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Nie wieder CeBIT

Ich bin Systemadministrator, hauptberuflich. Seit nun fast 20 Jahren. Auf der CeBIT war ich zum ersten Mal vor einem Vierteljahrhundert. Ich war sicher schon mehr als ein Dutzend mal dort, davon bis auf eine Ausnahme jedesmal sogar ganz offiziell und dienstlich, mit Terminen, Visitenkarten und Reisekostenabrechnung. Man kann daher durchaus sagen, dass ich ein Fachbesucher bin. Oder besser: „war“. Denn ich werde diese Messe nicht mehr besuchen.

Wir waren heute etwa eine Stunde mit PKW und Bahn unterwegs, bis wir schließlich am Messeeingang ankamen. Wir, das sind meine Frau, meine 10 Monate alte Tochter in ihrem Kinderwagen und ich. Die Tickets hatten wir bereits von Geschäftspartnern erhalten.

Wir haben extra den Samstag gewählt, Familientag, da sind es die Aussteller gewohnt, dass viele Privatleute kommen und sich vor allem buntes Technikspielzeug anschauen wollen. Ich hatte keinen besonderen Plan, hatte mir nur kurz vorher ein paar interessante Stände herausgesucht, die ich mir vielleicht kurz angeschaut hätte, und dann wäre der Rest des Tages eher ein Familienausflug gewesen, vielleicht hätte die Kleine noch einen Luftballon bekommen, wir hätten noch einen Kaffee getrunken und uns wieder auf den Heimweg gemacht.

Doch dazu kam es nicht.

Am Eingang wurden wir von einem ungepflegten jungen Mann in einem schlecht sitzenden Anzug mit den Worten empfangen: „Tut mir leid, aber mit Kind können Sie nicht hinein.“

„Wieso?“

„Keine Kinder unter acht Jahren.“

„Die Kleine ist 10 Monate alt. Die kann nicht mal sitzen, geschweige denn, den Kinderwagen verlassen und über einen Stand rennen.“

„Ich habe die Regeln nicht gemacht.“

„Wo kann ich mich beschweren?“

Der Anzug zeigte auf einen Infostand mit der Aufschrift „Supervisor“.

Dort saß eine blonde, vielleicht 24 Jahre alte Mitarbeiterin, die auf meine Frage, warum meine Tochter nicht hineindürfe, antwortete: „Das steht so in den Regeln, keine Kinder unter acht.“

„Das ist keine Begründung.“

„Ich habe die Regeln schließlich nicht gemacht.“

„Und was sollen wir jetzt Ihrer Meinung nach machen?“

„Wir haben auch nebenan einen Kindergarten.“

„Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass ich meine nicht mal ein Jahr alte Tochter bei irgendwelchen fremden Messeangestellten lasse, oder?“

„Ich kann da auch nichts machen, ich habe die Regeln ja nicht gemacht.“

„Wir sind extra eine Stunde angereist, und jetzt dürfen wir nicht hinein, ja?“

Während mir bis hierhin noch nicht der Kragen platzte, tat er das allerdings, nachdem sie mir daraufhin nicht ohne Stolz antwortete: „Wir haben sogar schon Leute aus Pakistan und Indien zurückgeschickt, da wäre es doch ungerecht, wenn wir Sie jetzt reinlassen würden.“

„Wie bitte?“

„Außerdem ist das eine Fachmesse.“

„Ich bin Fachbesucher. Systemadministrator, genauer gesagt.“

„Aber Ihre Tochter nicht.“

„Wissen Sie eigentlich, dass Sie mit dieser Einstellung in Nazideutschland ganz prima Karriere gemacht hätten? Da hat auch nie einer die Regeln gemacht.“

Ich musste erstmal raus, sonst hätte ich diese debil grinsende Blondinenfresse auf links gezogen.

Danach gingen wir wieder in die Eingangshalle, um unsere Tochter erstmal zu füttern. In einer Sitzgruppe saßen bereits einige Leute.

Es stellte sich heraus, dass wir erwartungsgemäß nicht die einzigen waren, die abgewiesen wurden. Ein Bundeswehrsoldat durfte mit seiner Familie ebenfalls nicht hinein, und ich konnte mir gerade noch verkneifen, ihn zu fragen, ob er es nicht manchmal bereut, so ein Land auch noch verteidigen zu müssen.

Neben uns, auf der anderen Seite, saß vollkommen allein ein 14jähriger Junge aus Bremen, der leider im Gegensatz zu seinen Freunden ehrlich war und sein wahres Alter angegeben hatte. Er durfte nicht hinein. „Keine Jugendlichen unter 16 ohne Begleitung.“ Wieder eine Regel, die niemand gemacht hatte.

Der saß nun also ganz alleine in der Halle und wartete darauf, dass sein Vater ihn abholte. Aus Bremen.

So passte dann auch perfekt in dieses Gesamtkunstwerk deutscher Teilnahmslosigkeit, dass die Pickelgesichter, die auf dem Rückweg am Bahnhof Laatzen in ihren Bahnuniformen herumstanden, zum defekten Aufzug nur achselzuckend zu sagen hatten, dass wir mit unserem Kinderwagen doch außenrum gehen könnten, anstatt uns einfach mal mit dem Wagen die Treppe hinaufzuhelfen.

Dieselbe Sorte, die nachts Kinder aus dem Zug wirft, weil sie kein Ticket haben. Alles streng nach Vorschrift.

