Wir waren in Minden auf dem Ärzte-Konzert. Ich bin nicht der allergrößte Ärzte-Fan, aber live habe ich die noch nie gesehen, und meine Frau wollte gerne hin.
Ich hatte als 14-jähriger „Das ist nicht die ganze Wahrheit“ auf Original-Kassette, meine Schwester hatte „Im Schatten der Ärzte“ auf Schallplatte, und viel mehr kannte ich damals von denen auch nicht näher.
Ihre Musik ist also eigentlich nicht so meins, die Haltung hingegen um so mehr. Ich mag deren Selbstironie, und wenn sie sich politisch äußern, kann ich das in aller Regel unterschreiben.
Umso ärgerlicher war die Anreise zum Konzertgelände. Nach Minden kommt man von uns aus nur sehr schlecht mit dem Zug, zurück schon mal gar nicht, also kamen wir (wie gefühlt alle anderen 40.000 Gäste auch) notgedrungen mit dem Auto und standen erstmal eine dreiviertel Stunde im Stau. Das gleiche wiederholte sich bei der Abreise. Warum der Veranstalter es nicht hinbekommt, einen Park-and-Ride-Service zu organisieren, anstatt alle 6000 Autos auf einen Parkplatz zu lotsen - man weiß es nicht. Was allein bei An- und Abreise für CO2 in die Luft geblasen wurde, will ich gar nicht wissen.
Das Konzert selbst war ganz ok. Die erste Vorband kannte ich nicht, wurde aber immerhin von Bela B. persönlich angesagt. Danach kamen New Model Army, die ich früher gerne gehört habe. Mein Freund S., der ebenfalls mit seiner Lebensgefährtin dabei war (die uns alle zusammen gefahren hat) meinte dazu: „Manchmal ist es vielleicht besser, sich an die Jugendzeit nur zu erinnern.“ Recht hat er.
Die Ärzte lieferten ihre anscheinend übliche Show ab, machten zwischendurch Witze, spielten viele Klassiker, die ich auch kannte und einiges vom neueren Material.
Was mir aber am meisten auffiel, war der Unterschied zwischen einem solchen Mainstream-Publikum und dem auf Metal- oder Hardcore-Konzerten. Kurz zusammengefasst: Je härter die Musik, desto rücksichtsvoller sind die Zuschauer*innen.
Hier stellten sich Leute direkt vor einen, obwohl sie damit wissentlich die Sicht anderer behinderten, drängelten sich beim Biertresen vor oder filmten minutenlang ganze Songs.
Von Metal-Konzerten kenne ich sowas nicht, zumindest nicht so gehäuft.
Und weil ich dann irgendwann durch die Menge ein letztes Mal aufs Dixi-Klo musste, habe ich mir noch ein Bier auf die Faust geholt, bin dann einfach etwas früher vom Gelände gegangen, und wir haben uns am Auto getroffen.
Alles in allem war‘s ein ganz gutes Konzert, aber zu solchen Mainstream-Massenveranstaltungen gehe ich so schnell nicht nochmal, da sind mir die kleinen Clubkonzerte mit ordentlich Geballer deutlich lieber.
Ich habe mir eine Tastatur für mein iPad gekauft. Nicht, dass ich nicht täglich genügend Gelegenheiten hätte, vor einer Tastatur zu sitzen, aber genau darum geht es: Ich sitze jeden Arbeitstag vorm Rechner, und wenn dann private Mails eintrudeln, habe ich einfach nicht mehr die Energie, die an einem vollwertigen PC zu beantworten und dabei am Schreibtisch zu sitzen.
Sowas würde ich lieber im Freizeitmodus machen, sprich: Auf dem Fernsehsessel lungernd, mit ´ner Katze zwischen den Füßen. Dafür ist das iPad ideal, allerdings kann ich auf der virtuellen Tastatur nicht besonders gut längere Texte schreiben. (Auf dem iPhone schon mal gar nicht.)
Und diese Lücke füllt die Tastatur fürs iPad. Ich habe die günstigere von Logitech gewählt, das Original von Apple war mir viel zu teuer. Mit der Haptik komme ich erstaunlich gut zurecht, bedenkt man, dass ich normalerweise an einer IBM Model M sitze.
Jetzt macht auch der iA Writer Sinn, den ich für Windows lange benutze, der fürs iPad aber immer noch 49,99 € kostet, eine Ausgabe, die ich bisher gescheut habe. Wenn ich mir das schönrechne, kann ich einfach behaupten, ich hätte für Tastatur + iA Writer weniger bezahlt, als ich für eine Original-Apple-Tastatur ausgegeben hätte.
