüßt wird, man denke nur an Wikileaks, ist der persönliche Kontrollverlust hochgradig unangenehm und ruft den wehklagenden Chor der Datenschützer auf den Plan.“

    Hier konnte man schon aufhören zu lesen (was ich nicht tat). Wenn man also mehr Transparenz und Kontrollierbarkeit des Staates verlangt, um Korruption und Unrecht aufzudecken, soll man nicht „wehklagen“, wenn die eigene Privatsphäre jedem offen steht.
    Das ist frei von Logik, Realitätssinn und Sachverstand – aber in schicke Phrasen gepackt. Könnte von einem Politiker sein.

    Und jetzt jammert sie, und viele jammern mit. Warum? Sie stellt ihre politische Position in die Öffentlichkeit, trommelt und wirbelt, macht sich zu einer öffentlichen Person und wundert sich über Gegenwind.
    Natürlich fielen da dumme und unnötige Kommentare. Aber mit politischen Personen wird doch immer so umgegangen, von Guttenberg über Sarrazin bis Westerwelle.
    Das muss man nicht gut finden. Aber warum muss sie sich jetzt zum Opfer und andere zu Helden hochspielen.

    Manche Kommentare in ihrem Blog: „Ich kenne dich und die Geschichte nicht, stimme dir aber voll zu.“ Weiter müsste es heißen: „Ich schaue mir die Sache auch nicht von allen Seiten an und glaube deiner Geschichte blind und stelle mich schützend daneben.“

  33. @Dennis:

    Die Gendaten sind ein Super-Argument. Danke. Besser kann man’s nicht auf den Punkt bringen. Dessen ungeachtet verstehe ich nicht, was den guten Best heute reitet.

  34. Es wäre blauäugig, von einer Welt auszugehen, in der der Mensch dem anderen „nichts mehr böses“ will. Selbst dein Capt. Piccard weiss das.

    Dein Beispiel mit den Gendaten zeigt, dass du gefangen bist in deinen Befürchtungen und so natürlich nur ein „weniger Datenwissen“ fordern kannst. Es ist ein Trugschluss der Versicherungen Kausalitäten für Krankheiten aus Gendaten abzuleiten. Selbst Wahrscheinlichkeit von Krankheitsbildern sind so komplex, da sie sich aus unterschiedlichsten Faktoren zusammensetzen. Ergo würde ein Versuch allen Faktoren in Hinsicht auf ein Beitragsberechnungsmodell gerecht zu werden darin enden, dass der Betrag in einer Uberschaubaren Varianz nach einfacheren Regeln festgelegt wird.

    Daruberhinaus ist es natürlich sinnvoll den bisher als Marketingwort missbrauchten Begriff Gesundheitskasse ernstzunehmen. Also das Fördern von Gesundheit aufgrund besserer Informationslage in den Vordergrund zustellen.

    Soviel in aller Kürze mal zu einem Beispiel, das du anführst.

    Spannend finde ich deine Stelle „Solange Menschen mit Daten überhaupt nicht umgehen können“ – da ist doch ein spannender, von Beispielen losgelöster Ansatz. Wie gehen Menschen heute mit Information um? Individuell und gemeinsam? Wie wird mit Informationen in unterschiedlichsten sozialen Umgebungen umgegangen und warum ist das jeweils so? Dies wären erste Fragen, die sich um den tatsächlich möglichen Wandel durch die aktuelle Informationsrevolution kümmern würden.
    Dafür brauchte es keinen Entwurf eines neuen besseren Menschen (was ichpefsonlich als beängstigend empfinden würde), sondern eine klare Sicht auf unsere aktuelle Kultur und ihre neuen Gestaltungsmoglichkeiten.
    Das ist nicht von heute auf morgen möglich, das ist mir klar. Aber bis zum Star Trek Sanktnimmerleinstag zu warten, nur weil der Alltag so durchdrungen ist von ‚Schlechtem‘ – Nein. Die ganze Postprivacy-Kiste ist völlig falsch deklariert, hängt sicher damit zusammen, dass Provokation mehr Aufmerksamkeit erzeugt als notwendiges Philosophieren, verstanden als Nachdenken über die Kultur des Informationszeitalters. Aber genau das ist nötig, weil die bisherigen Ebenen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens den Möglichkeiten nicht gerecht werden. Wir haben mit dem Web eine neue Sphäre unseres Miteinanders geschaffen. Statt sie aus alter Wissenswarte zu regulieren, sollten wir ersteinmal ihr Potential gesamtgesellschaftlich erfassen.

  35. Letztes posting war @Dennis /// ggf. auch für andere interessant. Sorry für Unredigierte Kommentare,sitze im Zug und schreibe via Mobile.

  36. Naja, die Versicherungen mögen ja einem Trugschluss unterliegen. Den Schaden hätte ich dann als Versicherter aber trotzdem. Das genau meinte ich ja, wenn ich sagte, man muss erstmal lernen, mit Daten richtig umzugehen.

