Ich habe gegen Bürgerversammlungen gestimmt
Lars Reineke am 23. Mai 2013
Am Mittwoch habe ich im Ausschuss für Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimaschutz einen Antrag auf Bürgerversammlungen abgelehnt.
Das ist für einen Piraten wohl nicht der Normalfall, daher will ich dazu ein wenig die Hintergründe verdeutlichen.
Vorausgegangen ist ein von allen Fraktionen einmütig gefasster Beschluss, in Hameln einzelne Einbahnstraßen probeweise für einen begrenzten Zeitraum umzudrehen, um andere Bereiche zu entlasten, die zur Zeit als Haupteinfahrtstraßen für bestimmte Wohngebiete herhalten müssen. Während der Probephase sollen Verkehrszählungen vorgenommen und im Anschluss analysiert und bewertet werden.
Nochmal zur Sicherheit:
Diese Maßnahme ist
- Konsens
- zeitlich begrenzt
- zur gleichmäßigen Verteilung des Verkehrs gedacht.
Die Mehrheitsgruppe aus CDU/Grüne hat nun einen Antrag gestellt, vor diesem Probelauf Anliegerversammlungen durchzuführen.
Daraufhin hat der Stadtbaurat meines Erachtens zu Recht argumentiert, dass man sowas zwar durchaus machen könne, die Stadtverwaltung jedoch mit mehr oder weniger leeren Händen – sprich: ohne konkrete Zahlen und Fakten – vor die Bürger treten müsse. Die Probemaßnahmen sind immerhin genau dafür gedacht, die Veränderung des Verkehrsflusses zu messen und den Verkehr konkret zu zählen.
Nun bin ich grundsätzlich als Pirat selbstverständlich ein Verfechter von frühzeitiger Bürgerbeteiligung. Ich halte jedoch nichts davon, lediglich auf der Basis diffuser Ängste und Emotionen Bürgerbeschwichtigungsveranstaltungen durchzuführen.
Ich habe mich daher der Argumentation der Verwaltung angeschlossen, mich dafür entschieden, erst Daten zu sammeln und dann eine Versammlung durchzuführen und habe daher den Antrag der Mehrheitsgruppe abgelehnt.
In meinem Redebeitrag im Ausschuss habe ich deutlich gemacht, dass ich eine Anliegerversammlung nach Erhebung konkreter Daten für sehr sinnvoll halte. Ich habe es leider versäumt, bereits in der Sitzung einen Änderungsantrag mit genau diesem Inhalt zu stellen. Die Reaktion der Mehrheitsgruppe darauf wäre sicher interessant gewesen. Den Antrag nicht sofort gestellt zu haben, diesen Vorwurf muss ich mir machen, mit mehr Erfahrung (ich bin erst seit knapp 3 Monaten Ratsherr) hätte ich diese Gelegenheit wahrscheinlich genutzt.
Die Anlieger der betroffenen Wohngebiete bitte ich um Sachlichkeit und Verständnis dafür, dass ich Bürgerversammlungen für gut und richtig halte, sofern sie auf belastbaren Informationen basieren, die allen Beteiligten zur Verfügung stehen.
Ich lehne sie jedoch ab, wenn politische Gruppierungen lediglich auf Grundlage unbestimmter Befürchtungen versuchen, ihre Wähler zu mobilisieren, um Stimmung zu machen.
Denn dann müssen eben diese Gruppierungen auch erklären, warum sie den Maßnahmen, die sie nun zu verhindern suchen, zuvor zugestimmt haben, aber jetzt mit dem Finger auf die Stadtverwaltung zeigen.
Lars Reineke am 10. Mai 2013
Alle drei bis vier Wochen gehe ich zum Friseur. Die Preise sind dort mit 20 Euro eher überdurchschnittlich, aber die Mitarbeiterin, die in etwa vier von fünf Fällen meine Haare schneidet, ist auch an stressigen Tagen freundlich, labert mir keine Kante ans Bein und war außerdem sehr hilfsbereit, als es darum ging, mir nach über 15 Jahren freiwilliger Glatze wieder eine Frisur zu verpassen.
Ein Haarschnitt inklusive Waschen dauert dort für mich nie länger als 15 Minuten, und ich lege jedes Mal 2 Euro Trinkgeld dazu, also die üblichen 10 Prozent, die ich immer gebe, wenn ich nicht sinnvoll aufrunden kann.