Demografischer Wandel? Jaja, dei Mudder.

Die Frau hat offenbar zu Hause auf das Kind aufzupassen, während der Mann mit all den anderen Businesskaspern auf die Messe gehen kann, um den gerade mal volljährig gewordenen Hostessen auf die Titten zu starren.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Am Arsch.

„Ja, in Dänemark und Schweden, da sind die Verhältnisse ja auch ganz anders, da sind die Leute ja auch viel kinderfreundlicher, so allgemein.“

Ja, verdammt, dann seid es hier doch einfach auch, ihr Arschlöcher! Vielleicht ändern sich dann hier auch die Verhältnisse.

Wir haben keinen demografischen Wandel, wir scheißen auf Familien mit Kindern und beklagen uns noch, dass es so wenige davon gibt. Wir leben in einem beschissenen, kinderfeindlichen Land, in dem alle Welt lautstark lamentiert, dass wir immer mehr alte Leute zu alimentieren hätten und wir Deutschen ja bald aussterben werden.

Hoffentlich kommt es so. Wir haben es nicht besser verdient.

Ich hoffe nur, dass ich noch miterlebe, wie vorher diese elende CeBIT den Bach runtergeht, damit ich nie wieder hören muss, wie unsere Kanzlerin diese Heuchlerveranstaltung auch noch mit blumigen Worten eröffnet. Scheiß auf die Rolle Deutschlands in Europa, lasst mal die Holländer ran, wird eh Zeit.

Update, 11.03.2012, 18:33

Ich habe gerade eine freundliche Mail von Herrn Hartwig von Saß, dem Leiter Kommunikation der Deutschen Messe AG erhalten.

62 Kommentare

  1. In den skandinavischen Ländern herrscht ja quasi ein sozialistisches Bildungs- und Erziehungssystem. Das wird man in (West)deutschland niemals durchgesetzt bekommen. Leider. Meine Mutter wurde in den 80ern noch wie ein Alien behandelt. Ein Frau mit Kind die arbeitet?!? Bis auf der Cebit Frau und Kind zugelassen wird, wird in Amerika eher eine linke, schwarze, lesbische Frau Präsidentin.

  2. Sinn der Regeln hin oder her: Das ist nicht erst seit 2012 so und wer sich nicht vorher informiert ist wirklich selbst schuld.

  3. Hallo Lars…hatte dir bereits getwittert, dass du von diesem, unseren kinderfeindlichen Land nichts Anderes erwarten kannst. Nicht nur, dass diese Republik kinderfeindlich ist…nee…sie besteht nun mal nach wie vor auch aus immens vielen hirnamputierten Ja-Sagern, die die Vorschriften nicht gemacht haben. Es hat auch niemand in meinem Umfeld die Merkel gewählt, frage mich also nach wie vor, wie diese Person an diese Position gekommen ist :-)
    nun…egal…meine Kinder sind jetzt 31 und 25 Jahre alt und es hat sich seit sie klein waren nichts geändert…im Gegenteil.
    Gruß Gaby

  4. Was für ein erbärmlicher Ausdruck von Ingnoranz, gepaart mit schulterzuckender Rückgrat- und Verantwortungslosigkeit des Personals.
    Schade daß der „Ausflug“ so in die Hose gegangen ist.
    Erfüllt dieses willkürliche Aussperren von bestimmten Altersgruppen nicht schon den Tatbestand der Altersdiskriminierung?

  5. Ich war heute auch auf der CeBIT, nur kurz, da ich erst um 14:30 dort ankam, aber beim SAP Stand habe ich ein Kind gesehen, das keine zwei Jahre alt und dort mit Lego gespielt hat…

    Kann nicht verstehen, warum die Leute hier so sind. Ich denke, da steckt aber auch sehr viel Willkür dern Leute mit „Macht“ hinter…

  6. Und der große Renner am Microsoft-Stand war laut Fernsehbericht die Spielplatzapp. Ja nee, ist klar …

  7. Da kriegt man allein vom Lesen nen Hals. Hoffen wir mal, dass Dein Artikel die große Runde macht…

    Obwohl die Antwort schon klar sein dürfte. Es tut den Kaspern von Organisatoren und Ausführern sicherlich gaanz aufrichtig leid.

  8. Das verhalten des Messepersonals ist eindeutig falsch. Was sollte aber der Spruch mit Nazideutschland? Wir heute alles mit einer 70 Jahre alten Vergangenheit verglichen? Bei allem Respekt, aber sie haben sich mit diesem Spruch auch nicht mit Ruhm bekleckert.

  9. Sorry, die Reaktion finde ich ehrlich übertrieben. Es gibt einfach Plätze, an denen Kinder nichts zu suchen haben und eine Messe gehört dazu.
    Für einen Familienausflug gibt es schönere Ziele und Kindern tut man mit einem Messebesuch auch nichts Gutes.
    Meine Güte- man muss doch Kinder nicht überall mitnehmen – wo ist das Problem?
    Ich finde die Regel völlig in Ordnung.

  10. Die von dir angesprochenen und kritisierten Regelungen stehen groß auf den E-Tickets. Besser gesagt 2 der 5 Regeln beziehen sich auf altersbezogenen Zutritt. Da sollte es einen nicht überraschen wenn man mit einem Kleinkind nicht rein darf.
    Dass sich das Personal vor Ort an die von der Messeleitung vergeben Regelungen hält kann auch niemanden überraschen oder erwartest du, dass diese ihren Job riskieren um hier eine Ausnahme zu machen.
    Die Nazi Keule auszupacken halte ich auch für extrem frech.

