Der Idee von Markus folgend habe ich mir ebenfalls ein Remarkable? geläftRemarkable2 gekauft, sozusagen als verspätetes Weihnachtsgeschenk.
Das macht wirklich Spaß, aber da merkt man erstmal, wie kaputt die eigene Handschrift im Laufe der Jahre geworden ist. Ich bin aber durchaus gewillt, daran zu arbeiten, daher auch diese Schreiblernlinien*, wie sie in der Grundschule verwendet werden. Muss ja für Erwachsene nicht schlecht sein.
Die ich nachträglich installiert habe.
Der durchgestrichene Teil wurde als einziger nicht vom reMarkable korrekt erkannt. Ich finde das wirklich beeindruckend. Die Links habe ich natürlich nachträglich eingefügt.
Der Kater hockte irgendwann unterm Dach und dämmerte vor sich hin. Kein gutes Zeichen, also sind wir nach einem anderen Pflichttermin doch noch zum Tierarzt mit ihm gefahren: 41° Fieber. Das ist auch für Katzen ganz schön hoch.
Vom Tierarzt hat er verschiedene Spritzen (Antibiotikum, Antiphlogistikum, Antipyretikum) bekommen, und am nächsten Tag war er wieder einigermaßen fit, fing dann aber an zu niesen.
Der Katze (w) wiederum war das relativ egal, hatte aber plötzlich nach ein paar Tagen eine Bindehautentzündung. Während der Kater nun vor sich hinnieste (noss? nas?), bekam die Katze Augentropfen verschrieben.
Katzen lieben Augentropfen. Nicht.
Die fing dann beim Verabreichen der Tropfen und dem damit verbundenen Festhalten unter einer Wolldecke heftig das Sabbern und Niesen an, so dass wir mit ihr auch nochmal beim Tierarzt waren.
Die bekam dort ebenfalls verschiedene Spritzen, allerdings nur zwei, Fieber hatte sie zwar, aber nicht besonders hoch.
Zum Glück sind beide gegen Katzenschnupfen geimpft, und zum Glück haben wir für beide eine Krankenversicherung abgeschlossen.
Mittlerweile geht es beiden wieder ganz gut, vielleicht sogar besser als mir.
Ich habe gestern einen offensichtlichen SPAM-Anruf weggedrückt - die angezeigte Rufnummer kam aus London.
Aber jetzt bin ich unsicher:
Was, wenn das Boris Johnson war, der mir ein Jahresgehalt anbieten wollte, damit ich mit meinem 7,5t-Führerschein für einen Monat Benzin durch UK kutschiere?
Also, nur für den Fall: Boris, melde Dich nochmal, die Kommentare sind offen.
Ich deaktiviere (zumindest für eine Weile) meinen Facebook-Account. Mal gucken, ob ich ihn irgendwann vermisse.
Blöderweise hängt da auch meine Facebook-Seite für den ehrenamtlichen Fahrradbeauftragen dran, die muss ich dann zugleich deaktivieren. Aber ist dann halt so.
Ich wollte das schon länger mal machen, aber jetzt scheint es mir eine gute Gelegenheit zu sein.
Wie's aussieht, wird das hier so eine Art Winterreifen-Blog, mit einer saisonalen Nutzung von Oktober bis Ostern.
Es liegt einfach am Wetter. Wenn abends noch die Sonne scheint, gehe ich lieber noch eine Runde um den Block oder fahre ein paar Kilometer auf dem Rad, als mich vor den Rechner zu setzen - da sitze ich ja den ganzen Tag schon.
Und wenn es abends kühler wird, nutze ich die Zeit lieber, um in meinem jeweiligen Buch weiterzulesen.
Zuletzt gelesen habe ich übrigens:
"Libellen im Kopf" von Gavin Extence - Ein Buch über eine manisch-depressive Protagonistin. Sehr lesenswert.
"Corruption" von Don Winslow - Spannend, aber im Vergleich zu seiner "Kartell"-Reihe eher seicht.
"Die Asche meiner Mutter" von Frank McCourt - Bedrückend und trotzdem mit viel Humor geschrieben. Und natürlich von Harry Rowohlt großartig übersetzt (soweit ich das beurteilen kann).
"Komplett Gänsehaut" von Sophie Passmann - Ein Rant, der sich über zu viele Seiten erstreckt - obwohl das Buch sehr dünn ist. Eigentlich kennt man sie ja eher in lustig, das hier war's gar nicht. Wahrscheinlich bin ich zu alt, um dafür als Zielgruppe in Frage zu kommen.