    Aber wenn man mit der „Postprivacy-Kiste“, wie Du sagst, die Menschen auch erreichen will, sollte man sich vielleicht auch ein bisschen weniger verklausuliert, ein bisschen weniger philosophisch/soziologisch/schöngeistig/wissenschaftlich und ein bisschen konkreter/plakativer aber nicht unbedingt provokativer ausdrücken.

    Mir fehlen da irgendwie noch die Antworten auf die Probleme, die es ja unbestreibar gibt, wenn zuviele Leute auf zuviele meiner Daten zugreifen können. Wie ich schon sagte.. …die Versicherungen mögen einem Trugschluss unterliegen. Den Schaden habe ich trotzdem…

    Sonst dauerts nachher noch länger als bis 2363…

  37. @Jens Best:

    Kann es sein, dass das mit dem REDIGIEREN nicht nur am Zug, sondern an der Tageslaune liegt? ;) Wir sind uns völlig einig, dass das Web 2.0 völlig neue Herausforderungen mit sich bringt, die man nicht sofort mit Paragraphen erschlagen kann und man die Chancen sehen muss. Wir waren uns in der Vergangenheit bezüglich Frau Aigner und der Verpixelung völlig einig. Und dennoch hat man das Gefühl, völlig unterschiedlichen verfeindeten Lagern anzugehören. Interessant. Warum eigentlich?

  38. Das mit den Gendaten ist in der Tat ein gutes Beispiel. Und es wird von Julia ja auch in ihrem Artikel angesprochen. Es zeigt nämlich, wie die eigentliche Lösung eines Problems aussehen könnte.

    Eine Krankenkasse für alle, die alle unter den gleichen Bedingungen und mit den gleichen Leistungen versichern muss. Dann ist es vollkommen egal, ob die Krankenkasse meine Gendaten hat oder nicht, sie kann die Daten schlicht und einfach nicht missbrauchen.

    Und es gibt noch einen weiteren Vorteil: Es gleichzeitig auch die Menschen, denen der Datenschutz alleine gar nichts geholfen hätte, weil ihre Krankheit oder Behinderung bereits offensichtlich ist.

  39. @Dennis
    Für auf Gendaten basierende Wahrscheinlichkeitsmodelle und deren Umsetzung in Versicherungs-Preislisten braucht es nur einen Gerichtsprozess, in dem die wissenschaftliche Ungenauigkeit dieses Denkmodells festgestellt wird. Deine Sorge hier ist eher einer das alte Datenschutz-Dogma sichernden Angst geschuldet als realer Gefahr.

    Die Komplexität des neuen Informationsalltages wird zu einer entspannteren Gesellschaft führen. Wir müssen uns nur dieser Herausforderung stellen und bereit sein für ihre gerechte Umsetzung auf dem Weg dahin politisch zu kämpfen.

  40. Also ich finde das mit dem Genpass und den Krankenkassen ein ganz schlechtes Beispiel.

    Welche Krankenkasse würde sich denn dafür interessieren? Doch nur eine, die ihre Beiträge risiko-abhängig erhebt, also eine private. Für die gesetzlichen, die ihren Beiträge einkommens-abhängig erheben ist das doch schnurzpiepegal, weil das Risiko solidarisch von allen Versicherten getragen wird. (Ja, da ist etwas vereinfacht, aber you got it)

    Der Spackeria-Turn, wenn ich das richtig verstanden habe, wäre jetzt zu sagen: Sollten wir nicht eher für die Abschaffung der privaten Krankenkassen eintreten und das solidarische Model Pflicht machen, sodass deine genetische Disposition genau nichts bedeutet? Weil eben selbst wenn das bekannt wird daraus kein Nachteil entsteht?

    Und das wäre ja sogar ein ganz konkretes politisches Projekt, jenseits von Utopia.

  41. Hey @Gerd, du scheinst ja Drupal-Zauberer zu sein. Die Piratenpartei bräuchte da etwas Aushilfe beim Aufsetzen der neuen Homepage von einem Drupal-Insider. Hast du nicht Zeit und Lust, da etwas zu unterstützen?

  42. @nineberry: Das war ich vielleicht mal, mittlerweile bin ich bei Drupal mehr oder weniger raus. Aber schick mir mal eine Nachricht über das Kontaktformular, dann kann ich mich umhören.

  43. einmal abgesehen davon, daß neophyten eh zur missionierung neigen undoft so etwas wie „netbolschewiken“ mit geradezu fundamentalistischen ideen die debatte bestimmen, für die die welt schwarz weiss ist („ich gut die anderen böse“) – nicht einmal bei den grünen in ihrer anfangsphase ging es so hasserfüllt rurbulent zu.

    man muss julias meinung nicht teilen, aber man könnte ihr als person doch mit einer gewissen freundlichkeit begegnen. diese verklemmt sexistischen anfeindungen sind jenseits dessen, was akzeptabel ist.

    ich tue mir sehr schwer mit einer generation junger männer, in der es eine definitiv zu hohe rate an unterbelichteten, verbal gewalttätigen maulaufreissern gibt, und frage mich worher das wohl kommt – kleine prinzen, die unfähig sind, es auszuhalten, daß ihnen die mama an der kasse kein mars kauft, obwohl sie toben?? zu viel zucker, zu viel ballerspiele, zu viel isolation? die unfähigkeit mit menschen im realen leben umzugehen?

    ich kann offen gesagt nur den kopf schütteln und denke, ihr werdet ne menge probleme mit dieser spezies an neanderthalern bekommen, die wird nämlich nicht erwachsen und mancher „pirat“ wird später mal ein islamophober hirni.

    was sind schon welche geworden? sag ich doch …

  44. @hinterwald:

    Hey, dein Kommentar ist jetzt aber auch recht sexistisch führt einen verallgemeinernden Rundumschlag aus, der der inhaltlichen Diskussion nichts nützt. Also bleiben lassen bitte.