    Ich möchte bezweifeln, dass du die Regeln, die dein Chef für eure Firma erlassen hat für jeden dahergelaufen Troll übergehst, nur weil dieser diese nicht gelesen hat.

    Deine Empörung über ihr Kommentar mit den Besuchern aus „Pakistan und Indien“ die nicht reingelassen wurden erinnert mich etwas an Farm der Tiere. „Alle Tiere sind gleich“ Wenn alle Menschen gleich behandelt werden findet man das nur solange gut solange man gleicher behandelt wird.

    buliwyf

  11. Ja, das kenne ich nur zu gut. Ich habe auch mal als Informationselektroniker gearbeitet und bin jetzt Altenpfleger und meine Frau und ich merken mit unserem jetzt fast 2 Jahren alten Sohn immer wieder wie Kinderunfreundlich Deutschland im 21. Jahrhundert ist.
    Wir trauen uns teilweise gar nicht mehr auf bestimme Messen oder Veranstaltungen mit unserem Sohn da diese dort entweder nicht erwünscht oder erlaubt sind. Und falls doch, dann hat man in den schmalen Messegängen und Rolltreppen „Only for VIPS“ sowieso verloren. Nicht mal der vorhandene Wickelraum war z.B. bereits in einem Fall geöffnet mit dem Satz „Wer soll das dann wieder saubermachen…“!
    Und wenn man dann doch wie z.B. in der Frankfurter „MyZeil“, die zuerst vor kurzem komplett umgebaut wurde Aufzüge hat, dann sind es wie dort nur 2 Stück, und pro Aufzug passt max. ein Kinderwagen rein. Trotz Aufklebern an diesen 3qm Arrestzellen das man doch bitte Kinderwägen vorlassen soll stehen dort massig junge Menschen mit ihren ach doch so schweren Designshoptüten und lassen dich vor sondern quetschen sich in den Aufzug anstatt die riesigen Rolltreppen zu benutzen. Ja, laufen ist mit dem 2kg (Kunst)Goldschmuck sowie 5 Smartphones und 4kg Marken Hiphop Bekleidung schon sehr schwer…
    Und anstatt beim sanieren einen weiteren größeren Aufzug für Kinderwägen & Rollstühle zu bauen lieber diesen Platz pro Stockwerk für einen Nobelminishop reservieren in dem man mit dem Kinderwagen gar nicht rein kommt und auf den 100qm Ware verkauft wird für die wir Normalbürger min. 2 Monate durcharbeiten müssen.
    Ich könnte noch so einige Beispiele aus fast 2 Jahren Erfahrung nennen aber diese werdet Ihr sicher auch leider noch machen :(

    Alte Menschen sind übrigens auch nicht immer besser zu jungen Familien mit Kindern. Sogar als blöd und als Asozial wird man beschimpft weil das Kind irgendwas macht was es in den 40igern noch nicht machen hätte dürfen.
    Doch gerade wir bezahlen im Moment deren Rente und unsere Kinder werden das bei den derzeit jungen ungehobelten Erwachsenen genauso tun. Und zusätzlich denke ich mir als Altenpfleger bei solchen Senioren: Was wäre jetzt wenn ich so einen betreuen würde und ich würde mir erlauben diesen für irgendwas was mir nicht aus seiner Vergangenheit nicht gefällt bestrafen oder beschimpfen. Sofort hätte ich bestimmt meine Kündigung im Briefkasten…

    Jetzt habe ich mich aber genug über deinen Blogeintrag und meine Beispiele aufgeregt und wünsche dir und deiner Familie alles gute für die Zukunft.
    Gruß
    @Nerdpfleger

  12. also deinen Ärger verstehe ich durchaus. Aber keiner der Mitarbeiter kann über seinen Schatten springen. Wenn eine Anweisung da ist, muss die doch befolgt werden. Oder setzt du dich als admin über die Anweisungen deines Chefs hinweg? So was kostet im schlimmsten Fall den Job. Und den wollen wir doch alle behalten.
    Noch dazu war ich am Donnerstag auf der CeBIT. Total überlaufen, kein Platz. Und dann willst du mit einem Kinderwagen da durchpassen? Schwierig. Die Regeln sind klar einzusehen. Deine Argumentation könnte mann also in etwa so formulieren: „ja ich wusste, dass ich nicht zu schnell fahren durfte, Ich habe es trotzdem gemacht. Warum soll ich jetzt einen Strafzettel bezahlen?“ Die CEBIt wird nun einmal von jahr zu Jahr überlaufener. Da hat ein Familien-Samstag wahrscheinlich, LEIDER, keinen platz mehr. Und die Zeitspanne von 25 Jahren zeigt, dass die Relation fehlt. vor 25 Jahren war Die Welt noch ganz anders.
    Nix für ungut.

  13. Ich war auch heute auf der Cebit. Bei mir war es genau umgekehrt. War recht früh auf dem Messegelände (kurz nach 9 Uhr). Wollte am Eingang brav meine Karte zeigen aber niemand hat das in der Menge interessiert. Bin einfach rein, an allen vorbei und das wars. Ich sah noch hinter mir, wie bei einigen Leuten sogar die Rucksäcke durchsucht worden sind. An der ersten Halle passierte noch mal das Gleiche. Ich bin einfach rein und manche Leute mussten sich kontrollieren lassen.

