1. März 2021 – abends

Mein Zahnarzt ist im vergangenen Jahr verstorben, nach kurzer, offenbar schwerer Krankheit. Wahrscheinlich irgendein Krebs, nehme ich an. Er war geschätzt knapp über 60, so genau wusste ich das nicht. Ich glaube, dass ich nur wenige Menschen kennengelernt habe, die freundlicher gewesen wären als dieser Zahnarzt.

Das hat jedenfalls alle, die ihn kannten, ziemlich getroffen, unter anderem, weil wir auch an seine ebenfalls äußerst netten Mitarbeiterinnen gedacht hatten, die sich nun plötzlich etwas neues suchen mussten.

Kurze Zeit später erreichte uns ein Brief von ihm, bzw. verschickt von seiner Ehefrau, in dem er seinen Patienten eine bestimmte Praxis empfahl, zu der wir zukünftig gehen sollten. Die Praxis kannte ich schon, weil ich mich dort bereits mal behandeln ließ, als er im Urlaub war. Ich war ganz zufrieden, also sind wir schließlich mit der ganzen Familie dorthin gewechselt.

Und siehe da: Neulich war eine Terminbestätigungsnachricht auf unserem Anrufbeantworter, es meldete sich seine frühere Mitarbeiterin von der Anmeldung – sie ist zu unserer neuen Praxis gewechselt. Später habe ich dann noch erfahren, dass auch die Prophylaxe-Assistentin nun dort arbeitet, das hat mich sehr gefreut.


Mit meinen Freunden treffe ich mich ja nun seit ca. Oktober wieder nur noch online, dafür hatte ich bereits vor einem Jahr, im ersten Lockdown, einen Jit.si-Videokonferenz-Server eingerichtet.

Mittlerweile haben wir den Teilnehmerkreis immer mehr erweitert, so dass man dort – wie in einer virtuellen Kneipe – tatsächlich neue Leute kennenlernen kann. Das finde ich schon sehr cool.

Manchmal ist das aber auch etwas anstrengend, immerhin haben manche immer noch keine nennenswerten Videokonferenz-Erfahrungen, und man muss den Neuen dann immer alles von vorne erklären: Hintergrundgeräusche aus, sich nicht zu zweit vorm Rechner unterhalten und so weiter.

Außerdem war der Server total offen, und ich hatte immer Sorge, dass der von irgendwelchen Irren gekapert werden könnte.

Als dann plötzlich am Wochenende jemand Neues in der Runde weitere (mir unbekannte) Freunde eingeladen hatte, die dann erstmal eingewiesen werden mussten, obwohl schon fünf oder sechs Teilnehmer online waren, reagierte ich etwas genervt und schickte dem Einladenden dummerweise noch nachts eine Nachricht, die ich dann am nächsten Tag erstmal abschwächen musste: Ich war darin viel zu grob.

Nichtsdestotrotz habe ich das dann zum Anlass genommen, den Server etwas zu sichern, indem nur noch einige registrierte User einen neuen Chatroom eröffnen können. Das wollte ich eh schon immer mal machen.

Außerdem habe ich mich nochmal bei Markus rückversichert, ob er das ähnlich sieht, und so habe ich alle bisher ungeschriebenen Regeln, die bei uns so gelten, einfach mal in geschriebene Regeln verwandelt und die zur Diskussion gestellt.

Und so wendete sich dann auch dort alles zum Guten, alle stimmten mir zu, dass wir weiterhin auf jeden Fall Neuzugänge willkommen heißen wollen, die „Ersteinweisung” aber ggf. zum Beispiel in einem separaten Raum stattfinden soll, wenn sich bereits im eigentlichen Raum angeregt unterhalten wird.


Ich habe mir ein Kettenreinigungsgerät von Park Tool gekauft, weil ich aus Faulheit meiner Rennradkette immer nur Öl hinzugefügt, aber die Kette nie richtig saubergemacht hatte. Das Tool habe ich heute mal ausprobiert. Holla, kam da ein Gammel raus.

Hier, schauen Sie mal

Gestern bekam ich eine Mail der Onleihe, dass ein von mir vor einigen Wochen vorbestelltes eBook jetzt verfügbar sei. Sehr schön, denke ich, logge mich ein und will es mir ausleihen, da meldet mir das System, dass mein Büchereiausweis abgelaufen sei, und ich solle mich an die örtliche Stadtbücherei wenden.