  45. och Taussi, das ist aber süß,
    es tut mir Leid das Sie immer noch nicht verstanden haben das „wir“ Menschen eine Zivilisation sind und ich nicht von den Piraten gesprochen habe, dass sie aber gerne Zitate Sinn entfremden belegt dieser Artikel nur zu gut, daher nichts ungewöhnliches bei ihrer „Antwort“.

    Selbst der Eingriff der Staatsgewalt hat nicht verändert, okay vielleicht doch, die Piraten sind noch stiller geworden und beziehe erst recht keine Position, muss mir ja nur die letzten Nachrichten und die dazugehörigen „Kommentare“ durchlesen.

    Kurzes Geheule dass man nicht mit den Gegebenheiten zufrieden ist, mehr aber auch nicht.
    Das wir in einer Post-Wachstum-Gesellschaft ankommen müssen, akzeptieren wohl die meisten Piraten immer noch nicht, woraus vielleicht die „Warnung“ hervorgeht, dass sich Piraten „vorsichtig“ äussern sollen.

    Mal sehen ob „euer“ Bericht über den EPerso irgendwo auftaucht, oder wieder durch mangelnde Präsenz in 2 Tage im Netz-Wirr-Warr untergegangen ist, so wie viele weitere Forderungen.

    Ihr kommt einfach nicht auf eure erste Feststellung zurück, dieses politische System ist zum scheitern verurteilt, genauso wird es danach keine reine Partei-Struktur mehr geben.
    Eure Liquid hat es doch gezeigt, selbst mit dieser freien Meinungsäusserung und Wahlmöglichkeiten ist keine vernünftige Lösung für all die Probleme möglich.

    Daher sollten erst mal die Ursachen unserer menschlichen Krise gelöst werden, bevor wir an alle anderen Themen gehen, denn sonst wird es nur noch schlimmer auf einen gesunden Ast zu gelangen.

    Aber Nägel mit Köpfe machen ist nicht so das Ding der Piraten, lieber Wirr im Kreis laufen, statt dauerhaft auf die paar Grundsätzlichen Probleme aufmerksam zu machen. Wird das Thema Korruption und Monopole bzw die Finanzwirtschaft nicht dauerhaft beleuchtet braucht man sich nicht zu wundern, dass Deutschland euch nicht wählt.
    Ihr beschäftigt euch mit Problemen 2ter Klasse, die kaum Interesse in der Öffentlichkeit fordern, da die Probleme jedem denkenden Menschen klar ist, als wäre es eine Überraschung das der EPerso schlecht ist, oha ihr habt ein Welt-Rätsel gelöst.
    Klar danke, ihr liefert Fakten dazu, doch lasst ihr euch wieder bis nächste Woche weichspülen und das Thema hat sich mal wieder im Sand verlaufen, da dieses Thema NICHTS rein GAR NICHTS ändert.
    Dass das Thema aus der Korruption und dem Unvermögen unserer Politische Klasse resultieren spielen für euch keine Rolle bzw wird einfach ignoriert, denn sonst müsstet ihr euch ja endlich mit gescheiten Themen profilieren.

  46. @traurig:

    Wenn das alles so ist und Du im Besitz der reinen Wahrheit bis, will der süße nix verstehende Taussi natürlich nicht widersprechen. LG ;)

  47. @ NineBerry

    mag sein, daß du das für verallgemeinernd und einen rundumschlag hälst – ich halte es für das zentrale problem in der sache, in der es nicht um inhalte geht – jedenfalls nicht denen, die julia geifernd anfeinden. denen geht es um ihre narzistische störung und die ist nun mal, ob du das sehen möchtest oder nicht, das, was es unmöglich macht, eine meinung zu äußern: es wird nicht mehr zugehört, es wird nur noch selbstdargestellt. und im moment (nach ca 18 jahren im netz erlaube ich mir einfach mal diese feststellung) dominiert nun mal der autistische netbolschewik. differenzierungen, lesen oder zuhören sind aus der mode.

    aber egal: ich muss damit nicht mehr so lange leben wie ihr, nicht mein problem, wenn ihr in zukunft bei einem begriff wie „netiquette“ ins schwärmen über die gute alte zeit geratet, die – kann ich dir verraten – schon lange keine mehr ist.

