Alles nicht neu

Seit ein paar Tagen tausche ich mich mit Markus darüber aus, ob man angesichts immer wieder auftretender Sicherheitslücken nicht das eigene Blog von WordPress auf eine andere Plattform umziehen sollte.

Irgendwie reizt es mich ja schon, mal was Neues auszuprobieren, andererseits möchte ich auch nicht auf gewohnte Funktionen verzichten müssen.

Was ein neues System können müsste, wäre:

  • Kommentare (oder zumindest irgendeine Reaktionsmöglichkeit)
  • Bildergalerien für meine Fotos
  • Übernahme meiner bisherigen WordPress-Artikel

Aber vor allem müsste es ein System sein, das von vornherein Blog-Funktionen mitbringt. Ich möchte nicht erst ein Universal-CMS zu einem Blog komplett umbauen müssen.

Ein solches System, das alle Funktionen in sich vereint, habe ich noch nicht gefunden.

Markus scheint sich mittlerweile mit Grav angefreundet zu haben, verzichtet dafür aber wahrscheinlich auf Kommentare und Artikelübernahme.

Ich persönlich habe mir verschiedene Softwarelösungen angesehen, fand aber Kirby zu unkomfortabel, Bludit zu unflexibel, Ghost zu kommerziell und Serendipity zu unvollständig.

Und so bleibt hier wahrscheinlich doch erstmal eine ganze Weile alles so wie es ist.

Marzahn Mon Amour

Das Buch von Katja Oskamp hatte mir damals schon sehr gefallen, umso mehr freute ich mich, eine Umsetzung davon als Miniserie in der ARD-Mediathek zu entdecken.

Darin geht es um Kathie, eine Journalistin und – seit kurzem alleinerziehende – Mutter, die einen Job als Fußpflegerin annimmt. In der „Beauty Oase“, die mitten im tristen Marzahn gelegen ist, widmet sie sich den Füßen ihrer Kundinnen und Kunden, welche allerdings nicht nur ihre Füße, sondern auch ihre alltäglichen Probleme in den Salon tragen.

Die Serie macht großen Spaß, ist warmherzig aber nicht übermäßig kitschig und lässt sich mit sechs Folgen zu je 25 Minuten schön an einem Wochenende weggucken.

Ja, es werden – nicht immer ansehnliche – Füße in Großaufnahme gezeigt, und am Anfang habe ich mich noch angewidert weggedreht. Aber genauso wie die Protagonistin gewöhnt man sich irgendwie daran.

Und vielleicht macht das ja auch einen Teil des Seherlebnisses aus. Auf jeden Fall sehr empfehlenswert.

Falsch, alles falsch

Weil ich ja etwas Gewicht abnehmen will, gehe ich zur Zeit zu Fuß zur Arbeit und zurück, das sind im Vergleich zum Radfahren etwa 200 zusätzliche Kalorien, außerdem habe ich so die Gelegenheit, in Ruhe Podcasts zu hören.

Aber darum geht’s ja gar nicht. Es geht um eine grundsätzlich eher unscheinbare Frau, die ich hin und wieder morgens sehe, und die zumindest auf einem Teilstück den gleichen Arbeitsweg wie ich zu haben scheint. Sie absolviert diesen Weg allerdings auf einem Fahrrad, und damit beginnt das ganze Drama.

Denn dieses Fahrrad ist zu klein, zumindest ist der Sattel zu niedrig eingestellt. Diese Frau morgens angestrengt die Rampe zur Hochbrücke hochstrampeln zu sehen, verursacht bei mir fast körperliche Schmerzen. Ich würde sie am liebsten anhalten und an ihrem Rad direkt vor Ort die Sattelposition korrekt einstellen.

Apropos Rampe. Sie fährt prinzipiell immer die Rampe auf der Westseite hoch, anstatt zunächst unter der Brücke durchzufahren und die Ostrampe zu nehmen. Der Weg wäre vielleicht 100 Meter länger, dann aber wäre sie auf der richtigen Brückenseite und würde nicht jeden verdammten Morgen auf der falschen Radwegseite die Brücke überqueren.

Es ist nämlich so, dass auf der Brücke aufgrund 4 üppig angelegter Kfz-Spuren nur noch wenig Platz für Fußgänger und Radfahrer übrig ist, und so ist diese Frau potenziell eine Gefahr für mich, wenn ich manchmal kurz auf den Radweg treten muss, weil mir eine andere Fußgängerin oder ein Fußgänger entgegenkommt, was ich natürlich nur mache, wenn darauf nicht gerade ein Radfahrer unterwegs ist, was ich aber nur sehen kann, wenn sie auf der richtigen Seite fahren.

Um das Bild abzurunden, hat die Frau übrigens immer einen Fahrradhelm dabei, den sie allerdings stets nur hinten in ihrem Fahrradkorb mit sich führt. Wahrscheinlich setzt sie ihn nur auf, wenn sie mit einem Unfall rechnet.

Diese Radfahrerin könnte man direkt in einem Lehrvideo für Grundschüler zeigen, denen man hinterher die Frage stellt: „Beim Radfahren kann man viele Fehler machen, hast du alle entdeckt?“

Montag, 09. März 2026

Heute Morgen bin ich auf die Waage gestiegen, und – ich hatte es befürchtet – ich bin wieder ganz knapp an der 110-Kilo-Grenze. Da muss was passieren, nützt ja nichts. Ich habe mir daher wieder mal die MyFitnessPal-App installiert, mit der ich beim Kalorientracken immer ganz gut zurechtkam. Dort habe ich direkt meine Snacks eingegeben, die ich noch im Büro vorrätig habe, nachdem ich mir die kürzlich in der Mittagspause als Proviant gekauft hatte. Im Kühlschrank waren noch Pfefferbeißer (so kleine Mettwürste), und siehe da: Eine einzelne hat bereits 181 kCal. Die Haferkekse im Rollcontainer haben jeweils auch nochmal 63 kCal.