Und weil der iA Writer seit kurzem direkt Entwürfe in Wordpress speichern kann, ist das (mal wieder) eine gute Gelegenheit, mein Blog zu reaktivieren.
Am Mittwoch bin ich zum ersten Mal in diesem Jahr aufs Rennrad gestiegen und habe meine 25km-Feierabendrunde gedreht.
Mein Fitnesslevel bewegt sich derzeit zwar auf "Ich passe gerade noch in die Fahrradhose"-Niveau, aber das wird schon, mein Schnitt lag bei ca. 23 km/h, und auch vom Puls war's soweit ok.
Am Freitag haben wir nach zweijähriger Coronapause endlich mal wieder Freunde zu unserem traditionellen Karfreitagsgrillen eingeladen.
Schön war's, allerdings ist mir aufgefallen, wie schwer es mir fällt, den Worten meines Gesprächspartners zuzuhören, wenn zeitgleich am Tisch zwei weitere Unterhaltungen stattfinden. In der Kneipe ist mir das relativ egal, mit den anderen am Tresen habe ich meist nicht viel zu tun, aber am eigenen Esstisch kenne ich alle, und vielleicht unterhält man sich nebenan ja über Dinge, die mich auchinteressieren. Schließlich hat man sich eine Weile nicht gesehen, und da will ich natürlich nichts verpassen.
Also wechselt meine Aufmerksamkeit ständig von einem Redner zum nächsten, und selbst möchte ich vielleicht auch mal was sagen, das will ja ebenfalls überlegt sein.
Kann sein, dass ich das einfach wieder üben muss. Aber egal, schön war's trotzdem.
Am nächsten Tag waren wir nach dem Frühstück beim Oster-Friedensmarsch, an dem mir besonders gefallen hat, dass da zwar alle dasselbe Ziel "Frieden" verfolgten, aber durchaus hörbar war, dass es unterschiedliche Ansichten gab und gibt, wie dieses Ziel zu erreichen sei.
So waren erwartungsgemäß Teilnehmer*innen vor Ort, die sich komplett dem Pazifismus verschrieben haben. Es gab aber auch viele, die - so wie ich auch - die Meinung vertraten, dass man der Ukraine nicht nur mit warmen Worten beistehen muss, sondern dass man ihr auch die Möglichkeit geben muss, sich gegen die ja ohnehin schon ausgeübte Waffengewalt zu verteidigen.
Der Versuch des örtlichen Querdenker-Vorturners, die Veranstaltung für sich zu vereinnahmen, wurde mit Hilfe der Polizei sowie deutlicher Gegenrede recht effektiv unterbunden, und mehr muss man zu dieser Person auch nicht sagen.
Nachmittags bin ich dann nochmal rauf aufs Rennrad, diesmal weseraufwärts Richtung Emmerthal. Die Strecke ist etwas kürzer, dafür hatte ich aber auch ganz gut Gegenwind.
Am Sonntag haben wir dann eine Familienradtour gemacht. Wir haben den ganzen Proviant und was noch so mitmusste in mein Lastenrad gepackt, und wieder ging's Richtung Emmerthal und darüber hinaus. Zwischendurch haben wir immer mal eine Pause (in erster Linie fürs Kind) eingelegt und gepicknickt.
Dabei habe ich allerdings offenbar aufgrund der doch noch recht niedrigen Lufttemperatur die UV-Strahlung unterschätzt und mir an dem Tag ordentlich das Gesicht verbrannt, so dass ich dann Abends reichlich kühlende Creme drauf schmieren musste.
Für den Abend war ich mit Markus zum Homekneiping verabredet, das letzte war auch schon wieder eine ganze Weile her, und wir hatten uns einiges zu erzählen. Mein Jitsi-Server zickte etwas rum, so dass wir auf einen öffentlichen ausweichen mussten. Ich hatte dann bereits überlegt, ob ich den eigenen Server erstmal einstampfe, aber morgens lief wieder alles.
Am Ostermontag haben wir eine Weserrundfahrt gemacht. Naja, hoch und wieder runter ist jetzt nicht unbedingt "rund", aber das Prinzip sollte klar sein.
Und so bin ich den dritten Tag in Folge nach Emmerthal gefahren, diesmal auf einem Schiff der "Flotte Weser". Einfach nur rumsitzen, gucken, mal ein Bier bestellen und dann wieder gucken.
Eigentlich kenne ich ja schon nahezu jeden Stein an der Weser, aber vom Schiff aus sieht man ihn dann wieder von der anderen Seite, und das ist genau die richtige Balance zwischen Langeweile und Attraktion, dass sich diese zwei Stunden fast wie Urlaub angefühlt haben.
