Morgens weiter „The Last Of Us“ am Computer gespielt. Weil mal wieder zuvor Updates anstanden, mussten zunächst Vulkan Shader verarbeitet werden. Das passiert immer dann, wenn zum Beispiel neue Grafiktreiber veröffentlicht wurden, dann müssen diese ganzen Lichteffekte und so weiter einmal vor dem Spielstart berechnet werden, damit es während des Spielens nicht ruckelt. Das dauert mitunter einige Zeit und ist manchmal etwas lästig. Bei „The Last Of Us“ dauert es diesmal besonders lange, und ich hole mir noch einen Kaffee.
Nach dem Frühstück nehme ich das sonnige Wetter zum Anlass, wieder mit dem Laufen vorsichtig anzufangen. Ich hatte im vergangenen Jahr an einem Firmenlauf teilgenommen und war auch wirklich recht zügig unterwegs, habe beim Training dafür aber mein eines Sprunggelenk überlastet. (Ob links oder rechts weiß ich nicht mehr.) Daher will ich jetzt vorsichtig wieder starten und vor allem erstmal Gewicht verlieren, durch das Rumsitzen und Chips fressen bin ich nämlich nochmal ein paar Kilo schwerer geworden.
Ich jogge gemächlich los und lege zwei kurze Gehpausen ein. Nach etwa einer halben Stunde bin ich wieder zurück. Immerhin gute drei Kilometer. Ich bin nach dem Duschen hundemüde (war aber auch früh auf heute) und lege mich nochmal hin. Nach dem Nickerchen stelle ich fest, dass ich für meine überschaubare Leistung von einer Bekannten auf Strava gelobt wurde. Anscheinend funktioniert die Verbindung zwischen der Garmin-Laufuhr und Strava noch.
Nichtsdestotrotz beschließe ich, mit der Lauferei weiterhin sehr behutsam zu sein und nicht gleich wieder dem Strava-Wahn mit Selbstoptimierung und Leistungsverbesserung zu verfallen. Bin ja keine 40 mehr.
Mal schauen, was die Gelenke so dazu sagen, so oder so werde ich auf jeden Fall auch wieder Feierabendradtouren einplanen.
Danach räumen meine Frau und ich die Garage aus und fegen einmal gründlich durch. Danach mache ich das Zweitrad meiner Frau, das sie nach dem Erwerb eines E-Bikes (jaja, Pedelec) kaum noch benutzt, wieder fit, stelle die Bremsen nach und erkläre unserer Tochter, wie man eine Kettenschaltung bedient. Sie ist bisher nur Nabenschaltung gefahren, und das ist dann ja doch ein anderes Bedienkonzept.
Tochter und ich machen zusammen eine Probefahrt, bei der sie nochmal Schalten, Bremsen und beides gleichzeitig üben kann. Damit sie für alle Situationen vorbereitet ist, simulieren wir auch das „Verschalten“, wenn man mit zu hohem Gang an der Ampel stehen bleibt und wieder losfahren muss. Klappt aber alles ganz ordentlich.
Sie versichert, dass sie das alleine hinkriegt und möchte auch zur Schule wieder mehr mit dem Rad fahren, worüber ich mich sehr freue und gleich mal neue Lenkergriffe bestelle – die alten lassen sich drehen. Und neue Bremsschuhe bestelle ich auch gleich mit.
Ich lese „Hier draußen“ von Martina Behm zu Ende. Ein sehr schönes Buch, das das Dorfleben aber nicht romantisiert, was mir gut gefällt.