Bei Frauen dauert das Frisieren meist länger, die Preise sind jedoch geschlechtereinheitlich, so dass ich schätze, dass pro Stunde ca. 5 – 8 Euro an Trinkgeld zusammenkommt, so lange ständig Kundschaft im Laden ist. Viel mehr wird die Angestellte vermutlich netto auch nicht an Stundenlohn herausbekommen.
Da Trinkgeld nicht versteuert werden muss, verdoppele ich unter diesen Umständen mit nur 2 Euro pro Haarschnitt das Gehalt der Friseurin.
Und da wollen mir Leute erzählen, dass ein Mindestlohn von 8,50 Euro etliche Friseursalons in den Ruin treiben würde?
Lars Reineke am 24. April 2013
Gestern habe ich die sogenannte “Music Streaming”-Option bei T-Mobile gekündigt.
Bei dieser Option handelt es sich um einen Vertragszusatz, der es für 9,95 € T-Mobile-Kunden erlaubt, beliebig viel Musik mobil vom Streaming-Anbieter Spotify (und nur von diesem) abzuspielen, ohne dass diese Datenübertragung im Volumentarif als Verbrauch zu Buche schlägt.
Oder anders gesagt: Ich hatte damit nicht nur einen bezahlten Spotify-Premium-Account, sondern musste mir auch keine Gedanken darüber machen, ob das Streaming von Musik unterwegs irgendwann dazu führt, dass ich für den Rest des Monats mit einer gedrosselten Datenverbindung leben muss, wenn ich nicht draufzahlen will.
Bereits bei Einführung dieser Option gab es kritische Stimmen, die gewarnt hatten, dass dies ein erster Angriff auf die Netzneutralität sei, die im Wesentlichen besagt, dass der Internetprovider bei der Übertragung von Daten keinen Unterschied machen darf, um welche Daten es sich dabei handelt.
Ich habe diese Stimmen aus Bequemlichkeit und für meinen persönlichen Vorteil ignoriert. Immerhin war ich ja vorher bereits Spotify-Kunde und konnte so für denselben Betrag mehr Leistung erhalten.
Das war ein Fehler, wie sich nun herausgestellt hat.
Die Telekom will zukünftig das Verfahren, den Internetzugang ab einer gewissen Übertragungsmenge erheblich einzuschränken, auf Festnetz-DSL-Anschlüsse ausweiten und dabei ebenfalls am Prinzip festhalten, dabei bestimmte Dienste zu bevorzugen.
Faktisch kommt diese sogenannte “Drosselung” einer funktionalen Abschaltung des Internets für ganz normale Internetuser gleich, wie Sven Dietrich anschaulich auf seinem Blog erläutert.
Da mache ich nicht mit, und das werde ich daher auch nicht unterstützen. Ich werde also mein Geld zukünftig lieber direkt Spotify geben, auch wenn das bedeutet, dass ich mobil nicht mehr bedenkenlos Musik per Streaming hören kann.
Nun bin ich zwar Kunde bei Kabel Deutschland, aber zum einen ist mir dabei der Solidaritätsgedanke wichtiger, zum anderen ist zu befürchten, dass andere Internetprovider möglicherweise mitziehen werden.
Im September kann ich meinen T-Mobile-Vertrag verlängern. Sollte die Telekom bis dahin nicht von ihrem Vorhaben abgerückt sein, werde ich voraussichtlich nach und nach alle Mobilfunkverträge mit T-Mobile kündigen.
Privatnutzer? Go fuck yourself.
Lars Reineke am 23. April 2013
Und genau deswegen benutze ich privat kein Microsoft Office:
Lars Reineke am 10. April 2013
Ich muss das ausnutzen, solange ich noch angemessen wütend bin.
Eigentlich soll man ja nicht bloggen, wenn man sich ärgert, aber morgen habe ich mich möglicherweise schon wieder beruhigt, und genau das will ich diesmal nicht, ohne meinen Ärger hier hineingekippt zu haben.
Das ist jetzt der zweite Abend in dieser Woche, der mir dadurch versaut wurde, dass festgelegte Termine nicht eingehalten wurden.
Wobei der abgesagte Montagstermin noch nicht so gravierend war. Ich hatte geplant, mit Markus einen Podcast aufzunehmen, dem ging’s jedoch am Nachmittag nicht so besonders, und er hat mir immerhin 2 Stunden vorher abgesagt.