    Du hast nicht viel verpasst. Einige Hallen waren fast menschenleer und andere waren so voll, dass nichts mehr ging. Niemand hat das interessiert. Dachte nur, wenn hier Panik ausbricht, dann wars das.

  14. Hallo Lars, ich kann zwar Deine Verärgerung sehr gut nachvollziehen.

    Jedoch finde ich, dass sich ein Vergleich mit Nazideutschland angesichts einer solchen eher Lappalie verbietet.

    Und ich verstehe auch ehrlich gesagt nicht, wie man auf die Idee kommen kann, sich mit einer zehn Monate alten Tochter in die Menschenmengen und den Lärm der CeBIT zu stürzen.

    Ich würde Dir in jedem Fall raten, einen Link auf diesen Blogpost an hartwig.vonsass@messe.de (Pressesprecher Deutsche Messe AG) und frank.poerschmann@messe.de (CeBIT-Chef) zu schicken. Vielleicht bewirkt das ja ein sinnvolles Umdenken bei den Herren — auch wenn Du das dann möglicherweise nicht mehr vor Ort miterlebst…

  15. Uns wurde mal der Zutritt zu einer Kinderveranstaltung verwehrt, zu der meine damals 2-jährige Tochter wollte, weil unser Sohn mit 10 Monaten „Die Veranstaltung stören könnte!“. Und es war keine Lesung oder ein Theaterstück, sondern eine Mitsing-Veranstaltung.

    Ja, es ist manchmal seltsam in diesem Land…

  16. ggrmdmfmodfwtf!!! Was für eine ernüchternde Erfahrung. Wenn ich so etwas lese, möchte ich laut und berserkernaft meine Wut rausschreien!
    Warum wird in unser Gesellschaft Arbeit und Familie so strikt getrennt?

  17. Hi Lars,

    ich kann Deinen Ärger verstehen, aber diese Ausdrucksweise ist trotzdem unnötig.

    Gruss Anja

  18. Wer bringt Eltern eigentlich immer auf diese – Verzeihung – selten dämliche Idee, Kleinkinder überall mit hinzuschleppen? Es gibt nunmal Orte, die sind nicht gut bzw. sogar schädlich für Kinder.

    Das Gegenstück wäre ja dann, das Kind auf die Großmesse mitzunehmen und sich dann aufzuregen, dass es wegen der Luft Kreislaufprobleme bekommt. Oder wenn Ihr nach 30 Minuten genervt seid, weil der Knirps bei dem Lärm nicht still ist und ständig weint.

    Dann sind auch wieder die anderen Schuld.

    Ich rege mich schon immer maßlos auf, wenn Leute ihr Kleinkind zum IKEA mitnehmen, wo sie mal eben stundenlang eine Küche planen.

  19. Also ich kann die Aufregung nicht so ganz verstehen. Ich bin selber Vater von zwei 19 Monate alten Kindern und mir wäre es im Traum nicht eingefallen meine Kinder mit zur Messe zu nehmen. Grade Samstags ist essehr voll viel Gedränge, vor allem beim Technikspielzeug. Zudem viel zu laut. Diese Masse an Eindrücken sollte man so jungen Kindern einfach ersparen…

    Recht gebe ich dir über die Art der Argumentation, das ist tatsächlich keine Art und Weise.

  20. @Anonymous: Wichtig ist nur, dass die Regeln eingehalten werden, ob sie sinnvoll sind: Egal, ne?

    @Marion: Wohin wir unser Kind mitnehmen möchten, geht genau 2 Leute etwas an, und du gehörst nicht dazu.

    @mike: Kannst du lesen? Ich schrieb „mehr als ein Dutzend mal, davon meistens dienstlich“. Nirgendwo steht, dass ich zuletzt vor 25 Jahren auf der CeBIT war.

    Und zum Nazi-Vergleich: Ich habe nicht die Situation mit Nazideutschland verglichen, sondern das ständige Wiederholen einer „Ich bin doch nur Befehlsempfänger, die Gesetze machen die da oben“-Floskel.

    Es ist mir scheißegal, ob die da was für können oder nicht. Wer sich hinter einen Tresen mit „Supervisor“ setzt, hat gefälligst solche saudämlichen Rechtfertigungsphrasen zu unterlassen.

  21. @Anja: Das ist mir egal.

    @NetzBlogR: Ist ja auch ein Skandal, wenn Leute ihre Kinder nicht einfach irgendwo abgeben, ne? Oder warum nicht einfach mal die ersten drei Lebensjahre komplett zu Hause bleiben? Ich bin durchaus in der Lage, zu erkennen, wenn meine Tochter unzufrieden ist, und dann das Gelände zu verlassen.

    @Tio: Ich wollte nicht zum Technikspielzeug, deswegen schrieb ich das da oben auch nicht hin. Und wenn ich gemerkt hätte, dass eine Halle für den Kinderwagen zu voll gewesen wäre, wäre ich halt nicht hineingegangen.

  22. Wow…Du hast ja eine Art mit Lesern umzugehen, die sich Zeit nehmen, Deinen Artikel zu lesen und ihn zu kommentieren…
    wenn ich das von Dir lese @Marion: Wohin wir unser Kind mitnehmen möchten, geht genau 2 Leute etwas an, und du gehörst nicht dazu.

    staune ich einigermaßen.

