Lars Reineke

Schlafstörungen

Dreiuhrdreißig. Drehe mich hin und her, kann aber nicht mehr einschlafen.

Greife nach dem Pocketbook und lese etwas. Habe mich gestern dann doch noch für eine neue Lektüre entschlossen. Ich habe "Die Kinder der Zeit" von Adrian Tchaikovsky begonnen, der leider gar nicht mit dem Komponisten Pyotr Ilyich Tchaikovsky verwandt ist, das wäre eine schöne Anekdote gewesen. Kann man nichts machen.

Nach zwei Kapiteln werde ich wieder müde und drehe mich nochmal auf die Seite. Kann immer noch nicht einschlafen.

Vieruhrfünfzehn. Jetzt ist auch egal, stehe ich halt auf, mindestens anderthalb Stunden vor der normalen Weckzeit. Für heute ist eh ein früherer Feierabend geplant, dann kann ich mich zur Not nochmal nachmittags hinlegen, auch wenn das nicht so erholsam werden wird, da für heute über 36° Celsius angesagt sind.

Zähneputzen, duschen, im Dunkeln anziehen und mit der iPhone-Taschenlampe durch Flur und Treppenhaus, um niemanden zu wecken.

Katzen füttern, Brote schmieren. Das Mahlwerk der Kaffeemaschine brüllt durchs ganze Haus.

Ich sitze um fünf Uhr morgens am Esstisch und blogge in mein Thinkpad hinein. Frühaufsteher seien erfolgreicher, heißt es im Volksmund, aber der redet auch viel Scheiß, wenn der Tag lang ist.

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