Damit kann ich leben, weil er mich zum einen rechtzeitig benachrichtigt hat, zum anderen, weil die Vorbereitung auf diesen Podcast nicht ganz so aufwändig ist. Wir sammeln von Episode zu Episode Themen zusammen, die dann bei der Aufnahme entweder noch aktuell genug sind, dass man sie ansprechen kann oder man lässt halt was weg.
Heute hingegen bin ich sauer.
Jemand ist auf mich zugekommen und wollte mit mir im Podcast über die PiratinnenKon sprechen, weil offenbar sein bereits angefangener Blogartikel darüber zu lang wurde. Da ich den Hashtag #PiratinnenKon aus Gründen gemutet hatte, musste ich mich erstmal in das Thema einlesen. Das ist mit Aufwand verbunden, weil ich nach Möglichkeit nicht nur eine Zusammenfassung davon lesen wollte, sondern auch verschiedene Artikel zum Thema. Die Sendung sollte schließlich nicht bereits nach 15 Minuten vorbei sein.
Um sicher zu gehen, dass ich den Aufwand nicht vergebens treibe, habe ich die Räumlichkeit reserviert, habe das heute um ca. 15:00 Uhr nochmal per Twitter-Directmessage durchgegeben und vom Gesprächspartner die Antwort erhalten, dass er bereits auf dem Weg nach Hameln sei. Dann sollte ja eigentlich nichts dazwischen kommen.
Ich habe also etwas früher Feierabend gemacht, bin nach Hause gefahren, habe noch ein wenig darüber gelesen, habe meine Podcastausrüstung (ein 4-HE-Rack, einen Rucksack und eine Tasche) gepackt, alles ins Auto geworfen, bin beim Supermarkt vorbei, um für jeden von uns noch eine Flasche Wasser zu kaufen und bin zum vereinbarten Treffpunkt gefahren.
Dort war niemand.
Also habe ich angerufen, immerhin hatten wir extra die Telefonnummern ausgetauscht, falls etwas schiefgehen sollte.
“Tut mir leid, ich habe total vergessen, dir bescheidzusagen.”
Ja, schönen Dank auch, Arschloch. Den gesamten Nachmittag twittern und alles mögliche andere organisieren konntest du aber offenbar.
Ich habe momentan an genau zwei Abenden in der Woche frei verfügbare Zeit, wobei ich bereits einen eigentlich regelmäßigen Termin mehrfach absagen musste, weil ich wegen meines Sitzes im Stadtrat nicht kommen konnte.
Wenn ich also die wenige Freizeit, die ich habe, dafür verplane, endlich mal wieder eine Podcastepisode aufzunehmen, dann erwarte ich von meinem Gesprächspartner ein Minimum an Respekt dafür. Und das bedeutet, wenigstens rechtzeitig abzusagen, um mir zumindest die theoretische Möglichkeit zu geben, etwas anderes zu unternehmen oder mich um Ersatz zu bemühen.
Bei Krankheit oder anderen nicht beeinflussbaren Hinderungsgründen kann jeder immer mit meinem Verständnis rechnen.
Wenn aber jemand ohne Absage eine Verabredung platzen lässt und / oder mir fadenscheinige Ausreden präsentiert, darf er sich meiner Verachtung sicher sein.
Eines steht jedenfalls fest: Der Vertrauensvorschuss der Person, die mich heute versetzt hat, ist aufgebraucht.
Wenn du dich jetzt angesprochen fühlst und nicht weißt, wie du dich verhalten sollst, hier ein Tipp für dich:
Broken-Windows-Theorie
Lars Reineke am 9. April 2013

Photo: CC BY-NC-ND by howzey
Wir waren noch im Dezember 2012 beim Notar und haben den Kaufvertrag eines Hauses unterzeichnet. Bis die jetzige Besitzerin ihren eigenen Umzug absolviert und das Haus verlassen hat, dauert es allerdings noch bis zum Sommer.
Seitdem wir wissen, dass wir vermutlich Mitte des Jahres ohnehin aus unserer Mietwohnung ausziehen werden, kann man bei uns sehr schön die sogenannte Broken-Windows-Theorie nachvollziehen. Diese besagt, dass es bei einem verlassenen Haus, bei dem eine Fensterscheibe zerbrochen ist, nicht mehr lange dauert, bis irgendwann auch alle anderen Scheiben zu Bruch gehen werden.