  48. kleiner nachtritt: ich habe unlängst auf einem blog, auf dem der inhaber seine spende an seine eigene partei (piraten) bejubelte, einen kritischen post hinterlassen – der, weil er kritisch war, gelöscht wurde. könnte man, wenn man denkt, für einen akt der zensur und die unfähigkeit, sich der kritik zu stellen, halten.

    ich fordere seit einer woche, daß blogbetreiber rassistischen, islamophoben müll aus ihren leserbriefspalten löschen. das ist dann wahrscheinlich „zensur“.

    alles in allem – ich sehe keinen grund, die „piraten“ und ihr klientel für eine „hoffnung“ zu halten, ich kenne dummerweise anhänger, die sich IRL als kleine assis und diebgesindel entpuppen (meine tochter, die in einem haus mit ihm wohnte, könnte dir leidensgeschichten erzählen …)

    im grunde alles ein mangel an guter kinderstube.

  49. @Jens Best
    Nochmal kurz zu den Versicherungen.. ich hab das ja schon ähnlich eigenen Leib erlebt. Da war einer da wegen einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Die bekam ich aber nicht so, wie ich sie wollte. Und warum? Weil ich mal vor Jahren was mit dem Rücken hatte. Man braucht also nichtnal ’ne Gendatebank. Achso, und neben Rückenursachen haben sie auch gleich alles mögliche mit Augen ausgeschlossen. Ich hatte beim Gespräch ja ne Brille auf… ;)

    Naja.. nur ein Beispiel aus dem täglichen Leben…

  50. Natürlich hat sie im Grunde Recht, nur haben wir im Moment eben noch die Situation, dass diejenigen, die politisch und auch am Arbeitsmarkt die Zügel in der Hand halten, nicht an Julias Utopia interessiert sind. Auf dieses Utopia hinzuarbeiten, solange die Realität anders aussieht und den Datenschutz dabei als antikes Relikt ad acta zu legen, ist extrem naiv und gefährlich.

    Weiterhin geht es beim Datenschutz ja nicht nur darum, ein paar Partyfotos auf Facebook und co. zu schützen, sondern darum, den Regierungen dieser Welt nicht die Werkzeuge für eine totale Überwachung in die Hände zu geben. Denn so viel hat die Vergangenheit gezeigt, wenn eine Regierung Daten nutzen kann, um entweder Geld zu kassieren oder ihre Interessen durchzusetzen, werden sie genau das auch tun.

    Und das zu verhindern ist auch dann noch wichtig, wenn die Gesellschaft mal so weit ist, dass es kein Problem mehr ist, morgens in seiner eigenen Kotze aufzuwachen und das später öffentlich auf Google+ zu sehen.

  51. OK, Tauss hat das erste Zitat mißverstanden.
    Aber:
    Sein Verständis von
    “Datenschutz gilt immer noch als Ultima Ratio im Kampf dieser Spiegelung – bei gleichzeitiger Ignoranz gegenüber den wahren Problemen der Gesellschaft und zu Lasten einer freien Vernetzung und Kommunikation”
    ist völlig richtig. Schramm unterstellt hier, daß die, die für Datenschutz sind, die wahren Probleme der Gesellschaft ignorieren und eine freie Vernetzung und freie Kommunikation behindern.

    Völlig zu Recht kritisiert Tauss das als arrogant.

  52. @Martin Emmerich: Das sehe ich anders, insbesondere in Bezug auf „Überhaupt spiegelt das Web die unbequemen Wahrheiten über das Bestehende wider. Doch spiegelt es sie eben nur und produziert sie nicht.“

    Wer also Datenschutz als Ultima Ratio ansieht, bekämpft eben nur die Spiegelung und nicht das eigentliche Problem – ignoriert es daher.

    Schramm verallgemeinert hier natürlich, indem sie nicht angibt, bei wem der Datenschutz als Ultima Ratio gilt.

    Man könnte allerdings an dieser Stelle gegenüber Tauss sagen: Getroffene Hunde bellen.

  53. @Lars Reineke:
    Deine Interpretation steht aber nicht so da, insofern ist sie eine Interpretation.
    Schramms Formulierung ist schlecht, weil sie mehrdeutig bleibt.

    Ich finde: Datenschutz löst nicht „die wahren Probleme der Gesellschaft“, das ist richtig. Für solche halte ich Unterernährung, mangelnde Bildung etc.
    Aber er löst eine Menge von Problemen. Ihm das nicht-Lösen der „wahren Probleme“ vorzuwerfen, halte ich für Diffamierung.

  54. Ich frage mich, warum sie nicht schreibt „Ohne Datenschutz sind meine Existenz und meine Unabhängigkeit stark bedroht.“

    Ist es die Arroganz der Pseudointellektuellen, die meint, nur unverständlich wäre gut? Ich fürchte, so ist es.

  55. 1. Auch unter der Annahme einer utopischen Gesellschaft, die alle Fehler verzeiht, bleiben wir doch Menschen, die aus Informationen Schlussfolgerungen ziehen und danach handeln. Wir bleiben Menschen, mit Emotionen, die nicht immer total rational und sachlich mit Informationen umgehen können. Wir können nicht tun, als wüssten wir bestimmte Sachen nicht. Manchmal ist es einfach besser, wir wissen sie einfach wirklich nicht.

    Der pragmatische Amerikaner sagt „too much information“ wenn jemand sich anschickt etwas über sich zu verraten, was der Hörer nicht wissen will, der seine eigenen Schwächen kennt.

    2. Der Mensch hat eine begrenzte Verarbeitungskapazität, und es ist oft hilfreich, wenn man nur das für diese spezifische Kommunikation nötige Wissen hat und eben nicht sämtliche Informationen über die Vergangenheit einer Person. Es irritiert, wenn man mit einem Menschen politisch gut zusammenarbeitet und erfährt, dass der vor 20 Jahren Mitglied in einer inhaltlich anders orientierten Partei war. Es lenkt ab, wenn man mit einem Menschen anderen Geschlechts produktiv zusammenarbeiten will, der aber darauf besteht im Büro nackt herumzulaufen.

    Utopia hin oder her, der ideale Mensch existiert nicht und wird möglicherweise nie existieren.

    Deshalb brauchen wir die informationelle Selbstbestimmung, damit wir spezifisch denen die Informationen geben können, die sie brauchen.

    Datenschutz ist ein blöder Begriff. Datenschutz ist im Grunde nur ein Krücke, mit dem man Leitlinien geben will, wie die Gesellschaft mit Daten umgehen soll. Datenschutz soll auch dazu dienen, die informationelle Selbstbestimmung gegenüber denen durchzusetzen, die sie nicht von sich aus respektieren.

    3. Ja, man könnte sagen, wir brauchen Mord und Totschlag weder verbieten noch sanktionieren, weil wir eigentlich ja alle friedlich miteinander leben wollen. In einer idealen Gesellschaft würde das ganz toll funktionieren. Das hat aber anscheinend bisher nicht geklappt. Deswegen hat man gewisse Dinge verboten und sanktioniert sie. Damit kann man Mord und Totschlag nicht verhindern. Manche glauben sogar, dass Strafe grundsätzlich nicht funktioniert. Trotzdem ist es Menschen offenbar seit Jahrtausenden ein Bedürfnis, Mord und Totschlag zu verbieten und zu sanktionieren.

  56. Was will ich noch schreiben, was oben nicht gesagt wurde, aber kein ADD ME produzieren möchte?

    Man kann von einer idealen Welt träumen, in der der Schutz persönlicher Daten nicht notwendig ist, weil sich aus solchem Wissen keine Macht ableiten lässt.
    Da wir aber nicht im Paradies leben (wäre dort vermutlich auch recht langweilig, so ganz ohne Tratsch, Intrigen und anderem, was gern auch als Sozialkontrolle zusammengefasst wird), sind die aus dem Datenschutz erwachsenden Nachteile das kleinere Übel.
    Der Kommunismus wäre auch toll, wenn er denn nicht nur auf dem Papier funktionieren würde und in der Praxis ziemlich unschön daherkäme.

    Zurück zum referenzierten Text: Ob oder wie Frau Schramm ihre Thesen verbreitet und welches Echo sie damit ungewollt erntet oder voll absichtlich provoziert, das liegt im Auge des Betrachters. Freundliche Menschen werden sich an den Satz halten „unterstelle nie Vorsatz, wenn Dummheit ausreicht“.
    (Mal sehen, ob mich jetzt jemand in die Nähe von Leuten stellt, der Vergewaltigungsopfer eine Mitschuld zu unterstellen versucht. Ausreichend vergiftet ist das Diskussionsklima ja bereits.)

    Um banal zu schliessen:
    „Ich möchte eine Welt, in der ich aus einer Toilette trinken kann ohne Ausschlag zu kriegen. Ich möchte eine Welt, in der Pinguine ohne Aufnahmeprüfung Polizisten werden können.“

  57. Julia Schramm hat überhaupt keinen Fehler gemacht. Sie hat einen sehr sachlichen Artikel geschrieben und darin ihre Meinung geäußert. Dass die Menschen, die das nicht verstehen, keine andere Reaktion zeigen können, als zu shitstormen, liegt in der Natur der Sache. Sprich in der Natur ihrer Gehirnwindungen.

  58. META TOPIC

    (keine Debatte) + (kaum Kommentare) – (viel Diskussion) = eher Zeitverschwendung als Mehrwert

    Für die Zentralisten, Zensoren:
    Eigentlich müsste 90% der „Kommentare“ aus formalen Gründen wegmoderiert werden. Wo Kommentar drüber steht muss auch Kommentar drin sein!

    Für die Datenschützer:
    Jeder sollte erst einmal nachdenken bevor er posted und anderen Zeit mit schlechten/ unpassenden/ emotionalen/ selbstdarstellerischen „Argumenten die Zeit stiehlt.

    Für die Utopisten, Nach-Privaten, Wissenschaftsfiktionisten:
    Fangt an euch eine Welt vorzustellen in der akkurat debattiert wird und nicht sinnlos, endlos diskutiert wird. Dann haben wir eine Kultur in der alles Gute eintritt.

  59. Ohne die Kommentare vorher glesen zu haben:

    Um Datenschutz durchzusetzen gibt es ganz klare Möglichkeiten, das wird ja schließlich schon seit einiger Zeit diskutiert.