  23. Das nächste Mal fahrt ihr besser in einen Vergnügungspark.
    FamilienTag und so war irgendwann 2001 – das letzte Mal.
    Hast aber nix verpasst.
    MfG
    Jan

  24. @Marion: Ich bin für solche Ratschläge „Meine Güte- man muss doch Kinder nicht überall mitnehmen – wo ist das Problem?“ nunmal nicht sonderlich dankbar.

    Kommentier halt woanders.

    Ich nehme meine Tochter dorthin mit, wohin ich will, und zwar so lange, wie es ihr und mir gefällt.

  25. Mal ganz ehrlich. Mit einem 10Monate alten Kind geht man nicht auf die CeBit. Vor allem nicht an einem Samstag.
    An dem Tag würde ich als Erwachsener ja nicht hin gehen, weil man da von den ganzen Verrückten halb tot getrampelt wird.
    Wer will sich denn bitte mit einem Kinderwagen durch die Gänge quälen. Ständig wird der Wagen dabei angerempelt usw usf.
    Sicher ein toller Spaß für das Kind.

    Meine Meinung: Selbst Schuld. Das ist unverantwortlich. Das Verhalten der Messeleute spielt für mich da keine Rolle.

  26. Achtung, jetzt kommt ein Rant. Wer nicht gewillt ist meine ganz persönliche, subjektive Meinung zu lesen oder sich gar berufen fühlt den Regeladvokaten zu spielen, der lese JETZT nicht weiter!

    Ich verstehe Lars und ich kann seinen Unmut sehr gut verstehen. Zumal der Samstag als Familientag angepriesen wird. Familientag? Und dann können die Trottel der Organisation noch nicht mal dafür sorgen, das die Regeln klar und deutlich kommuniziert werden? Dann macht halt keinen Familientag, ihr Kasper.

    Ich bin 34 Jahre und arbeite seit 15 Jahren als Softwareentwickler und bis vor 3 Jahren regelmäßiger Gast der CeBIT als FACHBESUCHER gewesen. Jetzt mal drei Fakten zu meinen letzten 3 (2007-2009) CeBIT Besuchen:
    1. Softwareentwickler
    2. Fachbesucher
    3. keinen Anzug, keine Krawatte.

    Findet ihr den Fehler? Ja, genau. Ich trug keine Kasperuniform. Das Ergebnis war, das ich fast nie einen Ansprechpartner fand. Auch wenn ich Fragen zu bestimmten Produkten bzw. Lösungen hatte. Und falls sich doch mal jemand erbarmte mit mir zu sprechen, so hatte diese Person KEINE AHNUNG!

    Meine Fazit war und ist also, das die CeBIT keine Fachbesuchermesse (mehr) ist sondern ein Zusammenrotten von Businesskaspern die sich einfach gegenseitig auf die Schulter klopfen und erzählen wollen wie geil sie sind.

    Echte Fachbesucher sind doch dort gar nicht willkommen.

  27. Im Übrigen lösche ich hier bereits wieder eimerweise Trollpostings aus den Kommentaren, nicht, dass sich der eine oder andere wundert, warum er hier nicht erscheint.

  28. Wir haben selbt ein Kind was 3 Jahre ist und ich finde es richtig und wichtig es soweit möglich in unser Leben mit einzubeziehen, warum soll man in Dtl. sein Kind immer abgeben müssen? Ich denke als Eltern kann sehr wohl abschätzen was „richtig“ für ein Kind ist und so ein Technikmesse ist ja keine Sex- und Gewaltmesse, es geht da um Technik.
    Immer diese „Sagrotan“-Gesellschaft, alles desinfizieren und schön sauben und wenn die Kleinen dann mal „dreckig“ werden gibt es Allergien die ein Leben lang bleiben.

  29. Sorry, aber ganz ehrlich: Was für ein peinlicher Rant. Ich habe selber zwei Kinder (8 Monate und 2,5 Jahre) und bin mehrmals im Jahr beruflich auf Messen (z.B. Frankfurter Buchmesse). Ich würde nie auf die Idee kommen, meinen Kindern das Gedränge und den Messebesuchern den Kinderwagen zuzumuten. Was soll das überhaupt für ein toller Familienausflug sein, wenn Papa sich durch die Nerdmesse quält und die Family „darf mit“ und kriegt nen Luftballon? Für einen Familienausflug nimmt man sich frei und fährt in den Zoo oder an die See oder macht sonst was, wovon die Familie was hat. Und wenn Du meinst, ne Messe mit Millionen Besuchern und tausenden Ausstellern könne man organisieren, indem man jedem Kartenabreisser Ermessensspielraum gibt, dann bist du wirklich weltfremt. Oh wait, Systemadministrator… SCNR

  30. @Daniel: Wo steht geschrieben, dass meine Frau sich nicht für Technik interessiert? Ach so, in deinem Kopf. Na, dann lass es mal besser da drin.

  31. „Wohin wir unser Kind mitnehmen möchten, geht genau 2 Leute etwas an, und du gehörst nicht dazu.“

    Du hast da leider einen dritten Menschen vergessen: Deine Tochter.