Eine dauerhaft zerbrochene Scheibe signalisiere offenbar der Umgebung, dass sich dort niemand daran stört, was dazu führe, dass Vandalismus und Kriminalität angezogen werden. Diese Theorie wird auch in der Softwareentwicklung, insbesondere im Buch “Der pragmatische Programmierer” erwähnt und besagt dort, dass man sich als Softwareentwickler auch um die kleinen Fehler im Programm kümmern sollte, damit sich Nachlässigkeiten nicht summieren und so zu einem unwartbaren Code führen.
Nun hat in unserer Wohnung zwar noch kein Vandalismus Einzug gehalten – also nicht mehr, als man ohnehin erwarten darf, wenn man mit einem fast 2-jährigen Kleinkind in einem Haushalt lebt.
Ein Handtuchhaken, der sich bereits vor Wochen gelöst hat, wurde jedoch irgendwann einfach nicht mehr neu befestigt.
Seitdem ist der Verfall praktisch nicht mehr aufzuhalten.
Mittlerweile hat sich schon die zweite Küchenschublade aus der Halterung gelöst, der Inhalt wurde einfach auf die übrigen Schränke verteilt. Jalousien, die wir vor ein paar Monaten gekauft haben, und die ich eigentlich längst hätte montieren sollen, stehen immer noch originalverpackt in der Ecke. Unsere Tochter Nele wird in dem Glauben aufwachsen, dass man ihren Namen “N LE” schreibt, weil das von der Kinderzimmertür abgefallene “E” nicht mehr neu befestigt wird. Von den Deckenleuchten funktionieren eigentlich nur noch die, die wir irgendwann mal durch LED-Lampen ersetzt haben.
Sobald irgendetwas kaputtgeht, hört man seit einiger Zeit immer häufiger den Satz: “Ach, das lohnt sich jetzt eh nicht mehr.”
Ich hoffe, dass sich der Umzug nicht verzögert, da ich befürchte, dass ich sonst eines Morgens fluchende Rapper von unserer Einfahrt vertreiben muss, die sich um ein brennendes Ölfass gruppiert haben.
IMAPFilter statt SaneBox
Lars Reineke am 8. April 2013
Wenn’s irgendwo was zu optimieren gibt, vor allem, wenn es sich dabei um die eigene Alltagsorganisation handelt, bin ich ja immer aufgeschlossen dafür. So auch, nachdem ich Johnnys Artikel über Sanebox und die Mailbox-App gelesen habe, und wenn’s funktioniert, bin ich auch bereit, den einen oder anderen Euro dafür auszugeben.
Mit Sanebox war ich allerdings nicht sonderlich zufrieden. Einerseits hatte ich mir von den “intelligenten Filtern” etwas mehr versprochen als einfach nur eine Blacklist von Absenderadressen, bei denen Mails in einen später zu lesenden Ordner einsortiert werden.
Außerdem nervte mich nach kurzer Zeit, dass mir mein iPhone den Eingang einer neuen Mail signalisierte, ich dann aber im Posteingang nichts gefunden hatte. (Obwohl das zugegebenermaßen nicht besonders schlau ist, sich den Eingang von Mail akustisch signalisieren zu lassen, wenn man eigentlich vorhatte, sich von eingehenden Mails nicht mehr so sehr belästigen zu lassen.)
So ganz war mir also der Unterschied zwischen dem von Google ohnehin angebotenen “sortierten Posteingang” und der Filterarbeit, die Sanebox leistet, nicht klar.
Da ich in meinen Mails häufig im Volltext suchen muss, fand ich leider auch die ansonsten ganz schicke Mailbox-App nicht sehr brauchbar.
Wirklich hilfreich waren hingegen die sowohl von Sanebox als auch von der Mailbox-App angebotenen Möglichkeiten, Mails erstmal auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Ein großer Anteil meiner Mails muss erst in ein paar Tagen beantwortet werden, so dass ich mich daran schnell gewöhnt habe, Konversationen erstmal in einen Ordner “Nächste Woche” zu verschieben, damit diese zur richtigen Zeit im Posteingang wieder auftauchen.
Dafür allerdings 6 Dollar im Monat zu bezahlen, erschien mir verhältnismäßig teuer, also habe ich mich mal nach Alternativen umgesehen, die ich eventuell selber zusammenklöppeln kann.
Und siehe da, es gibt eine, die ganz hervorragend funktioniert: IMAPFilter.
Dabei handelt es sich um ein kleines Stück Software, das man sich auf einem Linux-System installiert. (Soll aber wohl auch auf Mac OS X laufen.)
