Elternabend mit Elternvertreterwahl. Im letzten Jahr war ich der Elternvertreter, wir mussten damals neu wählen, weil ein Schüler sitzengeblieben war und die Mutter, die das bisher gemacht hatte, somit für diese Klasse ausfiel. Weil ich bei sowas immer keine Lust darauf habe, mitanzusehen, wie alle möglichst unauffällig in die Luft gucken, damit sie nicht vorgeschlagen werden, habe ich damals einfach gesagt: „Na gut, ich mach’s,“ und habe meinen Sitznachbarn, den Vater einer Freundin meiner Tochter, überredet, dass er Stellvertreter wird.
Die Klasse ist ziemlich pflegeleicht, daher gab’s für uns nicht viel zu tun, außer am Ende des vergangenen Schuljahrs eine kleine Feier zu organisieren.
Jetzt musste wieder neu gewählt werden, weil der 2-Jahres-Turnus neu anfing. Wir hatten uns vorher schon abgesprochen, dass wir wieder antreten, falls sich sonst niemand freiwillig meldet, nur mit vertauschten Rollen. Und so kam’s dann auch, er macht jetzt den Elternvertreter, und ich rücke auf Platz Zwei.
Alle waren zufrieden, hoffen wir mal, dass es so entspannt bleibt, wie bisher. Aber ich bin guter Dinge, die Klasse hat einen neuen Klassenlehrer bekommen, sehr jung, sympathisch und engagiert. Wird schon.
Die einzige Stelle, die an einer IBM Model M Tastatur kaputt gehen kann, ist kaputt gegangen: Die Buchse, in der das Verbindungskabel drinsteckt. Das ist so ein proprietärer Anschluss auf der einen, PS/2 auf der anderen Seite. Das äußerte sich darin, dass plötzlich alle LEDs anfingen zu flackern und irgendwelche Zeichen andauernd wiederholt wurden. Sehr unangenehm und definitiv behebungswürdig.
So ein Kabel bekommt man auch bei eBay kaum einzeln, also habe ich kurzerhand ebendort eine neue gebrauchte Tastatur gekauft, die preislich reduziert war, weil drei Tastenkappen fehlten. Davon habe ich allerdings reichlich Ersatzmaterial.
Die Tastatur ist vor ein paar Tagen angekommen und – wie könnte es bei einer Model M anders sein – es schreibt sich fantastisch darauf.
Kurzzeitig hatte ich mir moderne Tastaturen online angesehen und habe frühzeitig aufgegeben. Das sollen mal die jungen Leute benutzen, ich kauf mir kein anderes Tastaturmodell mehr.
Übermorgen hätte mein Freund Martin Geburtstag, wenn er nicht vor ein paar Jahren viel zu früh an den Folgen seiner schweren Diabeteserkrankung gestorben wäre. Wir haben es mittlerweile zur Tradition gemacht, uns jedes Jahr an diesem Tag mit dem Freundeskreis am Grab zu treffen. Es regnet dabei komischerweise immer in Strömen, als wolle er uns damit etwas sagen.
Zur Tradition gehört auch, am Grab eine Dose Havana Club zu trinken, denn als er noch fit war, war das so ziemlich das einzige alkoholische Getränk, was er überhaupt mochte. Ich kann das Zeug eigentlich gar nicht besonders leiden, aber was will man machen, wat mutt, dat mutt.
Hinterher gehen wir immer zum Griechen und erzählen uns Geschichten, die wir mit ihm erlebt haben, lachen uns kaputt, und meistens hört es genau dann auf zu regnen.