Man kommt ja zu nichts. Hier geht's mittlerweile zu wie in meinem Postfach, in dem ich vor jeder Beantwortung einer Mail eigentlich erstmal "Sorry für die späte Antwort" schreiben muss.
Was gibt's seit Jahresanfang zu berichten? Hm.
Frau und Kind hatten Corona, gleichzeitig, trotz Impfung. Ich nicht, obwohl wir wegen "jetzt ist auch egal" währenddessen keine Isolationsmaßnahmen getroffen hatten. Mein Test blieb einfach die ganze Zeit negativ, sogar mit PCR und allem. Nicht, dass ich den Eindruck hätte, was verpasst zu haben, mir soll's recht sein.
Die Familie hat die Infektion gut überstanden, ich habe drei Wochen später eine handelsübliche Erkältung bekommen, mit Nebenhöhlenentzündung und allem Scheiß.
Ich habe jetzt wieder einen Plattenspieler. Eigentlich habe ich sogar schon länger einen relativ alten aus zweiter (dritter?) Hand, aber da hätte die Nadel getauscht werden müssen. Eigentlich kein Ding, aber ich hatte den erst im Wohnzimmer stehen, da musste er aus Platzgründen weg nach oben, hier (oben) hatte ich allerdings meine Stereoanlage nicht mehr aufgebaut, ich konnte ihn also nur mit einem - extra beschafften - Vorverstärker nur an einer Soundbar anschließen. Das klang aber komplett daneben, denn der Vorverstärker rauschte wie verrückt.
Also überlegte ich mir: Nadel + besserer Vorverstärker = neuer Plattenspieler. Ich bestellte also einen okayen Plattenspieler von Dual mit schaltbarem Vorverstärker, und Bluetooth hat der auch.
Dann stellte sich heraus: Die Soundbar klang ebenfalls mies, vor allem bei Musik, also habe ich meine gesamte Stereoanlage inklusive CD-Player wieder hier oben aufgebaut, und als ich schon mal dabei war, habe ich auch gleich meine ganzen CDs wieder einsortiert, die seit 2013 im Keller lagerten.
Jetzt habe ich hier wieder eine richtige Lese- und Musikecke, und das freut mich sehr.
Gelesen habe ich seitdem:
"Der Wüstenplanet" von Frank Herbert - Ich berichtete ja bereits davon. Nach dem ersten Romanteil habe ich aber erstmal Pause gemacht und hebe mir die ganzen Fortsetzungen für später auf. Nach wie vor aber ein wegweisender Science-Fiction-Roman.
"Der Astronaut" von Andy Weir - Wem "Der Marsianer" gefallen hat, der dürfte auch hier seinen Spaß haben. Sehr nerdig, sehr wissenschaftlich, vollgepackt mit lauter "Was wäre wenn?"-Ideen.
"Artemis" von Andy Weir - Das hat mir nicht besonders gefallen. Die Story ist - bis auf das Setting - ziemlich beliebig: Protagonistin übernimmt gefährlichen Auftrag und legt sich unfreiwillig mit mächtiger Organisation an. Richtig doof war aber, dass Weir anscheinend nicht allzu viele Frauen im Lektorat hatte. Das ist schon eine sehr männliche Sicht, aus der er da die Gedanken und Beweggründe der Protagonistin beschreibt.
"Die Raststätte" von Florian Werner - Unterhaltsame Reportage über Autobahnraststätten, bzw. ein prototypisches Exemplar: Garbsen Nord. Weil diese Raststätte relativ nah gelegen ist, war ich da übrigens noch nie. Warum auch? Wenn man losfährt, braucht man keine, und so kurz vor zu Hause kann man auch noch bis zu Hause warten. Vom Buch ist bei mir nicht besonders viel haften geblieben.
"Nochmal Deutschboden" von Moritz von Uslar - Die ursprüngliche Reportage "Deutschboden" fand ich super, das hier empfand ich dann doch als Aufguss.
"Hagen von Tronje" von Wolfgang Hohlbein - Im Februar haben wir mit der ganzen Homekneiping-Baggage Markus in Duisburg besucht, und da stand das im Regal. Einer aus der Runde fand es gut, weil "es die Figur Hagen mal von ganz anderer Seite zeige", also habe ich es mir von Markus ausgeliehen. Ich muss allerdings gestehen, dass ich die Nibelungensage nie gelesen habe und daher nicht mal die "eine Seite" von Hagen von Tronje kannte. Ich habe es daher wie einen Historienroman mit leichten Fantasy-Anleihen gelesen, und dafür war's ganz ok. (Nicht so mein Genre eigentlich.)
"Junge mit schwarzem Hahn" von Stefanie vor Schulte - Wenn ich nicht eines abends leicht angetrunken das Abo der Büchergilde Gutenberg abgeschlossen hätte, hätte ich dieses Buch wohl niemals gelesen. So war ich eigentlich ganz froh drum. Es ist ein Märchen für Erwachsene, das etwa zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges spielt. Das Lesen hat mir Spaß gemacht, aber 20 Euro sind eigentlich zu viel für ein doch recht kurzes Buch.
"Die Leuchtturmwärter" von Emma Stonex - Das nächste Buch der Büchergilde wurde bereits kurz darauf geliefert, das stand aber ohnehin schon auf meiner Leseliste. Ich fand's allerdings nicht so wahnsinnig spannend. Der Klappentext versprach Mystery, sowas kam zwar auch im Roman vor, hatte aber nur wenig Einfluss auf die Auflösung, und so blieb's ein ziemlich langweiliges Drama mit banaler Dreiecksbeziehung. Enttäuschend.
"Es ist immer so schön mit dir" von Heinz Strunk - Der namenlose Protagonist führt ein relativ ereignisloses Leben, bis er einer jungen, bildhübschen Frau begegnet und dafür seine bisherige Beziehung aufgibt, um sich stattdessen in diese zu stürzen. Die "Neue" ist aber ziemlich schwierig und hält ihn immer wieder auf Distanz. Es ist, wie einem Autounfall in Zeitlupe zuzusehen. Man will ihm die ganze Zeit "Komm da weg" zubrüllen, während er eine falsche Entscheidung nach der anderen trifft. Was nicht heißen soll, dass er an der ganzen Misere unschuldig wäre. Das Buch: In seiner ganzen Schrecklichkeit großartig zu lesen.
Der Idee von Markus folgend habe ich mir ebenfalls ein Remarkable? geläftRemarkable2 gekauft, sozusagen als verspätetes Weihnachtsgeschenk.
Das macht wirklich Spaß, aber da merkt man erstmal, wie kaputt die eigene Handschrift im Laufe der Jahre geworden ist. Ich bin aber durchaus gewillt, daran zu arbeiten, daher auch diese Schreiblernlinien*, wie sie in der Grundschule verwendet werden. Muss ja für Erwachsene nicht schlecht sein.
Die ich nachträglich installiert habe.
Der durchgestrichene Teil wurde als einziger nicht vom reMarkable korrekt erkannt. Ich finde das wirklich beeindruckend. Die Links habe ich natürlich nachträglich eingefügt.
Der Kater hockte irgendwann unterm Dach und dämmerte vor sich hin. Kein gutes Zeichen, also sind wir nach einem anderen Pflichttermin doch noch zum Tierarzt mit ihm gefahren: 41° Fieber. Das ist auch für Katzen ganz schön hoch.
Vom Tierarzt hat er verschiedene Spritzen (Antibiotikum, Antiphlogistikum, Antipyretikum) bekommen, und am nächsten Tag war er wieder einigermaßen fit, fing dann aber an zu niesen.
Der Katze (w) wiederum war das relativ egal, hatte aber plötzlich nach ein paar Tagen eine Bindehautentzündung. Während der Kater nun vor sich hinnieste (noss? nas?), bekam die Katze Augentropfen verschrieben.
Katzen lieben Augentropfen. Nicht.
Die fing dann beim Verabreichen der Tropfen und dem damit verbundenen Festhalten unter einer Wolldecke heftig das Sabbern und Niesen an, so dass wir mit ihr auch nochmal beim Tierarzt waren.
Die bekam dort ebenfalls verschiedene Spritzen, allerdings nur zwei, Fieber hatte sie zwar, aber nicht besonders hoch.
Zum Glück sind beide gegen Katzenschnupfen geimpft, und zum Glück haben wir für beide eine Krankenversicherung abgeschlossen.
Mittlerweile geht es beiden wieder ganz gut, vielleicht sogar besser als mir.
Ich habe gestern einen offensichtlichen SPAM-Anruf weggedrückt - die angezeigte Rufnummer kam aus London.
Aber jetzt bin ich unsicher:
Was, wenn das Boris Johnson war, der mir ein Jahresgehalt anbieten wollte, damit ich mit meinem 7,5t-Führerschein für einen Monat Benzin durch UK kutschiere?
Also, nur für den Fall: Boris, melde Dich nochmal, die Kommentare sind offen.
Ich deaktiviere (zumindest für eine Weile) meinen Facebook-Account. Mal gucken, ob ich ihn irgendwann vermisse.