Mittels einer (bzw. in meinem Fall: mehreren) Konfigurationsdatei(en) gibt man dieser Software Regeln vor, nach denen sie in das eigene Postfach hineinschauen, Mails mit bestimmten Kriterien auswählen und damit dann irgendwas anstellen soll.
Also habe ich mir 4 Ordner in Google Mail1 eingerichtet, die Lösung funktioniert aber auch mit allen anderen Mailanbietern, sofern sie IMAP unterstützen:
- -1NextEvening
- -2NextDay
- -3NextWeek
- -4NextMonth
Will ich, dass eine Mail erstmal bis nächste Woche aus meinem Sichtfeld verschwindet, schiebe ich sie also nach “-3NextWeek”.
Die Namensgebung ist der Sortierung geschuldet. Warum Englisch? Keine Ahnung. Vermutlich, weil die meisten GTD-Leitfäden ohnehin auf Englisch sind und dann das gedankliche Umschalten nicht so schwer fällt. Ist aber auch nicht so wichtig.
Für jeden Ordner habe ich mir einen entsprechenden Cronjob eingerichtet, der IMAPFilter mit der jeweiligen Konfigurationsdatei aufruft und nachschaut, ob z.B. montagmorgens im Ordner “-3NextWeek” Mails liegen. Ist das der Fall, verschiebt IMAPFilter diese Mails in den Posteingang und setzt sie auf “ungelesen”. Es sind natürlich beliebige andere Suchfilter und viele weitere Aktionen möglich.
Das ist zum Beispiel die Konfigurationsdatei config_nextweek.lua:
options.timeout = 120
options.subscribe = true
account = IMAP {
server = 'imap.gmail.com',
username = 'emailadresse@googlemail.com',
password = '$voll$geheimes$passwort',
ssl = 'ssl3'
}
msgs = account['-3NextWeek']:select_all()
account['-3NextWeek']:unmark_seen(msgs)
account['-3NextWeek']:move_messages(account['INBOX'], msgs)
Das ist zwar mit etwas mehr Aufwand verbunden, dafür aber erstens unter eigener Kontrolle und zweitens wesentlich flexibler, weil ich so zum Beispiel auch nach Alter von Mails selektieren und Kriterien aufstellen kann, die lauten: “Guck im Ordner ‘-5SomeDay’ nach, ob dort eine Mail liegt, die mindestens 3 Monate alt ist”.
Da die ganzen Aktionen im Postfach selbst passieren, bin ich unabhängig vom Mailclient, solange er nur mit IMAP-Foldern umgehen kann.
Kombiniert man das ganze dann (etwa per IFTTT) noch mit einem ToDo-System wie beispielsweise Toodledo, das in der Lage ist, aus eingehenden Mails Aufgaben zu erstellen, dürfte sich zumindest bei der Taskverwaltung einiges automatisieren lassen.
Nur erledigen muss man seine Aufgaben wohl noch selbst.
- warum ich weiterhin bei GMail bin, ist eine andere Geschichte [←]
Der Kiffer ist zurück
Lars Reineke am 7. April 2013
Smartphone weg
Lars Reineke am 3. April 2013
Nein, nicht meins, zum Glück.
Mein Podcastpartner und Fernsaufkumpan Markus Becker hat sein Smartphone auf dem Hausflurbeton zerschellen lassen und muss jetzt eine Weile ohne auskommen.
Glücklicherweise schreibt er darüber, sehr lesenswert, wie ich finde.
4 webbasierte Alternativen zum Google Reader
Lars Reineke am 28. März 2013
Bekanntermaßen wird Google den Reader im Sommer abschalten; ich habe mir daher ein paar Alternativen angesehen, die ich an dieser Stelle mal vorstellen und bei denen ich jeweils auf einige Besonderheiten eingehen möchte.
Die wichtigste Anforderung an den RSS-Reader war, dass er webbasiert sein sollte. Alternativ wäre auch eine Synchronisation der bereits gelesenen Artikel in Ordnung gewesen, aber ich habe keinen für verschiedene Plattformen geeigneten Desktop Reader gefunden, der sowas angeboten hätte.
Außerdem musste ein Im- und Export der zu abonnierenden Feeds per OPML möglich sein. Ich habe ca. 120 Feeds abonniert, die wollte ich verständlicherweise nicht manuell eintragen.
Weiterhin sollte eine Funktion enthalten sein, die es erlaubt, Links auf gelesene Artikel bei Bedarf per Twitter oder anderer Netzwerke zu verbreiten.
Also kamen folgende Reader in Betracht:

