Mein Ampler Stout macht mir immer noch so viel Spaß, dass ich damit nach wie vor fast jeden Abend noch eine Runde durch die Stadt drehe.
Hat etwas Ähnlichkeit mit Werner Höfer, oder?
Das führt allerdings dazu, dass bei der doch etwas höheren Geschwindigkeit, die man mit diesem Rad fahren kann, jedenAbend mindestens eine Fliege in meinem Auge landet. In der Abenddämmerung jedoch eine Sonnenbrille zu tragen, finde ich ziemlich affig, noch bescheuerter finde ich aber, auf einem eher urbanen Rad mit einer dieser Fahrradschutzbrillen herumzufahren.
Das mit den Fliegen im Auge konnte aber so nicht weitergehen, also habe ich kurzerhand bei Fielmann einen Termin vereinbart und habe mir eine ganz normale Brille mit Fensterglas gekauft.
Das ist jetzt nicht das hochwertigste Modell, und wenn ich eine für den ganzen Tag bräuchte, hätte ich vielleicht ein leichteres Gestellt gewählt, aber für meinen Zweck reicht's.
Mein Zahnarzt ist im vergangenen Jahr verstorben, nach kurzer, offenbar schwerer Krankheit. Wahrscheinlich irgendein Krebs, nehme ich an. Er war geschätzt knapp über 60, so genau wusste ich das nicht. Ich glaube, dass ich nur wenige Menschen kennengelernt habe, die freundlicher gewesen wären als dieser Zahnarzt.
Das hat jedenfalls alle, die ihn kannten, ziemlich getroffen, unter anderem, weil wir auch an seine ebenfalls äußerst netten Mitarbeiterinnen gedacht hatten, die sich nun plötzlich etwas neues suchen mussten.
Kurze Zeit später erreichte uns ein Brief von ihm, bzw. verschickt von seiner Ehefrau, in dem er seinen Patienten eine bestimmte Praxis empfahl, zu der wir zukünftig gehen sollten. Die Praxis kannte ich schon, weil ich mich dort bereits mal behandeln ließ, als er im Urlaub war. Ich war ganz zufrieden, also sind wir schließlich mit der ganzen Familie dorthin gewechselt.
Und siehe da: Neulich war eine Terminbestätigungsnachricht auf unserem Anrufbeantworter, es meldete sich seine frühere Mitarbeiterin von der Anmeldung - sie ist zu unserer neuen Praxis gewechselt. Später habe ich dann noch erfahren, dass auch die Prophylaxe-Assistentin nun dort arbeitet, das hat mich sehr gefreut.
Mit meinen Freunden treffe ich mich ja nun seit ca. Oktober wieder nur noch online, dafür hatte ich bereits vor einem Jahr, im ersten Lockdown, einen Jit.si-Videokonferenz-Server eingerichtet.
Mittlerweile haben wir den Teilnehmerkreis immer mehr erweitert, so dass man dort - wie in einer virtuellen Kneipe - tatsächlich neue Leute kennenlernen kann. Das finde ich schon sehr cool.
Manchmal ist das aber auch etwas anstrengend, immerhin haben manche immer noch keine nennenswerten Videokonferenz-Erfahrungen, und man muss den Neuen dann immer alles von vorne erklären: Hintergrundgeräusche aus, sich nicht zu zweit vorm Rechner unterhalten und so weiter.
Außerdem war der Server total offen, und ich hatte immer Sorge, dass der von irgendwelchen Irren gekapert werden könnte.
Als dann plötzlich am Wochenende jemand Neues in der Runde weitere (mir unbekannte) Freunde eingeladen hatte, die dann erstmal eingewiesen werden mussten, obwohl schon fünf oder sechs Teilnehmer online waren, reagierte ich etwas genervt und schickte dem Einladenden dummerweise noch nachts eine Nachricht, die ich dann am nächsten Tag erstmal abschwächen musste: Ich war darin viel zu grob.
Nichtsdestotrotz habe ich das dann zum Anlass genommen, den Server etwas zu sichern, indem nur noch einige registrierte User einen neuen Chatroom eröffnen können. Das wollte ich eh schon immer mal machen.
Außerdem habe ich mich nochmal bei Markus rückversichert, ob er das ähnlich sieht, und so habe ich alle bisher ungeschriebenen Regeln, die bei uns so gelten, einfach mal in geschriebene Regeln verwandelt und die zur Diskussion gestellt.
Und so wendete sich dann auch dort alles zum Guten, alle stimmten mir zu, dass wir weiterhin auf jeden Fall Neuzugänge willkommen heißen wollen, die „Ersteinweisung" aber ggf. zum Beispiel in einem separaten Raum stattfinden soll, wenn sich bereits im eigentlichen Raum angeregt unterhalten wird.
Ich habe mir ein Kettenreinigungsgerät von Park Tool gekauft, weil ich aus Faulheit meiner Rennradkette immer nur Öl hinzugefügt, aber die Kette nie richtig saubergemacht hatte. Das Tool habe ich heute mal ausprobiert. Holla, kam da ein Gammel raus.
Gestern bekam ich eine Mail der Onleihe, dass ein von mir vor einigen Wochen vorbestelltes eBook jetzt verfügbar sei. Sehr schön, denke ich, logge mich ein und will es mir ausleihen, da meldet mir das System, dass mein Büchereiausweis abgelaufen sei, und ich solle mich an die örtliche Stadtbücherei wenden.
Mist, stimmt. Ich verlängere meinen Ausweis immer im November. Und weil nun ausgerechnet in diesem November die Stadtbücherei pandemiebedingt geschlossen hat, war es nun an mir, eine Mail zu schreiben. Was man denn da machen könne?
Kein Problem, antwortete mir umgehend eine freundliche Mitarbeiterin, ich müsse lediglich die Jahresgebühr da und dorthin überweisen, und dann solle ich ihr nochmal per Mail Bescheid geben, sie schaltet dann meinen Ausweis wieder frei.
Also überwies ich 20 Euro, machte davon noch einen Screenshot und hängte ihn an meine Mail an.
Nach einer Stunde fiel mir siedend heiß etwas ein. Ich schaute mir nochmal den von mir versendeten Screenshot an, und siehe da, mein Verdacht bestätigte sich:
Ich hatte aus Versehen im Screenshot den aktuellen Kontostand meines Girokontos mitgeschickt. o_O
Naja, keine Ahnung, ob das jetzt hilfreich war oder nicht, jedenfalls bekam ich kurz darauf die Rückmeldung, dass mein Ausweis jetzt wieder gültig sei. Mehr wollte ich ja gar nicht.
Puh, einen Monat nichts mehr hier hineingeschrieben.
Das mag daran liegen, dass ich derzeit beruflich in einem ziemlich großen Projekt eingespannt bin. Das macht Spaß, ist aber auch sehr anstrengend, so dass ich in meiner Freizeit meist keine große Lust mehr habe, mich an einen Rechner zu setzen und stattdessen lieber eine Runde auf dem Fahrrad drehe.
Dazu wollte ich auch nochmal was schreiben, ich habe mir ja vor einiger Zeit ein Ampler Stout gekauft, und ich bin so begeistert davon, dass ich praktisch jeden Tag - sofern es nicht regnet - damit nochmal eine Runde drehe.
Naja, jetzt werden die Tage wieder kürzer, vielleicht blogge ich dann auch mal wieder mehr.
Ansonsten geht's mir - bis auf die üblichen Malessen - ganz gut.
Mein Rücken tut weh. Genau genommen die Lendenwirbelsäule, und das seit einer Woche.
Ich führe das darauf zurück, dass ich letztes Wochenende IKEA-Möbel zusammengeschraubt und dabei zu lange in gebückter Haltung verbracht habe.
Im Büro sitze ich daher derzeit mit Heizkissen im Rücken, was bei 29° C Außentemperatur auch kein Spaß ist.
Und jetzt ist mir beim Schuhezubinden, was wegen des Rückens ohnehin schon Ewigkeiten gedauert hat, auch noch ein Schnürsenkel gerissen.
Am Wochenende habe ich den zweiten Teil der Trisolaris-Trilogie von Cixin Liu zu Ende gelesen, "Der dunkle Wald". Das Buch hat die eine oder andere Schwäche (zum Beispiel die Liebesgeschichte von Luo Ji) und manche Passagen waren mir persönlich zu langatmig erzählt, aber auch diesmal waren wieder einige sehr überraschende Ideen dabei.
Besonders gefallen hat mir die namensgebende Theorie dahinter, leider nahm sie für meinen Geschmack zu wenig Raum in der Erzählung ein, daraus hätte man mehr machen können, finde ich.
Als nächstes fange ich dann gleich den dritten Teil an, denke ich, dann kann ich mich mit Markus, der den Teil bereits gelesen hat, darüber austauschen.
Das "Zwischenbuch" habe ich heute Morgen beendet. Ich lese Bücher einer Romanreihe in der Regel nicht direkt hintereinander weg, sondern schiebe gerne mindestens ein Buch dazwischen, das nicht so lang ist. Ein Zwischenbuch eben. Was aber nichts über die Qualität des Zwischenbuches aussagen muss.
Mein Zwischenbuch war "Der Ozean am Ende der Straße" von Neil Gaiman, was mir ganz gut gefallen hat.
Ich habe die Bestellung des VanMoof storniert. Ich hatte bei der ganzen Sache ein zunehmend schlechtes Gefühl.
Die Service-Bewertungen von VanMoof sind unter aller Sau, das muss man mal so sagen. Klar, die Enttäuschten sind meistens diejenigen, die ihrem Ärger besonders laut Luft machen, aber das, was man da in den entsprechenden Communities und auf Bewertungsseiten liest, lässt nichts Gutes erahnen. Dazu kommen die ganzen Stimmen derjenigen, bei denen sich die Auslieferung immer wieder um ein bis zwei Monate verschiebt.
Für mich persönlich wäre es etwas anderes gewesen, wenn ich hier vor Ort oder zumindest in der Nähe einen Servicepartner gehabt hätte, aber so war mir das zu heikel. Ein Rad, bei dem die wesentlichen Komponenten wie Antrieb und Bremsen vollkommen proprietär sind und ich noch dazu wahrscheinlich der Einzige im Ort gewesen wäre, der dann im Reparaturfall mit einem solchen Rad beim Fachhändler in der Tür steht - besser nicht.
Die Stornierung hat völlig anstandslos per Mail geklappt, der Kaufbetrag war schon am nächsten Tag wieder zurückgebucht.
Ich habe mir gestern Mittag was zu essen bei Subway geholt und war sehr angetan von der robusten Art und Weise, wie die Mitarbeiterin dort das Ehepaar, das vor mir in der Schlange stand, auf die geltenden Hygieneregeln hingewiesen hat.
Dass man nach 5 Monaten immer noch "Bitte halten Sie den Mindestabstand ein!" und "Bitte lassen Sie Ihre Maske auf!" sagen muss, hinterlässt mich kopfschüttelnd.
Noch bewundernswerter finde ich allerdings Ärztinnen und Pflegekräfte, die in Vollschutz alles für an Covid-19 erkrankte Patientinnen unternehmen, ihnen zum Teil beim Sterben zusehen müssen, um sich dann samstagmittags in der Innenstadt von Esoterikern und ähnlichen Gestalten ins Gesicht schreien zu lassen, dass es diese angebliche Pandemie gar nicht gibt. Dabei nicht die Fassung zu verlieren, das imponiert mir sehr.
Wer sein Vertrauen in die Gesellschaft verloren hat, ist in seiner Angst und in seinem Hass lebendig begraben. Wenn die Corona-Leugner nicht so unsympathisch wären, hätte ich Mitleid mit ihnen.
Andauernd begegnen mir Leute, die entweder gar keine Maske tragen, die Maske unter der Nase tragen oder sie zumindest noch beim Rausgehen aus dem Geschäft ruckartig herunterreißen, als hätte sich eine Wespe darunter verfangen.
Wenn man die dann darauf anspricht, hört man häufig: "Ich kriege darunter keine Luft!" Nun, das wollte ich ausprobieren.
Ich fahre alle paar Tage mit dem Rennrad. Keine Riesentouren, gerade bei schwülwarmem Wetter nicht, aber eine Stunde bin ich immer mindestens unterwegs. Die Touren zeichne ich auf, zugleich messe ich Herzrhythmus und Trittfrequenz. Ich bin nicht unbedingt das, was man "durchtrainiert" nennen würde. Ich bin 1,90 m groß und wiege knapp 100 kg, also eher 10 kg zu viel.
[caption id="attachment_7549" align="alignright" width="225"] Vor der Fahrt[/caption]
Gestern habe ich mich aufs Rennrad gesetzt und bin dieselbe Strecke nochmal gefahren, die ich bereits am Sonntag gefahren bin. Diesmal habe ich mir aber vorher eine handelsübliche OP-Maske aufgesetzt, wie sie von Ärztinnen, Pflegern und anderem medizinischen Personal täglich stundenlang getragen wird.
Meine Frau sagte noch "Ich würde das ja lieber nicht machen", aber sie ist auch die vernünftigere von uns beiden.
Die Strecke geht von meinem Zuhause in Hameln erst an ein paar Feldern vorbei, dann an der Landstraße 433 durch Haverbeck bis Lachem, ab da auf einer umgewidmeten Landstraße bis Hessisch Oldendorf. Von dort aus geht es auf der anderen Weserseite durch ein Gewerbegebiet, am "Gut Stau" vorbei bis Fischbeck und dann auf dem Weser-Radfernweg zurück nach Hameln.
Insgesamt sind das ca. 26 km, Steigungen sind kaum vorhanden (ca. 55 Höhenmeter). Sowohl Sonntag als auch gestern war kaum Wind, am Sonntag waren es 23°, gestern war es etwas wärmer, nämlich 27°.
Am Sonntag bin ich direkt nach dem Aufstehen losgefahren, gestern nach Feierabend.
[caption id="attachment_7509" align="alignnone" width="525"] Fahrt am Sonntag (Strava)[/caption]
[caption id="attachment_7510" align="alignnone" width="525"] Fahrt mit OP-Maske (Strava)[/caption]
Die etwa 400 Meter Streckenunterschied kommen vermutlich dadurch zustande, weil mein Fahrradcomputer am Sonntag erst etwas später ein GPS-Signal empfangen hatte. Die 4 Höhenmeter sind wahrscheinlich Messungenauigkeit.
Fahrtverlauf
[caption id="attachment_7514" align="alignright" width="225"] Nach 10 Kilometern[/caption]
Am Anfang war das Atmen subjektiv tatsächlich etwas schwerer als sonst, aber jetzt nicht so, dass ich das Gefühl hatte, keine Luft mehr zu kriegen. Es ist wohl eher das bewusste Achten auf die Atmung, die manchen Leuten unangenehm ist. Das Material hat außerdem einen Eigengeruch, an den man sich erstmal gewöhnen muss.
Ich bin im Alltag kein Brillenträger, mit der OP-Maske befürchtete ich, die Fahrradbrille könnte ständig beschlagen, das war allerdings zu keinem Zeitpunkt der Fall.
Nach etwa 5 Kilometern merkte ich - abgesehen davon, dass mich entgegenkommende Radfahrer ansahen, als hätte ich sie nicht mehr alle -, dass die Maske sich etwas feuchter anfühlte als vorher.
Dieses leichte Feuchtigkeitsgefühl (und die leicht eingeschränkte Atmung) war dann aber auch schon alles, was ich von der Maske wahrnahm. Wobei sich das Atmen bereits deutlich "normaler" anfühlte, als noch zu Beginn. Etwa so wie bei einer leicht verstopften Nase, irgendwann merkt man es nicht mehr.
[caption id="attachment_7516" align="alignright" width="225"] Nach etwa der Hälfte[/caption]
Pausen habe ich - außer für die Fotos - keine gemacht, was man auch auf der Analyse sieht. Die Geschwindigkeitszacken nach unten sind, von links nach rechts:
Überquerung der Landstraße vor Haverbeck
Foto nach 10 km
Spitzkehre hinter der Weserbrücke (wo mir noch jemand entgegen kam, so dass ich aus dem Klickpedal raus musste)
Foto nach der Hälfte der Strecke
Foto nach ca. 20 km (Ortseingang Wehrbergen)
Der Leistungszacken nach oben ist eine Brücke, die bei Fischbeck relativ steil über die B83 führt, danach geht es dann bergab bis zum Radfernweg "Weser", daher auch die Maximalgeschwindigkeit direkt im Anschluss.
Irgendwann fiel mir auf, dass ich eigentlich mal was trinken müsste, aber dazu hätte ich ja die Maske abnehmen müssen, also habe ich gewartet, bis ich die 20-km-Marke erreicht habe, weil ich da wieder ein Foto machen wollte.
