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Mail von der Deutschen Messe AG

Folgende Mail erreicht mich gerade von Hartwig von Saß, dem Leiter Kommunikation der Deutschen Messe AG, für die ich mich herzlich bedanke, und die ich hier gerne veröffentliche. Ein paar Fragen habe ich tatsächlich, aber dazu später ich habe sie hier gestellt.

Sehr geehrter Herr Reineke,

Ich habe heute morgen Ihren Blog-Beitrag (Es geht um diesen Artikel.) gelesen und wollte darauf direkt auf Ihrer Seite reagieren. Nach der ja teils kontroversen Diskussion haben Sie die Kommentar-Funktion abgeschaltet. Deshalb lassen Sie mich auf diesem Wege zu Ihrem Erlebnis Stellung nehmen. Zunächst einmal bedauere ich Ihr Erlebnis am Samstag und kann die Aufregung von Ihnen und Ihrer Frau verstehen.

Es handelt sich bei der Altersbeschränkung für den Eintritt der CeBIT aber keinesfalls um einen Akt der Willkür oder gar um einen Ausdruck von Kinderfeindlichkeit des Veranstalters.

Die Altersbeschränkung hat mehrere Gründe. Als Veranstalter tragen wir die Verantwortung für die Sicherheit auf dem Gelände. Das gilt für alle Menschen, die sich auf dem Gelände befinden, unabhängig von deren Alter. Die Gänge sind sehr voll an den Veranstaltungstagen, so dass wir die Sicherheit von Kindern unter 8 Jahren nicht garantieren können. Ältere Kinder gelangen nur in Begleitung Erwachsener auf das Gelände. Und gerade Kinderwagen sind in dem Gedränge einer sehr vollen Messehalle einer zusätzlichen Gefahr ausgesetzt. Hinzu kommt das Jugendschutzgesetz, deren Einhaltung wir auf dem Gelände als Veranstalter ebenfalls Rechnung tragen müssen.

Diese Altersbeschränkung gilt seit vielen Jahren. Auf den Tickets ist es auf der Rückseite deutlich vermerkt. Im Netz und auch in allen weiteren Kommunikationsmitteln weisen wir ausdrücklich darauf hin. Zudem haben wir meines Wissens von Seiten der Veranstalter den Samstag nicht ausdrücklich als „Familientag“ ausgewiesen. Ich räume ein, dass durch die Berichterstattung der Medien möglicherweise ein anderer Eindruck entstanden sein kann.

Das Angebot meiner Kollegin am Eingang war im Übrigen sehr ernst gemeint. Wir haben in unserer unternehmenseigenen Kindertagesstätte während unserer Veranstaltung die Möglichkeit, in begrenztem Umfang Kinder von Besuchern aufzunehmen und von qualifiziertem Fachpersonal betreuen zu lassen. Dieses Angebot wird auch immer wieder angenommen. Dabei stellen die Fachkräfte sicher, dass sie ständig in Kontakt mit den Eltern treten können, die sich dann ja auf dem Messegelände befinden und innerhalb weniger Minuten in der Kita sein können. Während des Streiks am Donnerstag, bei dem ja auch die Kitas betroffen waren, haben wir beispielsweise Kinder von Besuchern dort aufgenommen. Meine Kollegin am Counter hätte sich sicher gern für Sie erkundigt, ob es am Samstag noch Möglichkeiten der Betreuung auch Ihrer Tochter gegeben hätte.

Noch einfacher wäre eine kooperative Lösung gewesen, wenn Sie sich vorher telefonisch bei uns erkundigt hätten. Dann hätten wir Sie auf diese Option hinweisen können, oder aber Sie hätten entscheiden können, ob Sie die Reise zum Messegelände auf sich nehmen wollen.

Ich möchte noch einmal unterstreichen, dass ich Ihre Aufregung verstehen kann. Ich möchte aber gleichzeitig auch für Verständnis werben, dass wir als Veranstalter die Verantwortung für die Sicherheit auf dem Gelände haben und dabei alles daran setzen, Unfälle und damit Schäden für Leib und Leben zu vermeiden.

Ich würde mich freuen, wenn Sie sich bei mir telefonisch melden würden, sofern Sie noch Fragen haben.

Wenn Sie möchten, können Sie meine Mail auch gern als Kommentar auf Ihrem Blog veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen

Hartwig von Saß
Leiter Kommunikation / Head of Communications

Deutsche Messe AG