  32. Ich möchte mich hier Marion und diversen anderen Postern anschließen. Was zum Geier willst Du mit einem 10 Monate altem Kind auf einer Messe, wo es a) laut, b) voller Menschen und c) laut und voller Menschen ist? Ich meine, ich bin ungefähr 40 mal so alt wie Deine Tochter, und ich kriege schon Kopfschmerzen beim Gedanken daran, einen Tag auf der CeBIT verbringen zu müssen.

    (Wenn Dir einige Antworten hier nicht passen, wäre es wohl besser, die Kommentarfunktion wieder zu deaktivieren.)

  33. „Wo steht geschrieben, dass meine Frau sich nicht für Technik interessiert?“

    Na, dann lies nochmal Deinen eigenen Beitrag.

    „Ich hatte keinen besonderen Plan, hatte mir nur kurz vorher ein paar interessante Stände herausgesucht, die ich mir vielleicht kurz angeschaut hätte, und dann wäre der Rest des Tages eher ein Familienausflug gewesen“

  34. @Daniel Wie Lars bereits sagte. Auch meine Frau ist technikbegeistert. Daher ist da schon ein gemeinsame Veranstaltung. Wenn Du eben alles ohne Deine Frau machst ist das Dein Problem. Und wie schon einer der Vorredner sagte: Es ist wichtig unsere Kinder in UNSER Leben einzubinden.

    Das heißt eben auch, die Kinder und Mutti nicht nur vor dem Fernseher zu parken und Papa fährt schön zu Buchmesse!

  35. Ich bin froh, durch einen Retweet hier her gestoßen zu sein. Furchtbar, was man sich nicht alles auf der Welt, nein, sogar im eigenen Land gefallen lassen muss. Von Regeln, die keiner gemacht hat.

  36. @Torsten: Sobald die Unzufriedenheit angezeigt hätte, wären wir halt wieder gegangen. Wo ist das Problem?

    @Matthias: s.o. (Und ich werde nicht die Entscheidung über meine Kommentarfunktion dem Verhalten von ein paar selbsternannten Jugendschutzexperten unterwerfen.)

    @Torsten: Entschuldige, dass ich die Pläne meiner Frau nicht detailliert aufgeführt habe, beim nächsten Mal denke ich dran, versprochen.

  37. Verständlich, die Aufregung.
    „Scheiß auf die Rolle Deutschlands in Europa, lasst mal die Holländer ran, wird eh Zeit.“
    Diesen Satz hätte ich gerne erklärt. Ich wohne nämlich seit einigen Jahren in Hol… den Niederlanden und frage mich, was kindertechnisch hier soviel besser sein soll.

  38. Lieber Lars,
    ich kenne dich nicht, aber du gibst hier eine völlig authentische Schilderung des alltäglichen Wahnsinns, der einen im Verhalten von Leuten begegnet, die Angst vor den Konsequenzen haben, wenn sie die von der Obrigkeit (=ihren Arbeitgebern) aufgestellten Regeln unterlaufen. Einfühlungsvermögen? Menschlichkeit? Fünfe gerade sein lassen? Den eigenen Spielraum für Entscheidungen ausdehnen? Lieber nicht, es könnte mich meinen Job kosten.
    In der konkreten Situation ärgert man sich natürlich über diese Leute, die auf die Einhaltung von Regeln dringen und gleichzeitig betonen, dass sie selbst diese Regeln nicht gemacht haben. Meistens sind diese Leute aber nur arme Würstchen.
    Wirklich schlimm sind jene, die von der willfährigen ängstlichen Fremdbestimmtheit dieser wurstigen Regel-Aufseher profitieren. DIE sollte man sich von den Türstehern und „Supervisoren“ geben lassen: „Das führt uns jetzt nicht weiter, holen sie bitte mal ihren Chef.“ Ich verwende hier absichtlich nicht das Binnen-I, weil es ja in unserer bundesdeutschen Wirtschaft nicht gar so viele weibliche Chefs gibt. Gäbe es mehr von solchen, wären ihre Untergebenen vielleicht nicht so extrem wurstig, vielleicht gäbs auch nicht so blöde Regeln wie „Keine Erwachsenen mit Kindern unter 8 auf der Cebit“, wer weiss, aber das ist Spekulation oder Hoffnung oder was noch alles.
    Herzliche Grüsse!

  39. @Barbara: Och, nur so, ich mag Holland und habe dort bisher zumindest eher den Eindruck gehabt, dass die dort wesentlich entspannter mit Kindern umgehen.

  40. Ganz grosse Zustimmung für Dich – wirklich. Das Einzige was sich mir nicht erschließt: Du wolltest wirklich Dein Baby stundenlang dem Lärm, geschubse und grellen Licht aussetzen?

  41. @CBra: „ein paar interessante Stände herausgesucht, die ich mir vielleicht kurz angeschaut hätte“

    Wie kommst du auf „stundenlang“?

    Und wieso kommt hier eigentlich keiner auf den naheliegenden Gedanken, dass ich in eine Halle, die offensichtlich zu laut für meine Kleine ist, GAR NICHT ERST HINEINGEGANGEN wäre?

    Drückt ihr euch alle immer nur vor den Soundkarten-Herstellern herum, oder was?