"Ich bekenne" von Rob Halford - Sehr selbstironisches und trotzdem aufrüttelndes Buch (zumindest in der ersten Hälfte), in dem Halford beschreibt, wie es ist, als homosexueller Mann in einer Gesellschaft zu leben, die davon unter keinen Umständen erfahren darf. Gut, dass sich langsam einiges zum Besseren wendet.
"Risiko" von Gerd Gigerenzer - Teilweise etwas redundant, er wiederholt die wesentlichen Erkenntnisse des Buches ein paar Mal zu oft. Kann man aber gut lesen.
"Die wandernde Erde" von Liu Cixin - Der Mann hat ein unglaubliches Vorstellungsvermögen. Es macht Spaß, wie er auch die skurrilsten Annahmen zu Ende denkt.
"Die Erfindung des Countdowns" von Daniel Mellem - Für einen Roman zu trocken, für ein Sachbuch zu seicht.
Jetzt lese ich gerade "Der Wüstenplanet" von Frank Herbert, nachdem ich am Mittwoch im Kino war und die Neuverfilmung von "Dune" gesehen habe. Wie Markus schon schrieb: Eines der spektakulärsten Kinoerlebnisse, das ich seit langer Zeit hatte.
Ich kam aus dem Kino und habe mir direkt die sechsteilige Romanreihe bestellt. Den ersten Teil hatte ich vor langer Zeit gelesen, da war ich aber anscheinend noch zu jung und habe viele Dinge nicht ausreichend durchdrungen.
Morgen gehe ich nochmal ins Kino, um mir den Film ein zweites Mal anzusehen. Das habe ich noch nie gemacht. Aber so gut ist der.
Ich klopfe, wie derzeit jeden zweiten Morgen, um kurz vor zehn an der Tür der Tochter, um das Frühstück anzukündigen.
Nach dem Frühstück möchte sie baden. In der Wanne. "Baden?" frage ich. "Und was ist mit Hausaufgaben?"
"Die hatte ich gestern schon fertig."
Na, gut, meinetwegen, dann soll sie halt baden. Wenn ich den ganzen Tag keinerlei Verpflichtungen hätte, würde ich vielleicht auch nach dem Frühstück baden, warum nicht.
"Soll ich dir dann Wasser einlassen?"
"Nee, das kann ich selbst."
"Und sonst brauchst du nichts? Fönen hinterher oder so?"
"Nee, nee, mach ich selber."
Tja, gut. Wir frühstücken, ich gehe wieder an meinen Schreibtisch. Das Kind sehe ich das nächste Mal irgendwann um viertel vor eins, als ich das Mittagessen vorbereite. Es ist vollständig bekleidet und hat nasse, aber nicht triefnasse Haare. Dann wird es wohl tatsächlich gebadet haben. Und die Haare gefönt auch.
Sowas, da ist man mal ein gutes halbes Jahr im HomeOffice, zack, wird das Kind langsam selbstständig.
Die Süddeutsche Zeitung hat ein Projekt im Vorfeld der Bundestagswahl gestartet, um herauszufinden, wie der Instagram-Algorithmus darauf Einfluss nimmt, welche politischen Inhalte den Benutzer*innen angezeigt werden.
Das funktioniert so, dass man sich im Browser ein Plugin installieren muss, um dann im Anschluss drei vorgegebenen politischen Instagram-Accounts zu folgen. Was das Plugin macht, habe ich nicht so ganz verstanden, zumal ich Instagram ohnehin fast ausschließlich auf dem Smartphone öffne.
Ich wollte da eigentlich mitmachen, aber dann hätte ich u.a. Christian Lindner und der FDP-Bundestagsfraktion folgen müssen, und das habe ich dann doch nicht über mich gebracht.
Einen Kindergeburtstag gab es dann doch nicht, obwohl wir kurzzeitig dachten, dass das vielleicht doch irgendwie klappen könnte.
Da ja am Samstag die "Bundesnotbremse" in Kraft treten sollte, schauten wir nochmal genau in die Bestimmungen und hatten schon Hoffnung, denn die hätten "kontaktlosen Sport von bis zu 5 Kindern im Alter bis zu 14 Jahren" erlaubt. Man hätte die Kinder also draußen Inline Skates fahren lassen können, aber verhindern, dass die dann die Köpfe zusammenstecken, kann man ja nicht.
Und überhaupt: Unbeschwert wäre das auch nicht gewesen.