Blöderweise hängt da auch meine Facebook-Seite für den ehrenamtlichen Fahrradbeauftragen dran, die muss ich dann zugleich deaktivieren. Aber ist dann halt so.
Ich wollte das schon länger mal machen, aber jetzt scheint es mir eine gute Gelegenheit zu sein.
Wie's aussieht, wird das hier so eine Art Winterreifen-Blog, mit einer saisonalen Nutzung von Oktober bis Ostern.
Es liegt einfach am Wetter. Wenn abends noch die Sonne scheint, gehe ich lieber noch eine Runde um den Block oder fahre ein paar Kilometer auf dem Rad, als mich vor den Rechner zu setzen - da sitze ich ja den ganzen Tag schon.
Und wenn es abends kühler wird, nutze ich die Zeit lieber, um in meinem jeweiligen Buch weiterzulesen.
Zuletzt gelesen habe ich übrigens:
"Libellen im Kopf" von Gavin Extence - Ein Buch über eine manisch-depressive Protagonistin. Sehr lesenswert.
"Corruption" von Don Winslow - Spannend, aber im Vergleich zu seiner "Kartell"-Reihe eher seicht.
"Die Asche meiner Mutter" von Frank McCourt - Bedrückend und trotzdem mit viel Humor geschrieben. Und natürlich von Harry Rowohlt großartig übersetzt (soweit ich das beurteilen kann).
"Komplett Gänsehaut" von Sophie Passmann - Ein Rant, der sich über zu viele Seiten erstreckt - obwohl das Buch sehr dünn ist. Eigentlich kennt man sie ja eher in lustig, das hier war's gar nicht. Wahrscheinlich bin ich zu alt, um dafür als Zielgruppe in Frage zu kommen.
"Ich bekenne" von Rob Halford - Sehr selbstironisches und trotzdem aufrüttelndes Buch (zumindest in der ersten Hälfte), in dem Halford beschreibt, wie es ist, als homosexueller Mann in einer Gesellschaft zu leben, die davon unter keinen Umständen erfahren darf. Gut, dass sich langsam einiges zum Besseren wendet.
"Risiko" von Gerd Gigerenzer - Teilweise etwas redundant, er wiederholt die wesentlichen Erkenntnisse des Buches ein paar Mal zu oft. Kann man aber gut lesen.
"Die wandernde Erde" von Liu Cixin - Der Mann hat ein unglaubliches Vorstellungsvermögen. Es macht Spaß, wie er auch die skurrilsten Annahmen zu Ende denkt.
"Die Erfindung des Countdowns" von Daniel Mellem - Für einen Roman zu trocken, für ein Sachbuch zu seicht.
Jetzt lese ich gerade "Der Wüstenplanet" von Frank Herbert, nachdem ich am Mittwoch im Kino war und die Neuverfilmung von "Dune" gesehen habe. Wie Markus schon schrieb: Eines der spektakulärsten Kinoerlebnisse, das ich seit langer Zeit hatte.
Ich kam aus dem Kino und habe mir direkt die sechsteilige Romanreihe bestellt. Den ersten Teil hatte ich vor langer Zeit gelesen, da war ich aber anscheinend noch zu jung und habe viele Dinge nicht ausreichend durchdrungen.
Morgen gehe ich nochmal ins Kino, um mir den Film ein zweites Mal anzusehen. Das habe ich noch nie gemacht. Aber so gut ist der.
Ich klopfe, wie derzeit jeden zweiten Morgen, um kurz vor zehn an der Tür der Tochter, um das Frühstück anzukündigen.
Nach dem Frühstück möchte sie baden. In der Wanne. "Baden?" frage ich. "Und was ist mit Hausaufgaben?"
"Die hatte ich gestern schon fertig."
Na, gut, meinetwegen, dann soll sie halt baden. Wenn ich den ganzen Tag keinerlei Verpflichtungen hätte, würde ich vielleicht auch nach dem Frühstück baden, warum nicht.
"Soll ich dir dann Wasser einlassen?"
"Nee, das kann ich selbst."
"Und sonst brauchst du nichts? Fönen hinterher oder so?"
"Nee, nee, mach ich selber."
Tja, gut. Wir frühstücken, ich gehe wieder an meinen Schreibtisch. Das Kind sehe ich das nächste Mal irgendwann um viertel vor eins, als ich das Mittagessen vorbereite. Es ist vollständig bekleidet und hat nasse, aber nicht triefnasse Haare. Dann wird es wohl tatsächlich gebadet haben. Und die Haare gefönt auch.
Sowas, da ist man mal ein gutes halbes Jahr im HomeOffice, zack, wird das Kind langsam selbstständig.