Lars Reineke

Auf Vorrat

Wir hatten hier neulich zwei Tage hintereinander eine 7-Tage-Inzidenz von gerade mal so über 100, und ein weiterer Tag hätte bedeutet, dass wieder verschiedene Lockerungen hätten zurückgenommen werden müssen.

Aber nein, Glück gehabt, es fügte sich, dass wir am dritten Tag wieder knapp unter der 100er-Grenze vorbeischrammten, die Geschäfte durften weiterhin Termine für Ladenbesuche vergeben (statt vorbestellte Waren nur herausreichen zu dürfen), und auch die Kontaktregeln blieben so, wie sie auch immer gerade waren, so genau weiß das ja derzeit keiner.

Da kam mir der Gedanke, ob wohl manche Einwohnermeldeämter ein paar Anmeldungen von Bürger*innen in der Hinterhand haben, vielleicht ein paar Neugeborene oder kürzlich erst Zugezogene, die sie dann, wenn’s nicht mehr reicht, einfach aus der Schublade holen und schnell noch nachmelden, damit die Gesamtzahl der Einwohner*innen gerade wieder hoch genug ist und die Inzidenz unter die magische Grenze rutscht.

Neubürger*innen auf Vorrat, sozusagen.

Aber das wäre ja schon fast eine Verschwörungstheorie, und an sowas beteilige ich mich grundsätzlich nicht.