Also haben wir bei den Eltern von zwei Kindern angerufen und die Party erstmal verschoben, bis sich die Lage bessert. Stattdessen durfte nur die beste Freundin - und ohnehin die einzige, die bei uns ins Haus darf (und umgekehrt) - über Nacht bleiben, getestet haben wir uns sicherheitshalber auch noch alle. Am Samstag stellte sich dann noch raus, dass ohnehin erstmal noch die alte Verfügung galt, insofern haben wir die richtige Entscheidung getroffen.
Die beiden haben wir auf Inlinern auf Foto-Safari im Viertel geschickt, wir haben gegrillt, und später haben wir ihnen unser Wohnzimmer überlassen: Mit Disco-Lichtorgel, Bettenlager und Harry Potter 3, während wir uns zurückgezogen und die erste Folge "Chernobyl" gesehen haben und ich dann noch ein Weilchen Jitsi-Meeting betrieben habe.
Keine Ahnung, wann die eingeschlafen sind, aber darum ging's ja, dass sie das selbst bestimmen durften.
Ich glaube, so war's dann doch noch ein ganz schöner Geburtstag. Man muss halt das beste aus der Situation machen.
Am Sonntag dann erstmal ausgeschlafen, gemeinsam gefrühstückt und ansonsten nur rumgegammelt. Bei den Kindern war auch die Luft einigermaßen raus.
Ich habe mir die Folge "Chez Krömer" angesehen, bei der Torsten Sträter zu Gast war und die beiden über die Überwindung ihrer Depression gesprochen haben, und da musste ich doch zwischendurch ganz schön schlucken. Absolut sehenswert.
So, nun ist es wieder soweit, wir sind mehr als drei Tage über 100 und somit Hochinzidenzkommune. Damit gehen wieder verschiedene Verschärfungen einher, zum Beispiel gibt's kein Terminshopping mehr, man darf nur noch eine Person aus einem fremden Haushalt treffen, und Kinder zählen nicht nur bis 6 Jahren nicht dazu, sondern bis einschließlich 14 Jahren.
Ich verstehe das, ehrlich.
Wenn die Infektionszahlen steigen, muss man halt Gegenmaßnahmen einleiten. Ich bin bei allem dabei, nutze die Corona-Warn-App, halte Abstand, lasse mich impfen, treffe niemanden (außer vielleicht mal zum Spazierengehen), bin seit Monaten im HomeOffice, trage FFP2-Maske, wasche meine Hände, kaufe und benutze Selbsttests, teile Tweets von Lauterbach und Drosten, sogar von der Bundesregierung, alles.
Aber jetzt fällt zum zweiten Mal in Folge der Geburtstag unserer Tochter ins Wasser, und wir hatten schon extra alles so sicher wie möglich geplant: Nur drei Kinder, aus derselben Lerngruppe, alle machen vorher Selbsttests, und das Wenige, das stattfindet, findet draußen statt.
Versucht mal, einem Kind zu erklären, dass das nicht geht, wenn es mit dreimal so vielen Kindern jeden 2. Tag zusammen im Klassenraum sitzen muss.
Ich bin müde.
Wir haben gegrillt. Mein Vegetarismus ist mittlerweile erstmal zum Erliegen gekommen, es gibt allerdings bei weitem nicht mehr so häufig und beiläufig Fleisch wie früher, und wenn, dann teures. Ich weiß, dass das nicht reicht, um den Klimawandel aufzuhalten, aber naja, mehr ist bei mir im Moment nicht drin, Müdigkeit, wissenschon.
Wir haben uns zum Hochzeitstag nämlich einen Gasgrill geschenkt. Wenn man schon nirgendwohin kann, findet gesellschaftliches Leben maximal mit wenigen Freunden auf der Terrasse statt, und dann grillt man halt.
Ein Freund, den ich beim Online-Biertrinken kennengelernt habe, gab mir auf die Frage, was man mit dem Seitenbrenner vom Grill so anfangen kann, den Tipp, darin für Burger Zwiebeln zu dünsten, idealerweise mit viel Butter in einer Gusseisenpfanne. Die fehlte mir allerdings noch, also habe ich vorgestern eine bei Amazon bestellt.
Fünf Minuten, nachdem ich den Grill zum Vorheizen eingeschaltet hatte, klingelte der Lieferbote an der Tür und brachte die Pfanne. Das ist mal Timing.