Mist, stimmt. Ich verlängere meinen Ausweis immer im November. Und weil nun ausgerechnet in diesem November die Stadtbücherei pandemiebedingt geschlossen hat, war es nun an mir, eine Mail zu schreiben. Was man denn da machen könne?

Kein Problem, antwortete mir umgehend eine freundliche Mitarbeiterin, ich müsse lediglich die Jahresgebühr da und dorthin überweisen, und dann solle ich ihr nochmal per Mail Bescheid geben, sie schaltet dann meinen Ausweis wieder frei.

Also überwies ich 20 Euro, machte davon noch einen Screenshot und hängte ihn an meine Mail an.

Nach einer Stunde fiel mir siedend heiß etwas ein. Ich schaute mir nochmal den von mir versendeten Screenshot an, und siehe da, mein Verdacht bestätigte sich:

Ich hatte aus Versehen im Screenshot den aktuellen Kontostand meines Girokontos mitgeschickt. o_O

Naja, keine Ahnung, ob das jetzt hilfreich war oder nicht, jedenfalls bekam ich kurz darauf die Rückmeldung, dass mein Ausweis jetzt wieder gültig sei. Mehr wollte ich ja gar nicht.

1. November 2020 – nachmittags

Puh, einen Monat nichts mehr hier hineingeschrieben.

Das mag daran liegen, dass ich derzeit beruflich in einem ziemlich großen Projekt eingespannt bin. Das macht Spaß, ist aber auch sehr anstrengend, so dass ich in meiner Freizeit meist keine große Lust mehr habe, mich an einen Rechner zu setzen und stattdessen lieber eine Runde auf dem Fahrrad drehe.

Dazu wollte ich auch nochmal was schreiben, ich habe mir ja vor einiger Zeit ein Ampler Stout gekauft, und ich bin so begeistert davon, dass ich praktisch jeden Tag – sofern es nicht regnet – damit nochmal eine Runde drehe.

Naja, jetzt werden die Tage wieder kürzer, vielleicht blogge ich dann auch mal wieder mehr.

Ansonsten geht’s mir – bis auf die üblichen Malessen – ganz gut.

14. September 2020 – nachmittags

Mein Rücken tut weh. Genau genommen die Lendenwirbelsäule, und das seit einer Woche.

Ich führe das darauf zurück, dass ich letztes Wochenende IKEA-Möbel zusammengeschraubt und dabei zu lange in gebückter Haltung verbracht habe.

Im Büro sitze ich daher derzeit mit Heizkissen im Rücken, was bei 29° C Außentemperatur auch kein Spaß ist.

Und jetzt ist mir beim Schuhezubinden, was wegen des Rückens ohnehin schon Ewigkeiten gedauert hat, auch noch ein Schnürsenkel gerissen.


Am Wochenende habe ich den zweiten Teil der Trisolaris-Trilogie von Cixin Liu zu Ende gelesen, “Der dunkle Wald”. Das Buch hat die eine oder andere Schwäche (zum Beispiel die Liebesgeschichte von Luo Ji) und manche Passagen waren mir persönlich zu langatmig erzählt, aber auch diesmal waren wieder einige sehr überraschende Ideen dabei.

Besonders gefallen hat mir die namensgebende Theorie dahinter, leider nahm sie für meinen Geschmack zu wenig Raum in der Erzählung ein, daraus hätte man mehr machen können, finde ich.

Als nächstes fange ich dann gleich den dritten Teil an, denke ich, dann kann ich mich mit Markus, der den Teil bereits gelesen hat, darüber austauschen.

Das “Zwischenbuch” habe ich heute Morgen beendet. Ich lese Bücher einer Romanreihe in der Regel nicht direkt hintereinander weg, sondern schiebe gerne mindestens ein Buch dazwischen, das nicht so lang ist. Ein Zwischenbuch eben. Was aber nichts über die Qualität des Zwischenbuches aussagen muss.

Mein Zwischenbuch war “Der Ozean am Ende der Straße” von Neil Gaiman, was mir ganz gut gefallen hat.