Lars Reineke

25. April 2021 – abends

Einen Kindergeburtstag gab es dann doch nicht, obwohl wir kurzzeitig dachten, dass das vielleicht doch irgendwie klappen könnte.

Da ja am Samstag die “Bundesnotbremse” in Kraft treten sollte, schauten wir nochmal genau in die Bestimmungen und hatten schon Hoffnung, denn die hätten “kontaktlosen Sport von bis zu 5 Kindern im Alter bis zu 14 Jahren” erlaubt. Man hätte die Kinder also draußen Inline Skates fahren lassen können, aber verhindern, dass die dann die Köpfe zusammenstecken, kann man ja nicht.

Und überhaupt: Unbeschwert wäre das auch nicht gewesen.

Also haben wir bei den Eltern von zwei Kindern angerufen und die Party erstmal verschoben, bis sich die Lage bessert. Stattdessen durfte nur die beste Freundin – und ohnehin die einzige, die bei uns ins Haus darf (und umgekehrt) – über Nacht bleiben, getestet haben wir uns sicherheitshalber auch noch alle. Am Samstag stellte sich dann noch raus, dass ohnehin erstmal noch die alte Verfügung galt, insofern haben wir die richtige Entscheidung getroffen.

Die beiden haben wir auf Inlinern auf Foto-Safari im Viertel geschickt, wir haben gegrillt, und später haben wir ihnen unser Wohnzimmer überlassen: Mit Disco-Lichtorgel, Bettenlager und Harry Potter 3, während wir uns zurückgezogen und die erste Folge “Chernobyl” gesehen haben und ich dann noch ein Weilchen Jitsi-Meeting betrieben habe.

Keine Ahnung, wann die eingeschlafen sind, aber darum ging’s ja, dass sie das selbst bestimmen durften.

Ich glaube, so war’s dann doch noch ein ganz schöner Geburtstag. Man muss halt das beste aus der Situation machen.


Am Sonntag dann erstmal ausgeschlafen, gemeinsam gefrühstückt und ansonsten nur rumgegammelt. Bei den Kindern war auch die Luft einigermaßen raus.

Ich habe mir die Folge “Chez Krömer” angesehen, bei der Torsten Sträter zu Gast war und die beiden über die Überwindung ihrer Depression gesprochen haben, und da musste ich doch zwischendurch ganz schön schlucken. Absolut sehenswert.