  42. Ein Problem ist, dass die Umsetzung von „halt wieder gehen“ eine Stunde in Anspruch nehmen kann und überfüllte Züge eine Rolle spielen. Sprich: wenn die Unzufriedenheit gezeigt wird, ist es längst zu spät. Ein anderes Problem ist, dass an jedem Ort plötzlich jemand anfangen kann in Düsenjet-Lautstärke ein dämliches Gewinnspiel anzupreisen. Die Unzufriedenheit ist garantiert.

    Und die Leute hier kennen halt nur die Geschichte, die Du erzählst. Wenn die das lesen, kannst Du es Ihnen nicht vorwerfen, welche Fehler Du gemacht hast.

    Was Du jetzt machen solltest: geh schlafen. Deine Tochter ist bald wieder wach. Und am Montag musst Du wieder arbeiten.

  43. Ich find’s interessant, dass du dich immer noch nicht geäußert hast zum wiederholten Hinweis, dass du das vorher hättest wissen können. Weil diese Regel in den öffentlichen Infos (und auf den Tickets?) steht, und zwar explizit FÜR DEN SAMSTAG. Weil die Organisatoren sicher mit Eltern wie dir gerechnet haben. (http://www.cebit.de/de/footer-navigation/informationen-zu-fachbesucher-und-e-tickets-sowie-zur-ticketregistrierung)

    Man kann sich über vieles in Deutschland aufregen, das kinderunfreundlich das. Aber bei der CeBIT anzufangen finde ich einfach lächerlich. Und dafür auch noch das Nazi- und das Vereinbarkeit-von-Familie-und-Beruf-Fass aufzumachen…

  44. Leute, ich finde es einfach doof, dem Lars hier vorzuschreiben, ob (s)ein Kind im Alter von 10 Monaten „messegeeignet“ ist oder nicht. Im Alter von 10 Monaten rennt ein Kind normalerweise noch nicht durch die Gegend und kann auch noch in fast jedem Umfeld schlafen…außerdem ist jedes Kind anders und wie es ist, das werden die Eltern wohl am ehesten einschätzen können. Mit meiner Tochter hätte ich das z.B. machen können…mit meinem Sohn eher nicht! Aber das war auch nicht das Thema. Ich denke, es geht hier um die Umgehensweise in unserem kinderfreundlichen Land. Ich finde es einfach eine Unverschämtheit, dass ein Kind in diesem Alter nicht mit den Eltern auf’s Messegelände darf, eine Betreuung von wildfremden Menschen aber pädagogisch nicht hinterfragt wird. Naja…und zur Ausdrucksweise von Lars…ich denke, er hat seine Wut gut formuliert und wer damit nicht umgehen kann, der sollte seine eigene „Ehrlichkeit“ einmal überprüfen…sorry, Lars, wenn ich das hier jetzt schreibe, ich hoffe, du verstehst das richtig…ich jedenfalls musste einige Male beim Lesen schmunzeln…warum, das behalte ich für mich…

  45. @Haggy:
    Ja, Papa fährt alleine zur Buchmesse. Wie du darauf kommst, dass Mutti und Kinder dann vor der Glotze sitzen, das ist wohl dein Geheimnis. Ich binde meine Kinder jedenfalls nicht in mein Berufsleben ein sondern führ mit ihnen ein gemeinsames Privatleben. Echt schön, sowas. Man muss sich halt Zeit dafür nehmen.

    Noch was: Weisst Du, was viele Menschen vom Kinderkriegen abhält? Sie haben Angst, so zu werden, wie diese Aggro-Eltern, die sich mit dem Kinderwagen überall durchholzen, ständig über Kinderfeindlichkeit jammern und jedem, der nicht kuscht, umgehend einen Nazivergleich an die Backe nageln (siehe oben).

    Und Kinderfeindlich ist dieses Land übrigens nicht. Aber sehr viele Leute sind aus gutem Grund Elternhasser.

  46. Wenn ich diesen ganzen Haß und dieses Gekotze auf alle und jeden lese, wird mir sehr klar, daß wir es hier nicht mit Kinder- sondern mit Menschenfeindlichkeit zu tun haben. Und zwar bei jedem von Euch.

  47. @André: Nehmen wir mal an, du willst dir eine DVD aus der Videothek ausleihen. In diese Videothek darf man aber erst ab 18. Du hast einen Säugling, den du nicht einfach abgeben kannst.

    Was machst du dann? Lässt du den im Auto? Weil er halt noch nicht 18 ist?

    Nein, du nimmst ihn selbstverständlich mit hinein und setzt dich über diese ungenau aufgestellte Regel hinweg.

    Weil du den Sinn der Regel verstanden hast: „Es sollen keine Kinder Gewaltvideos oder Pornos ausleihen.“

    In diesem Fall sagst du dir aber: „Meine Tochter ist 10 Monate alt, die kriegt beim Anblick einer blanken Brust höchstens Hunger.“

    Also nimmst du sie mit. Weil du die Regel liest und denkst: „Naja, es sollen halt keine Kinder über die mit wertvollen Gegenständen bestückten Stände rennen.“

    So einfach ist das.

  48. Ach ja, noch ein wichtiger Service-Hinweis:

    Wenn ihr außer

    • stand doch in den Regeln
    • ein Kind gehört nicht auf die CeBIT und
    • Nazivergleich!

    nichts neues beizutragen habt, spart euch die Zeit, ich schalte eure Kommentare ohnehin nicht frei.

    (Ihr könnt natürlich meine Arroganz beklagen, aber das hilft euch auch nicht.)

