Lars Reineke

13. Juni 2020 – nachmittags: IBM Model M

Ich weiß, dass das bei mir religiöse Züge hat, aber ich kann auf keiner anderen Tastatur dauerhaft schreiben als auf einer IBM Model M.

Deswegen habe ich davon drei Stück. Eine steht im Büro, eine an meinem eigenen PC und die dritte, die ich mir vorgestern bei eBay besorgt habe, steht jetzt im HomeOffice an der Dockingstation für das Firmennotebook.

Ich weiß noch, wie bei uns im Unternehmen vor ein paar Jahren ein neues Softwaresystem eingeführt wurde und der etwa 30jährige Berater neben mir im Büro saß. Er schaute völlig entgeistert auf meine Tastatur, die wie alle IBM Model M beim Tippen einen Höllenlärm machte.

“Was ist das denn? Die hat ja nicht mal Windows-Tasten,” kommentierte er kopfschüttelnd. Die hatte ich tatsächlich auch nie vermisst, habe mir neulich aber mal eine Software namens “SharpKeys” installiert und die CapsLock-Taste als Windows-Taste umgebogen. CapsLock braucht eh kein Mensch.

Eine IBM Model M ist laut und schwer. Für Gamer ist sie wohl nicht zu empfehlen, weil der typische “Buckling Spring”-Mechanismus nicht so geeignet ist, schnelle sich wiederholende Tastendrücke hintereinander auszuführen.

Aber zum Schreiben von Texten gibt es nichts besseres.