[caption id="attachment_7555" align="alignnone" width="300"] Nach 20 km[/caption]
Auf dem Foto sieht man, dass die Maske mittlerweile deutlich durchfeuchtet ist. Das ist allerdings nicht nur Feuchtigkeit aus der Atemluft, sondern sicherlich auch ein großer Anteil Schweiß, der da in der Maske hängengeblieben ist. Dem Gesicht darunter scheint es aber bis auf minimale Druckstellen soweit gut zu gehen.
Häufig wird ja auch berichtet, dass die Maskenschlaufen hinter den Ohren scheuern würden, das kann ich nicht bestätigen. Rein mechanisch hat mich die Maske zu keinem Zeitpunkt der Fahrt behindert, weder hinter den Ohren, noch in der Sicht oder durch Beschlagen der Brille.
"Ja, aber wer sagt denn, dass du die ganze Zeit die Maske aufhattest? Kannst du das beweisen???!!einself!!??"
Nein, kann ich nicht, aber ich habe auf der ganzen Strecke jede Menge Radfahrer überholt bzw. sind mir diese begegnet.
Am Ortseingang von Hameln an der B83 war der übliche Feierabendstau, da habe ich mit Sicherheit 20 - 30 Autos auf dem Radweg rechts überholt. (Falls also jemandem gestern zwischen 16:00 und 17:00 Uhr ein etwas dicklicher Rennradfahrer in schwarz-roter Kleidung mit OP-Maske aufgefallen sein sollte, gerne hier melden.)
Ansonsten können wir das jederzeit wiederholen, wer mitfahren möchte - auch ohne Maske - ist gerne eingeladen.
Vergleich
Wie man im Vergleich oben sieht, hatte ich mit OP-Maske einen etwas schnelleren Puls, allerdings nur 3 Schläge pro Minute mehr, das sind gerade mal 2%, also vernachlässigbar.
Ich war mit OP-Maske sogar im Schnitt 0,4 km/h schneller unterwegs, was ebenfalls 2% ausmacht.
[caption id="attachment_7529" align="alignnone" width="300"] Nicht sehr genau, aber immerhin 4g[/caption]
Die Maske habe ich nach der Fahrt auf die Waage gelegt, um sie mit einer unbenutzten zu vergleichen. Das ist nur eine Küchenwaage und daher nicht sehr genau, aber die Maske ist laut Waage 4g schwerer geworden.
Letzten Endes kann man folgendes sagen:
Wenn man bedenkt, dass es deutlich schwüler war als Sonntag und auch wärmer - man achte auf die "gefühlte Temperatur" - kann man festhalten, dass die OP-Maske zu keinerlei Leistungsverlust geführt hat.
Und falls jetzt jemand mutmaßt, ich müsse aber danach so platt gewesen sein, dass ich mich nicht mehr bewegen konnte: Ich bin um 18:00 Uhr mit meiner Frau noch (mit dem Auto) nach Aerzen ins Freibad gefahren, wo ich ca. 500 Meter relativ zügig geschwommen und noch etwa 15 Meter Strecke getaucht bin. Danach hatte ich allerdings Hunger. :-)
Bewertung
Wie ist das ganze also zu bewerten?
Ich will's mal so sagen: Wenn euch ein ansonsten gesund erscheinender Mensch begegnet, der keinerlei äußerliche Gebrechen aufweist, der euch aber erzählen will, er könne im Geschäft nicht für 10 Minuten eine Maske tragen, "weil er darunter ersticken würde", könnt ihr ihn ruhigen Gewissens auslachen. Es ist Bullshit.
Ich will nicht sagen, dass es keine Menschen gibt, die in einer schlechten körperlichen Verfassung sind bzw. unter einer Maske Panikattacken oder Asthmaanfälle bekommen.
Aber mir sind mittlerweile so viele Leute begegnet, die sich komischerweise zu dieser Gruppe zählen (und nebenbei rauchen), dass das etwa so glaubwürdig ist, wie der Umstand, dass nahezu jeder des Dopings überführte Radrennfahrer seltsamerweise an Asthma leidet und deswegen Salbutamol nehmen muss.