    Tja, fiese Regeln, aber da könnt ihr nichts machen. Die habe ich schließlich aufgestellt.

  49. @Anonymous: Man informiert sich nur, wenn man irgendwas der Art erwartet. Aber dieses Verbot ist einfach zu abwegig.

  50. @Marion: Muss man Kindern bei jedem Ausflug was Gutes tun? Vielleicht wollten beide Eltern auch einfach nur zur CeBIT und den kleinen Wurm nicht abgeben. Wo ist da das Problem?

  51. Lieber Lars,
    die Gesellschaft funktioniert bisher, weil sehr viele Kosten überhaupt nicht im BIP auftauchen.
    Es werden bisher erfolgreich die „geldlosen aka informellen“ Aufgaben und Pflichten ignoriert. Ich denke, es wird Zeit, dass die wirklichen Kosten unserem „Gesellschaftsmodells“ in Rechnung gestellt werden. Das wäre allerdings das Ende.
    Bessere Idee ist allerdings, dass Gesellschaftsmodell zu überdenken und den menschlichen und lebendigen Bedürfnissen anzupassen. Ja, ich l(i)ebe Utopien.

    Danke für Deinen erhellenden „Messebericht“.

    Alles Liebe

    Claudia

    PS: Ich habe diesen „Affentanz“ seit 20 Jahren mit meinen Schlittenhunden. Das endet regelmäßig im Hundesitter meines Vertrauens oder im Nichtbesuch der Messe. Ich dachte bisher, bei Kindern seien sie weiter…

  52. Lieber Lars,
    meine Güte. Da kommentieren Leute deinen Aufreger über die Cebit-Abfuhr mit dem allfälligen Hinweis darauf, dass sie die Nazi-Keule geschmacklos finden, dass du unverantwortlich deinem Kind gegenüber gewesen seist, dass du die Regeln doch vorher hättest wissen können usw.
    Sie bringen damit nichts anderes zum Ausdruck als jene Mentalität, über die du dich aufgeregt hast. Weshalb ich mich zu folgenden Statements versteigen möchte:
    1) Lieber ein paarmal zu oft die Nazikeule schwingen als zu selten: Leute, die sich da unangenehm berührt fühlen, wenn jemand (vorschnell oder nicht vorschnell) „Nazi!“ ruft, haben Dreck am Stecken.
    2) Sich DEUTLICHST pädagogische Einmischungen verbitten. Du musst nicht betonen, dass du es gut meinst mit deinem Kind. Wer dir das Gegenteil unterstellt: hat Dreck am Stecken.
    3) Wer Regeln gut findet, die ein Leben mit Kindern erschweren, hat den Dreck an seinem Stecken schon in der eigenen Kindheit verabreicht bekommen.

  53. Fakt 1: Wer sein Kind nicht mit zu einer Messe oder einer ähnlichen Veranstaltung nehmen will muss dies nicht tun.

    Fakt 2: Wenn die Eltern der Meinung sind, das sie ihr Kind mit zu einer Messe oder ähnlichen Veranstaltungen nehmen wollen, dann sollen sie es tun.

    Fakt 3: Die Entscheidung ob Fakt 1 richtiger ist als Fakt 2 trifft jeder Erziehungsberechtigte jeweils für sich selbst und nie für andere!

    Ein Kind gehört zu einer Familie und ich bin schon der Ansicht, dass man versuchen sollte, einen möglichst normalen Alltag zu gestalten. Ja, CeBit ist keine 4-Mann-Strickrunde, aber ich sehe keinen plausiblen Grund, warum man da kein Kind mit rein nehmen sollte. Wenn es dem Kind nicht passt, dann macht es sich schon bemerkbar und Eltern sehen/spüren auch, ob sich das Kind unwohl fühlt und können entsprechend agieren.

    Wenn die Kids alt genug sind ist der angebotene Kindergarten eine gute Möglichkeit. Sind sie so klein würde ich es auch nicht weggeben.

    Ich kann sowohl das Fazit als auch die Sichtweise von Lars verstehen. Einzig die Ausdrucksweise ist an einigen stellen zumindest diskussionswürdig.

    Und klar können die MAs nix für die Regelungen. Aber die Leute dann abblitzen zu lassen und dies noch mit so nem mAn dummen Spruch ist daneben. Dann muss man sich eben kümmern und jemanden ranschaffen der was zu sagen hat und darlegen kann warum das Kind eben nicht erwünscht ist. Das nennt man dann Service und zeigt dem Gegenüber auch, dass man ihn/sie ernst nimmt!

  54. Und wenn es diese ganzen Verbote nicht gäbe, würden wieder alle: „Warum denkt denn niemand an die Kinder“ schreien, wenn auch nur ein Kind Schaden nimmt, weil es keine Regelung gab…

  55. @Daniel Ganz genau, das bleibt mein Geheimnis. Meine Tochter wird in mein Berufsleben involviert und wird den Satz „Der Papa muss jetzt aber arbeiten“ nicht hören. Und Du bindest Deine Kinder in Dein Privatleben ein? Du meinst sicherlich das nicht vorhandene Privatleben eines Businesskaspers der mit einer Hand seiner Kinder schaukelt in der anderen Hand in seinen Blackberry schreit.

  56. @CBra: Leute, die wenigsten Stände und Hallen auf der CeBIT sind laut. Und in vielen Supermärkten herrscht am Samstag ein größeres Gedränge.

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