    Wenn alle Menschen „gut“ und wohlwollend sind, kann mit „belastenden“ Informationen über mich auch nichts mehr angestellt werden. Die Argumentation des Authors wäre mMn schlüssig, hätte er dafür eine Lösung geboten. Ansonsten ist es offensichtlich ziehmlich schwierig, die komplette Gesellschaft in diesen Zustand zu versetzen.
    Dann doch lieber Datenschutz…

  60. Wer leben in einer Welt – und das wird sich innerhalb überschaubarer Zeiträume auch nicht ändern lassen, in der Wissen Macht darstellt. Darüberhinaus ist die Natur des Menschen nun mal im Laufe der Evolution (durch was auch immer) dahin getrieben worden , dass ein Wesen dieser Gattung sehr geneigt ist, die Gelegenheit zur Ausnutzung von Macht zwecks Sicherung und Optimierung seiner eigenen Lebensbedingungen und die seiner Sippe und Nachkommen, auch auf Kosten anderer, nicht ungenutzt verstreichen zu lassen.
    Das zu verändern mag eine positive Vision sein, wird aber mit Sicherheit einige Jahrtausende bedürfen.
    Bis dahin benötigen wir Datenschutz, damit die Gelegenheiten Macht durch Wissen gegen den Einzelnen auszunutzen zumindest im Ansatz soweit wie möglich eingeschränkt bleiben.

  61. @Ein Mensch @Ralf Röhrig u.a.ä.

    Niemand aphostrophiert ein ideales Menschenbild, wenn er/sie die Grundlagen des aktuellen paternalistischen Datenschutz-Dogmas in Frage stellt.
    Das Unterstellen einer Utopie dient lediglich euer ansonsten schwachen Argumentation gegen ein Neudenken.

    Röhrig spricht mal ebenso lässig von „tausenden von Jahren“, was nichts weiter beweist als das er für sich denkt „Will ich nicht glauben, darf nicht sein“.
    Ein Mensch versucht es verständnisvoll naturalistisch und übersieht, weil es halt nicht reinpasst, dass die „Aufnahme- und Verarbeitungsfähigkeit von Information“ beim Menschen schon mehrfach wesentliche Entwicklungen vollzogen hat.

    Im Großen und Ganzen eine „weil nicht sein kann, was nicht sein darf“ Kommentierung, die langsam öde wird.

    Die Frage ist, ob ein anderes Informationsniveau kulturelle Veränderung heute und in den nächsten Jahren und Jahrzehnten bringen kann. Und das wäre tatsächlich ein spannender Piraten-Philosophie-Diskurs. Ob der wohl möglich ist?

  62. @Jens

    Ich vermisse bei Deiner Argumentation aber auch, wie Du denn die offensichtlichen Schwierigkeiten, die die anderen Poster hier doch klar nennen, überwinden willst. Du stellst Sie ja nur als Querköpfe dar, die sich eines anderen Denkens verweigern. Aber sie sehen imho die Realität wie sie ist. Verneinst Du denn diese Realität? Man muss sie doch ansprechen.

    Denk mal, eine Welt ohne Datenschutz. Das bedeutet auch, eine Welt ohne Wirtschaftsspionage, ohne Geheimdienste. Das bedeutet eine Welt in der alle Nationen friedvoll und vollkommen im Einklang miteinander auskommen. Das bedeutet ein vollkommen neues Wirtschaftssystem.

    Man ist doch kein Verweigerer, wenn man ganz nüchtern feststellt, dass es sowas in zig tausend Jahren Menschheitsgeschichte nie gegeben hat und es -gerade heute- wo wir doch so viele schwelende Konflikte basierend auf gegenseitiger Ausbeutung, Neid und Mißgunst haben, dies wohl kaum mit einer überschaubaren Post-Privacy Bewegung überwinden werden können.

    Und da kann der erste Schritt doch nicht sein zu sagen „Ich will dass ihr euch alle liebt, also zur Hölle mit dem Datenschutz“. Da werden andere kommen und sich ins Fäustchen lachen und sagen „Ja dann fang mal an“ und am Ende wirst Du gnadenlos abgezockt ob Deiner – sicherlich wünschenswerten – Ideen.

    Wir müssen erstmal an ganz anderen Punkten ansetzen. Unsere ganze Gesellschaft darf nicht mehr auf Gewinn- und Wachstumstreben ausgerichtet sein. Es fängt doch schon bei der Jugend an, die durchs Fernsehen und die etlichen Casting-Shows eingetrichtert bekommt, dass man sich im Leben per Ellenbogen durchsetzen muss und nur der erste Sieger ist und der Zweite schon ein Looser. Wir haben doch hier ganz andere gesellschaftliche Probleme. Erst wenn wir die in den Griff bekommen haben, können wir über Post-Privacy nachdenken. Aber doch nicht damit anfangen.

