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30 Tage ohne Social Media (naja, weitestgehend)

Aus einer Laune heraus habe ich beschlossen, eine Weile mit meinen privaten Accounts auf SocialMedia-Dienste zu verzichten.

Mir ist immer häufiger aufgefallen, dass ich eigentlich gerade zum Beispiel ein Buch lesen möchte und zwischendurch nach ein paar Seiten immer wieder aufs Smartphone gucke. Obwohl ich da gar nichts Besonderes nachzuschauen habe.

Die ständige Ablenkung sorgt dafür, dass ich mich nicht dauerhaft auf eine Aufgabe oder einen Text konzentrieren kann, und da muss ich mal gegensteuern.

Außerdem erwische ich mich ab und zu dabei, dass ich mich über Leute aufrege, die ich nicht kenne, weil sie Dinge posten, die mich nichts angehen.

Also habe ich zunächst folgende Maßnahmen getroffen:

  • Alle SocialMedia-Apps von der Startseite des iPhones nach hinten in einen Ordner geschoben. Das betrifft Twitter, Instagram und natürlich Facebook.
  • Alle Benachrichtigungen ausgeschaltet, bis auf diejenigen, bei denen echte Personen mich kontaktieren wollen, also Messenger-Apps wie zum Beispiel Threema, Signal, iMessage etc. Darüber bleibe ich auch weiterhin erreichbar.
  • Alle entsprechenden Lesezeichen im Browser bzw. Programm-Icons aus dem unmittelbaren Blickfeld entfernt.

Da ich nun aber gerade vor kurzem erst eine Facebook-Seite für meine ehrenamtliche Tätigkeit als städtischer Fahrradbeauftragter eingerichtet habe, wäre es ziemlich widersinnig, die Seite jetzt ebenfalls pausieren zu lassen.

Dieses Dilemma versuche ich aber zu lösen, indem ich eine Chrome-Erweiterung installiert habe, die den Newsfeed auf der Facebook-Webseite ausblendet. So kann ich gezielt als Fahrradbeauftragter posten und kriege trotzdem nicht die ablenkende Timeline angezeigt.

Ich mache das jetzt seit zwei bis drei Tagen so (mit 1-2 Ausnahmen ganz am Anfang) und will das insgesamt 30 Tage lang probieren.

Aus reiner Gewohnheit geht der Griff natürlich nach wie vor zum iPhone, um dann festzustellen, dass ich ja gerade gar nichts auf dem iPhone zu tun habe. Mal gucken, wann das aufhört.

Die ersten Effekte haben sich bereits eingestellt:

  • Mein Feed-Reader ist fast leer.
  • Ich kenne jetzt bereits die komplette Wettervorhersage der nächsten fünf Tage.
  • Meine Liste noch zu lesender Bücher wird immer länger.

Ich bin mal gespannt, ob sich irgendwann das Gefühl einstellt, etwas zu verpassen oder ob genau das eben nicht eintritt. Ob ich das wirklich bis zum Ende durchziehe, wird sich zeigen, und was danach passiert, weiß ich auch noch nicht.

Aber dieser ständige, reflexhafte Griff zum Smartphone soll erstmal aufhören.

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