Ich habe mir also an manchem Nachmittag mal eben den Nährwert eines kompletten Frühstücks reingedreht. Kein Wunder, dass ich immer fetter geworden bin. Das muss ein Ende haben.

Nach meinem Lauf gestern habe ich immerhin keinen Muskelkater, und auch den Gelenken scheint es ganz gut zu gehen. Blöderweise ist jetzt erstmal ein Ende des Frühlingswetters angekündigt, und ausgerechnet abends soll es wieder regnen. Zur Not muss ich halt ins Fitnessstudio und da aufs Laufband oder so.


Hier im Wohnviertel ist jetzt anscheinend die große E-Auto-Ladesäulen-Mania ausgebrochen. Der Supermarkt direkt nebenan hat als erstes 2 x 150 kW-Säulen in Betrieb genommen, und dann hat der Penny-Markt ein paar Straßen weiter auch nochmal 2 x 300kw- und 2 x 150kW-Säulen aufbauen lassen. An der Straßenecke – bezeichnenderweise auf einem alten Tankstellengelände – hat sich nun auch noch eine örtliche Elektrofirma das Grundstück gesichert, will dort ihren Betrieb erweitern und zusätzlich zu einigen privaten auch nochmal ein bis zwei öffentliche Ladesäulen plazieren. Da weiß ich aber nicht, ob das auch Schnellladestationen sein werden.

Wir haben also nicht nur unsere eigene Wallbox, sondern allein im Umkreis von etwa 500 Metern jetzt schon mindestens 6 Schnellladesäulen herumstehen, die wir nutzen könnten, falls wir mal spontan weiter weg fahren müssen und vorher nicht geladen haben. Die nächste Tankstelle ist deutlich weiter weg. Es geht voran.

 

Sonntag, 08. März 2026

Morgens weiter „The Last Of Us“ am Computer gespielt. Weil mal wieder zuvor Updates anstanden, mussten zunächst Vulkan Shader verarbeitet werden. Das passiert immer dann, wenn zum Beispiel neue Grafiktreiber veröffentlicht wurden, dann müssen diese ganzen Lichteffekte und so weiter einmal vor dem Spielstart berechnet werden, damit es während des Spielens nicht ruckelt. Das dauert mitunter einige Zeit und ist manchmal etwas lästig. Bei „The Last Of Us“ dauert es diesmal besonders lange, und ich hole mir noch einen Kaffee.

Nach dem Frühstück nehme ich das sonnige Wetter zum Anlass, wieder mit dem Laufen vorsichtig anzufangen. Ich hatte im vergangenen Jahr an einem Firmenlauf teilgenommen und war auch wirklich recht zügig unterwegs, habe beim Training dafür aber mein eines Sprunggelenk überlastet. (Ob links oder rechts weiß ich nicht mehr.) Daher will ich jetzt vorsichtig wieder starten und vor allem erstmal Gewicht verlieren, durch das Rumsitzen und Chips fressen bin ich nämlich nochmal ein paar Kilo schwerer geworden.

Ich jogge gemächlich los und lege zwei kurze Gehpausen ein. Nach etwa einer halben Stunde bin ich wieder zurück. Immerhin gute drei Kilometer.  Ich bin nach dem Duschen hundemüde (war aber auch früh auf heute) und lege mich nochmal hin. Nach dem Nickerchen stelle ich fest, dass ich für meine überschaubare Leistung von einer Bekannten auf Strava gelobt wurde. Anscheinend funktioniert die Verbindung zwischen der Garmin-Laufuhr und Strava noch.

Nichtsdestotrotz beschließe ich, mit der Lauferei weiterhin sehr behutsam zu sein und nicht gleich wieder dem Strava-Wahn mit Selbstoptimierung und Leistungsverbesserung zu verfallen. Bin ja keine 40 mehr.

Mal schauen, was die Gelenke so dazu sagen, so oder so werde ich auf jeden Fall auch wieder Feierabendradtouren einplanen.

Danach räumen meine Frau und ich die Garage aus und fegen einmal gründlich durch. Danach mache ich das Zweitrad meiner Frau, das sie nach dem Erwerb eines E-Bikes (jaja, Pedelec) kaum noch benutzt, wieder fit, stelle die Bremsen nach und erkläre unserer Tochter, wie man eine Kettenschaltung bedient. Sie ist bisher nur Nabenschaltung gefahren, und das ist dann ja doch ein anderes Bedienkonzept.

Tochter und ich machen zusammen eine Probefahrt, bei der sie nochmal Schalten, Bremsen und beides gleichzeitig üben kann. Damit sie für alle Situationen vorbereitet ist, simulieren wir auch das „Verschalten“, wenn man mit zu hohem Gang an der Ampel stehen bleibt und wieder losfahren muss. Klappt aber alles ganz ordentlich.

Sie versichert, dass sie das alleine hinkriegt und möchte auch zur Schule wieder mehr mit dem Rad fahren, worüber ich mich sehr freue und gleich mal neue Lenkergriffe bestelle – die alten lassen sich drehen. Und neue Bremsschuhe bestelle ich auch gleich mit.

Ich lese „Hier draußen“ von Martina Behm zu Ende. Ein sehr schönes Buch, das das Dorfleben aber nicht romantisiert, was mir gut gefällt.