  63. @dennis
    @ToWhomItMayConcern

    Deine zuletztgenannten Punkte sind durchaus richtig. Für einen ganzheitlichen Politikwechsel braucht es die Förderung von und Forderung nach einer gemeinschaftsorientierten Gesellschaft, in der das Glück des Einzelnen nicht nur über die Vorstellung des Strebens nach dem eigenen Vorteil mit dem Wohl Aller verbunden ist. Was Jahrzehnten des neoliberalen Schleifens des Gemeinschaftswesens anrichten sehen wir aktuell u.a. in der globalen sogenannten Finanzkrise (die eine Schuldenkrise ist) und in den brennenden Straßen von London.

    Das sicherheits-orientierte Datenschutz-Dogma ist, wenn auch aus einer vermeintlichen Verteidigungs- und Schutzabsicht, Bestandteil derselben Systemdenke. Es ist, weil du ja SciFi-Vergleiche magst, der Beschützer des Matrix-Orakels. Ein Bestandteil des Kontrollplanes.

    Der Begriff der „informationellen Selbstbestimmung“ ist grundsätzlich gut, beschreibt er doch im Kern die Fähigkeit sich in einer vernetzten Informationsumgebung selbst freiheitlich zu definieren. Wendet man in allerdings im Rahmen einer paternalistischen Schutzdoktrin an, verliert er seinen Aufruf zur Selbstbestimmung und wird ein Element zur Verhandlung des eigenen Abhängigkeitsgrades.
    und sehr schnell wird dann daraus ein Serviceangebot im Bereich ‚Schutz der Privatsphäre‘. Festgelegt in Paragraphen, die lediglich dazu dienen, die vermeintlcihen Freiheiten einer Konsumwelt zu sichern.

    Die grundlegenden Möglichkeiten einer erweiterten Befähigung sich kulturell in einer mannigfaltigen freien Informationssphäre zu bewegen und das Miteinander durch sich wandelnde soziale Normen wachsen zu lassen , ist das eigentliche Bestreben der informationellen Selbstbestimmung freier Menschen. Aktuell werden aber die Vorstellungen soziokultureller Notwendigkeiten einer überkommenen Gesellschaftsform in diesen wunderbaren Begriff der iS gedrückt.

    Und ein wenig merkt man das auch in der geradezu abwertenden Fragerei, wenn es um „ein wenig mehr Empathie“ als gesellschaftliche Element des Wandels geht. „Friede, Freude, Eierkuchen“, „Homo homini lupus est“ – schön haben hier viele achso Systemunabhängige gelernt zu verdrängen, dass Kooperation ein ebenso evolutionsbestimmendes Element beim Menschen darstellt wie die Konkurrenz.

    Die Balance des Menschlichen zu finden und gleichzeitig die Offenheit neue erkenntnistheoretischen Modelle der Informationsverarbeitung zuzulassen, sind die abstrahierden Grundaufgabe der aktuellen Generationen.
    Konkret geht es um die Art, wie Welt begrifflich erfasst wird, erforscht wird und auf welche Art wir in der Welt handeln. Die Post-Privacy-Debatte, wenn man sie denn unbedingt so nennen will, ist eben nicht interessiert an konkreter Paragraphenreiterei, sondern erkennt den Begriff Datenschutz als Bestandteil eines Denkhemmenden (s. eure ganzen Abwehrkampf-Kommentare oben) Prozesses, der, trotz vermeintlich guter Schutzabsicht für das Individuum, die Unfreiheit und Ungerechtigkeit des vordigitalen Systems festigt statt überwindet.

  64. @Jens,
    Die Argumentationslinie ist aber schon etwas krude. Demanch sollte man zur Erhöhung der Verkehrssicherheit als erstes den Sicherheitsgurt, Fahrradhelme oder andere passiver sicherheitssysteme abschaffen.

    Wenn es um das derart fundamentale Mitwirken des Datenschutzes am System des Bösen geht, dann muss man in einem Atemzug aber neben dem Datenschutz konsequenterweise auch gleich die ärztliche sowie die anwaltliche Schweigepflicht und das Beichtgeheimnis in Zweifel ziehen. Soviel Glauben an das Gute im Menschen bringt aber nicht mal der Verein auf, der sseit 2000 Jahren für letzteres Verantwortlich zeichnet.
    Nicht einmal der Papst glaubt, dass Wisen über private Eigenheiten, sexuelle Vorlieben, Krankheitsgeschichte, genetische Disposition, ethnische Hintergründe, weltanschauliche Details oder juristische Verhandlungspositionen eines jeden Einzelnen etwas ist, was in irdischen Gefilden in aller Öffentlichkeit zu Markte getragen werden kann, ohne dass daraus jemandem ein Nachteil entsteht. Das sehen die in seinem Verein auch erst für die nächste Entwicklungstufe nach der irdischen Existenz vor, die wurde auf den Tag des jüngsten Gerichts terminiert. Dagegen bin ich mit meinen tausenden Jahren aber noch kulant – hoffe ich mal.

  65. @Ralf Röhrig

    Wir können das kurz machen.

