1. November 2020 – nachmittags

Puh, einen Monat nichts mehr hier hineingeschrieben.

Das mag daran liegen, dass ich derzeit beruflich in einem ziemlich großen Projekt eingespannt bin. Das macht Spaß, ist aber auch sehr anstrengend, so dass ich in meiner Freizeit meist keine große Lust mehr habe, mich an einen Rechner zu setzen und stattdessen lieber eine Runde auf dem Fahrrad drehe.

Dazu wollte ich auch nochmal was schreiben, ich habe mir ja vor einiger Zeit ein Ampler Stout gekauft, und ich bin so begeistert davon, dass ich praktisch jeden Tag – sofern es nicht regnet – damit nochmal eine Runde drehe.

Naja, jetzt werden die Tage wieder kürzer, vielleicht blogge ich dann auch mal wieder mehr.

Ansonsten geht’s mir – bis auf die üblichen Malessen – ganz gut.

14. September 2020 – nachmittags

Mein Rücken tut weh. Genau genommen die Lendenwirbelsäule, und das seit einer Woche.

Ich führe das darauf zurück, dass ich letztes Wochenende IKEA-Möbel zusammengeschraubt und dabei zu lange in gebückter Haltung verbracht habe.

Im Büro sitze ich daher derzeit mit Heizkissen im Rücken, was bei 29° C Außentemperatur auch kein Spaß ist.

Und jetzt ist mir beim Schuhezubinden, was wegen des Rückens ohnehin schon Ewigkeiten gedauert hat, auch noch ein Schnürsenkel gerissen.


Am Wochenende habe ich den zweiten Teil der Trisolaris-Trilogie von Cixin Liu zu Ende gelesen, „Der dunkle Wald“. Das Buch hat die eine oder andere Schwäche (zum Beispiel die Liebesgeschichte von Luo Ji) und manche Passagen waren mir persönlich zu langatmig erzählt, aber auch diesmal waren wieder einige sehr überraschende Ideen dabei.

Besonders gefallen hat mir die namensgebende Theorie dahinter, leider nahm sie für meinen Geschmack zu wenig Raum in der Erzählung ein, daraus hätte man mehr machen können, finde ich.

Als nächstes fange ich dann gleich den dritten Teil an, denke ich, dann kann ich mich mit Markus, der den Teil bereits gelesen hat, darüber austauschen.

Das „Zwischenbuch“ habe ich heute Morgen beendet. Ich lese Bücher einer Romanreihe in der Regel nicht direkt hintereinander weg, sondern schiebe gerne mindestens ein Buch dazwischen, das nicht so lang ist. Ein Zwischenbuch eben. Was aber nichts über die Qualität des Zwischenbuches aussagen muss.

Mein Zwischenbuch war „Der Ozean am Ende der Straße“ von Neil Gaiman, was mir ganz gut gefallen hat.

Doch kein VanMoof

Ich habe die Bestellung des VanMoof storniert. Ich hatte bei der ganzen Sache ein zunehmend schlechtes Gefühl.

Die Service-Bewertungen von VanMoof sind unter aller Sau, das muss man mal so sagen. Klar, die Enttäuschten sind meistens diejenigen, die ihrem Ärger besonders laut Luft machen, aber das, was man da in den entsprechenden Communities und auf Bewertungsseiten liest, lässt nichts Gutes erahnen. Dazu kommen die ganzen Stimmen derjenigen, bei denen sich die Auslieferung immer wieder um ein bis zwei Monate verschiebt.

Für mich persönlich wäre es etwas anderes gewesen, wenn ich hier vor Ort oder zumindest in der Nähe einen Servicepartner gehabt hätte, aber so war mir das zu heikel. Ein Rad, bei dem die wesentlichen Komponenten wie Antrieb und Bremsen vollkommen proprietär sind und ich noch dazu wahrscheinlich der Einzige im Ort gewesen wäre, der dann im Reparaturfall mit einem solchen Rad beim Fachhändler in der Tür steht – besser nicht.

Die Stornierung hat völlig anstandslos per Mail geklappt, der Kaufbetrag war schon am nächsten Tag wieder zurückgebucht.

25. August 2020 – morgens

Markus hat Nordic Walking mit OP-Maske ausprobiert. Nicht, dass das noch zum Trend wird.


Ich habe mir gestern Mittag was zu essen bei Subway geholt und war sehr angetan von der robusten Art und Weise, wie die Mitarbeiterin dort das Ehepaar, das vor mir in der Schlange stand, auf die geltenden Hygieneregeln hingewiesen hat.

Dass man nach 5 Monaten immer noch „Bitte halten Sie den Mindestabstand ein!“ und „Bitte lassen Sie Ihre Maske auf!“ sagen muss, hinterlässt mich kopfschüttelnd.

Noch bewundernswerter finde ich allerdings Ärzt*innen und Pflegekräfte, die in Vollschutz alles für an Covid-19 erkrankte Patient*innen unternehmen, ihnen zum Teil beim Sterben zusehen müssen, um sich dann samstagmittags in der Innenstadt von Esoterikern und ähnlichen Gestalten ins Gesicht schreien zu lassen, dass es diese angebliche Pandemie gar nicht gibt. Dabei nicht die Fassung zu verlieren, das imponiert mir sehr.

Der Kiezschreiber schreibt sehr prägnant:

Wer sein Vertrauen in die Gesellschaft verloren hat, ist in seiner Angst und in seinem Hass lebendig begraben. Wenn die Corona-Leugner nicht so unsympathisch wären, hätte ich Mitleid mit ihnen.