So, die zwei Wochen rechnerfreie Zeit sind nun auch wieder rum, und wenn ich ohnehin jeden Tag am PC sitze, kann ich hier auch wieder reinschreiben.
Eigentlich war das alles ganz erholsam, bis auf zwei Umstände. Erstens war es nachts zu warm, ich schlafe dann schlecht, und dagegen hilft mir dann auch kein Mittagsschlaf - weil es tagsüber ja noch wärmer im Zimmer ist. Vielleicht hätte ich mich in den Keller legen sollen.
Und zweitens war ich ständig beim Zahnarzt. Ich habe wegen meines Zahnersatzes immer mal Probleme mit Zahnfleischtaschen an einer bestimmten Stelle. Diesmal hatte ich auch eine, die habe ich behandeln lassen, aber jetzt ist der Schmerz irgendwie gewandert, und mein Zahnarzt ist der felsenfesten Überzeugung, dass das nicht von den Zähnen kommen kann.
Ich vermute mittlerweile vielleicht ein HNO-Problem (Nasennebenhöhle), weil sich das auch einseitig leicht verstopft anfühlt. Mein HNO-Arzt wiederum hatte einen Wasserschaden (also die Praxis, dem Arzt geht's gut, glaube ich), und der macht wohl erst nächste Woche wieder auf. Es gäbe Vertretungen, aber eine öffnet auch erst im September und der andere Arzt scheidet völlig aus, bei dem war ich schon mal, das war entsetzlich. Also muss ich noch eine Weile damit zurechtkommen. Wird schon irgendwie gehen.
Im Urlaub habe ich wieder viel gelesen, das war schön. Unter anderem, weil ich mir dann doch wieder einen Kindle gekauft habe, und zwar das Rechts-Unten-Modell, den Kindle Oasis. Den Tolino werde ich weiterhin verwenden, vor allem für eBooks aus der Leihbücherei, aber technisch war bislang jeder Kindle dem entsprechenden Tolino weit überlegen. Allein die Suche beim Tolino ist so grottenlangsam, dass sie fast unbenutzbar ist, beim Umblättern hakt es auch manchmal, oder man blättert versehentlich zwei oder drei Seiten weiter.
Beim Kindle ist das alles so wunderbar flüssig, dass ich komplett vergesse, was für ein Medium ich gerade in den Händen halte.
Gelesen habe ich unter anderem "Die Hosen der Toten" von Irvine Welsh, den letzten Teil der Trainspotting-Reihe. Wer die anderen Teile mochte, dem wird dieser hier wahrscheinlich auch gefallen. Viel mehr ist dazu nicht zu sagen.
Außerdem habe ich auf eine allgemeine Empfehlung einer Bekannten "Schatten der Welt" von Andreas Izquierdo gelesen.
Ich folge auf Facebook dem "Bücher Magazin" (ja mit Deppenleerzeichen, schrecklich, ich weiß), und dort wurde die Community nach Büchern gefragt, die so gut waren, dass man sie weiter empfohlen hat. Ich hatte aktuell keins in dieser Kategorie, aber mehrfach wurde "Die Büglerin" genannt, darum lese ich das gerade. Schön schräge Charaktere und außergewöhnliche Erzählweise.
Die besten Bücher, die ich bisher gelesen habe, waren die, die ich zufällig auf Webseiten, Twitter oder sonstwo gefunden habe. Wenn ich selber aktiv auf die Suche gehe, finde ich zwar auch immer was, aber eben meist nur innerhalb meiner Suchparameter.
Vielleicht ist das dann auch eine treffende Definition dafür, wann ein Buch aus meiner Sicht "gut" ist: Wenn es mich in Gegenden - egal ob zeitlich, geografisch oder gesellschaftlich - führt, in denen ich nicht zu Hause bin und es mir neue Einblicke und -sichten verschafft.
Als nächstes wird es vielleicht "Sicherheitszone" werden, das mir wiederum bei Maximilian Buddenbohm über den Weg lief. Obwohl das noch sehr neu und daher noch sehr teuer ist, weil sich der eBook-Preis ja immer an der günstigsten Ausgabe orientiert, und das ist derzeit noch das Hardcover.
Andererseits habe ich auch noch einen ganzen Stapel Holzbücher im Regal stehen, mal gucken, wonach mir demnächst so ist.