Also gab es gestern Burger mit gedünsteten Zwiebeln, und das war sehr lecker. Beim nächsten Mal auch gerne wieder mit vegetarischen Burgerpatties, für's Gewissen.
Schwiegervater (über 70) ist seit Ostern geimpft, der hat sich aus den Restbeständen, die die Landesregierung Nordrhein-Westfalen wegen des AstraZeneca-Stopps an Senioren verteilt hat, erstmal mit viel Geduld und "an drei PCs in allen Browsern F5 drücken" die Impfe gesichert und den ersten Schuss gut vertragen. Schwiegermutter (auch über 70) hat 30 Minuten am Smartphone verbracht und jetzt auch einen Termin.
Ich wurde im März mit AstraZeneca geimpft, auch ohne größere Impfreaktion, nur auf der linken Seite konnte ich schlecht schlafen, deshalb war ich am Folgetag etwas müde und hatte leichten Kopfschmerz. Nach einer Grippostad war aber alles wieder im Lot. Meinen zweiten Termin habe ich noch nicht, ich weiß nicht mal, womit ich dann wohl geimpft werde, aber ich würde auch AstraZeneca nochmal nehmen.
Vor ein paar Monaten hatte ich mir ein Digitalabo der ZEIT zugelegt, nicht das erste Mal übrigens.
Nun ja, jetzt habe ich es wieder gekündigt. Der Grund war derselbe wie bei der New York Times: Ich habe zu wenige Texte gelesen, wobei ich die längeren Stücke noch am interessantesten fand, aber die tagesaktuellen Artikel unterschieden sich letztlich kaum von denen anderer Onlinemagazine, waren vielleicht eine Spur konservativer, und manche fand ich einfach nur blasiert.
Das ist mir aufgefallen, als die Amazon Prime Mini-Serie "Last One Laughing" besprochen wurde. Während ich bei Spiegel Online den Eindruck hatte, dass da jemand fair und unvoreingenommen selbst mit länger nicht mehr sichtbar gewesenen Comedians (z.B. Mirco Nontschew) umgegangen ist, war der ZEIT-Autor sichtlich bemüht, kein gutes Haar an der Sache zu lassen. Überhaupt sei der deutsche Humor ja bestenfalls minderwertig, das sei alles niveaulos, und so weiter.
Mit der Haltung bin ich dann an die Sendung gegangen und musste feststellen, dass das eine der lustigsten gewesen ist, die ich seit langem gesehen hatte.
Allein die Szene, in der Max Giermann neben Torsten Sträter stehend eben diesen absolut perfekt parodiert, ist Gold wert. Wer die Möglichkeit hat: Unbedingt anschauen.
Ich hatte danach jedenfalls erstmal keine Lust mehr auf ein Abo der ZEIT.
Stattdessen habe ich mir ein Abo eines Magazins zugelegt, von dem ich gar nicht wissen will, wie ZEIT-Autoren das finden: Das Rock Hard nämlich.
Ich war früher mal Kuttenträger, habe meinen Musikgeschmack schon seit meiner frühen Jugend im Metal verortet und diese Zeitschrift damals regelmäßig gelesen. Schließlich musste man ja wissen, welche aktuellen Alben unbedingt gekauft und gehört werden mussten, immerhin konnte man sich damals nur höchstens 2 davon im Monat leisten.
Kürzlich war ich dann zufällig auf der Webseite des Rock Hard, wo für das aktuelle Heft angekündigt wurde, dass man sich dort unter anderem dem Thema "Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien" (BPjM) widmen würde. Das fand ich ganz interessant und habe mir das Exemplar bestellt.
Kurz gesagt: Ich war begeistert.
Sie haben natürlich "Cannibal Corpse" (eine, was Texte und Cover angeht, ziemlich extreme Band) anlässlich ihres aktuellen Albums interviewt, aber es kam auch ein Musikwissenschaftler zu Wort, außerdem ein Plattenfirmenmanager, aber auch der stellvertretende Vorsitzende der BPjM konnte seine Sicht der Dinge darlegen.
Ich fühlte mich hinterher jedenfalls gut und ausgewogen informiert, und weil ich mich immer noch dafür interessiere, was an aktuellen Alben auf den Markt kommt, habe ich kurzerhand ein Jahresabo abgeschlossen.
\m/ (Das ist eine Pommesgabel.)
Die jeweiligen Ausgaben werde ich aber wohl vor meiner Tochter verstecken bzw. mit der Titelseite nach unten hinlegen müssen, sonst bekommt die Albträume.