    Ich sehe zwei Herausforderungen bei dir:

    Erstens – Akzeptiere, dass der Diskursteilnehmer dich schon beim ersten buntwortigen Versuch deine Meinung darzustellen prinzipiell verstanden hat und dir nicht aus Langeweile sondern wegen einer anderen Perspektive widerspricht.
    Zweitens – Lerne nicht nur das zu hören und zu lesen, was du willst, sondern was der andere sagt. Denke, öffne deine Perspektive, prüfe, stelle höfliche Nachfragen, denke nochmal, schlaf darüber, dann versuche zu antworten.
    Viel Glück dabei.

    PS: noch kürzer: Du bist voll mit Vorurteilen und halbgaren Überzeugungen. Langweile jemand anderen

  66. Jens Best, pardon, aber Dein Diskurs krankt u.a. daran, dass er im philosophischen Elfenbeinturm verbleibt. Er hilft dem Installateur, der Dir die Heizung setzt, mal rein gar nichts, geschweige denn, dass er jemals bei ihm ankommt oder verstanden wird. Und eine grundlegende Verbesserung erreichst Du nur mit allen, oder wenigstens moeglichst vielen. Und Du hast nur die Menschen, die sich ueberall um Dich herum befinden. Das sind selten genug philosophisch oder wissenschaftlich gebildete.

    Eine Vorstellung einer besseren Welt hat nur dann ueberhaupt einen Nutzen, wenn sie immer wieder mit der existierenden Realitaet und ihren Teilen der Machbarkeit darin abgeprueft wird. Das fehlt hier voellig.

    Zudem wird Datenschutz mit diesem isolierten Begriff als so riesiger negativer Popanz aufgebaut, der er nie war oder sein wird. Er ist in der existierenden Form nur eine Baustelle unter anderen, ganz konkreten und fuer viele auch bedeutenderen Problemen.

    Das existierende Machtgefaelle (das schon ursprueglich zwischen Eltern und Kindern, Menschen und Tieren usw. usw. vorhanden ist) hat sich auch in der Geschichte unter allen bisher erprobten Gesellschafts- und Wirtschaftsformen herausgebildet. Egal wie egalitaer man gestartet ist, Machteliten haben immer verstanden, sich durchzusetzen. Entwuerfe zu ueberlegen, wie das anders sein koennte, gibt es ebenso lang. Sie muessen aber die Pruefung an der Realitaet aushalten.

    Es waere daher von Dir zu wuenschen, nicht arrogant den anderen Mitdiskutanten lediglich Denkblockaden vorzuwerfen, sondern vielleicht zu akzeptieren, dass diese mit Lebenserfahrung einfach diesen Schritt der Realitaetspruefung weiter sind. Insofern begruesse ich die einsichtsvollen Kommentare von Dennis und Ralf Roehrig.

    (Ich muss irgendwie verrueckt sein, den gesamten Kommentarstrang zu verfolgen, kostbare Lebenszeit … dahin. ;) )

  67. @by:

    Ich könnte es mir einfach machen und sagen, dass diese Anmaßung, andere wären mit ihrer Lebenserfahrung und ihrer „Realitätsprüfung“ eben „weiter als ich, genau der Ausdruck von dem ist, was ich an Ralf kritisiert habe.

    Aber auf die Schnelle: Mach dir keine sorgen, die positive Umsetzung einer offenen digitalen Gesellschaft in Wissenschaft, wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft und dem achso alltäglichen Leben, ist mir bewusst und es gibt dutzende kleine und große Beispiele wie das Teilen von Daten zu einer kollaborativeren und zufriedeneren Gemeinschaft beträgt. Ich kann da ganze Seminare mit füllen.
    Hier ging es aber konkret um die, wenn man so will, philosophischen Grundlagen, der dann im Alltag ausgerollten Digitalen Gesellschaft.

    Ich werfe niemandem Denkblockaden vor. Ich lese und weise dann darauf hin, das dort mMn eine vorliegt. Wer nur liest, was er lesen will, kann an einem Diskurs nicht wirklich teilnehmen. Wer die Argumente des anderen nicht durchdringen will, sondern sich in der Pose der ewigen Wiederholung des bereits Konstertierten gefällt…..mit dem verschwende ich ungern Zeit.

  68. Lustiger Artikel. Das Mädel hat wohl recht, dass man gesellschaftlich umdenken sollte, aber das sind Träume. Ein solches Umdenken wird nie stattfinden, von daher ist der Datenschutz das Bollwerk um zu verhindern, dass Informationen missbraucht werden.

  69. „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“
    oder auch
    „Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu.“
    Das habe ich von meinen Eltern als Kind beigebracht bekommen. Eine sehr einfach geschriebene Regeln und nicht ganz so einfach zu leben. Sie macht mir jeden Tag Mühe aber ich denke jeden Tag daran und prüfe mich an ihr.
    Und jetzt frage ich Euch ganz einfach: wie oft pro Tag verstößt jeder Einzelne gegen diese Regel ?
    Ich würde mir wüschen das jeder einzelne Finanzbeamte und jeder Einzelne von uns seine kognitive Dissonanz wahr nimmt (erkennt) und daran arbeitet; sich an dieser einfachen Regel „Was Du nicht willst…“ wirklich, wirklich versuchen und an seinem Ego arbeitet. Dann klappt es unter anderem auch mit dem Datenschutz….

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